von Ziegler und Klipphausen

(Z. von Kl.)


New Wapenbuch 1605

Seite 161, Nr. 15

Theatrum Saxonicum 1608

I, 82

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1988

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 210, 452, 1102, 1124

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 301

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 543, 621 (Ahnentafeln)

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 368

Jahrbuch des Deutschen Adels

III, 973

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1930-1937

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1853-1939

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 57, 62


»Ziegler.  Evangelisch. - Altes meißnisches Geschlecht, das seine Stammreihe mit Wigand Ziegler, + 1348, Ratsherrn in Dresden und Besitzer des Vorwerkes Röcknitz bei Dresden beginnt, noch 1372 unter den Bürgern von Dresden (sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden) genannt wird, später das meißnische Münzmeisteramt besitzt und begütert in den Landadel übertritt.  Hieronymus Ziegler, Stiftshauptmann in Wurzen, erbaute auf seinem Besitze Röhrsdorf 1528 ein Schloß „Klipphaus“, woher der Beiname entlehnt wurde. - W. (ältestes Siegel von 1416): In Silber ein 4zinniger roter Mauerbalken.  Auf dem Helme mit rot-silbernem Wulst und gleichen Decken eine durch ein rotes Ziegeldach gesteckte silberne Säule, besteckt mit 5 schwarzen Hahnenfedern.  Die II. Linie führt auf dem Helme 5 abwechselnd silberne und rote Straußenfedern.«  (S. 859, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Alter Adel und Briefadel, 22. Jg. 1930 & S. 632, 29. Jg. 1937)

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»Ziegler und Klipphausen.  Evangelisch. - Alter sächsischer und oberlausitzer Adel.  Wyrand, Ratsherr zu Dresden und Besitzer des Vorwerkes „Röcknitz“ (i. J. 1329).  Wigand und dessen Bruder Hansen ließen sich zu Freiberg nieder und zwar zur Zeit, als die Brüder Friedrich, Balthasar und Wilhelm Markgrafen zu Meißen und Landgrafen zu Thüringen die Landesregierung gemeinschaftlich führten.  Von diesen erhielten diese beiden Ziegler das Amt der Münzmeister zu Freiberg und die Erlaubnis, eine eigne Schmelzhütte an der Mulda zu erbauen; als sie nachher den Landesherren große Geldsummen vorstreckten, bekamen sie das ganze Münzwerk allein nebst den Gerichten in der Stadt Freiberg und auf dem Lande, und andre Rechte, sowie sie auch den Silberkauf allein inne hatten.  Sie erwarben die Rittergüter Gavernitz, ingemein Gebertitz, Helfenberg, Reik &c. -

I. Linie (in Preußen).  Schlesisches Inkolat 1765, preußischer Freiherr nach dem Rechte der Erstgeburt bei Gelegenheit der Huldigung des Königs Friedrich Wilhelm IV. zu Berlin am 15. Oktober 1840 (Diplom d. d. Charlottenburg 8. Dezember 1846.  Der Freiherrentitel war zugleich an den Besitz von Dambrau in Oberschlesien [nunmehr veräußert] geknüpft). -

II. Linie (in Österreich).  Böhmisches Inkolat Freitag nach Drei Königen (7. Januar) 1605 (für Wolff genannt Ziegler von Klipphaus); österreichischer Freiherrenstand d. d. Wien 4. Febr. 1883. - W.: In Silber ein aus roten Ziegeln gebildeter Querbalken mit vier Zinnen, von denen die beiden äußersten den Schildesrändern angeschoben sind.  Freiherrenkrone mit einem von Rot und Silber gewundenen Wulst belegten Turnierhelm mit rotsilbernen Decken.  Auf dem Helme eine silberne, in ihrer Hälfte ein durchgestecktes rotes Giebeldach tragende Säule, aus welcher fünf schwarze Hahnenfedern, und zwar drei nach rechts und zwei nach links geneigt, hervorgehen.«  (S. 989 & 991, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 38. Jg. 1888)

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»Ziegeler.  Jst zwar auch ein altes Geschlecht, vnd jederzeit berühmbt gewesen, Jnmassen in scriptis Herr Bernhard Ziegeler Theologiae Doctor, vff Gärrnitz rühmlichen angezogen wird, daß er ein trefflicher, gelehrter Mann, vnd Hebraist gewesen, hat zu Leipzig den Antonium Margaritam Hebraeum fleissig gehöret, vnd imitirt, auch derselben Universitet Professor Hebraeus worden, Von jhme saget Homelius, daß er erstlichen ein Münch gewesen, vnd in dem superstitiosischen Aberglauben erzogen, als er aber zu seinem Verstande kommen, vnd gesehen, daß der Münche Leben weder zur Seligkeit, noch erbarn Wesen, nützlichen, hat er seinen Orden verlassen, vnd sich auff die Studia Theologiae gelegt, darmit auch nicht allein derselben Zeit, sondern auch der Posteritet hoch gedienet, Jst zu Leipzig im 56. Jahr seines Alters, vnd Anno 1542. gestorben.  Jngelichen Hieronymus Ziegeler Hauptmann zu Wurtzen, bey Bischoff Johann von Maltitz Anno 1447. in sonderm Respect gewesen, So wol Caspar Ziegeler vff Pilnitz, Jtem Hans vff Gerhardts vnd Planckenhain.  Zu vnserer Zeit hat diß Geschlechte sehr abgenommen, Jnmassen mit mehrern Familien geschehen, da bald eines steiget, das ander fallen thut, wie der gemeine Lauff in der Welt ist.«  (p. 82, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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