von Zedtwitz

(v. Z.-Liebenstein, Z. v. Moraván und Duppau)

(eines Stammes mit denen von Feilitzsch, denen von der Heydte und den Rödern)


New Wapenbuch 1605

Seite 105, Nr. 5

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 2999

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 113, 115, 229, 705, 709, 756, 763, 766, 876, 1103, 1105, 1170

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 989

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1916-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1828-1942

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 626

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 362

Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien, 1904

Seite 304

Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels

Bände II, XI

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 18, 63, 123


»Zedtwitz.  Evangelisch-lutherisch. - Fränkischer Uradel, gleichnamiger Ort nördlich von Hof in Bayern, eines Stammes und Wappens mit den von Feilitzsch, von der Heydte und von Röder, der mit Berthold von Zedtwitz 13. Okt. 1288 urkundlich (vgl. Regesten der von Zedtwitz, von Heinrich Gradl, Stadtarchivar zu Eger, abgedr. in der Vierteljahrsschrift für Heraldik usw., herausgeg. vom Verein „Herold“, Berlin 1884, S. 20-72, 1885, S. 316-363, und 1886, S. 286-348) zuerst erscheint.  Die sichere Stammreihe des zur II. Linie (Zedtwitz-Liebenstein, s. Taschenb. der Gräfl. Häuser) gehörenden freiherrlichen Astes beginnt mit Ferdinand von Zedwitz (Sohn des Heinrich Wilhelm), + 1688, Fürstlich sachsen-weißenfelsischem Rittmeister und Kommandanten von Querfurt; der fränkischen Reichsritterschaft zugehörig. - W. (Stammwappen): Von Silber, Rot und Schwarz geteilt.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Spitzhut mit Knopf zwischen 2 von Silber, Rot, und Schwarz geteilten Büffelhörnern.«  (S. 664, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Zedtwitz (Zedtwitz-Liebenstein).  Fränkischer Uradel (gleichnamiger Ort nördl. von Hof in Bayern), eines Stammes und Wappens mit den von Feilitzsch, von der Heydte und von Röder, der mit Berthold von Zedtwitz 13. Okt. 1288 urkundlich (vgl. Regesten der von Zedtwitz, von Heinrich Gradl, Stadtarchivar zu Eger, abgedr. in der Vierteljahrsschrift für Heraldik usw., herausgegeben vom Verein „Herold“, Berlin 1884, S. 20-72, 1885, S. 316-363, und 1886, S. 286-348) zuerst erscheint und mit Peter von Zedtwitz, Herrn auf Asch, Schönbach, Krugsreuth und Neuberg, 1394 usw., Rat des Burggrafen von Nürnberg 1401, die Stammreihe beginnt, dessen Söhne die beiden Linien stifteten; der vogtländischen Reichsritterschaft zugehörig. - W. (1790 = Stammwappen mit dazwischen gestellter Grafenkrone): Von Silber, Rot und Schwarz geteilt.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein wie der Schild bezeichneter Spitzhut mit Knopf zwischen 2 silbern-rot-schwarz geteilten Büffelhörnern. -

Reichsgraf und bayerischer Graf München 25. Aug. 1790 (vom Kurfürsten Karl Theodor von Pfalzbayern, als Reichsvikar, für die von Zedtwitz auf Asch und Schönbach usw. sowie die ganze Linie auf Asch.«  (S. 660, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

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»Zedtwitz.  Theils kathol. theils evangel. Conf. - Nach glaubwürdigen Nachrichten stammen die, schon im 12. Jahrh. turnierfähigen Herren von Zedtwitz aus Franken, von wo sie zur Bekriegung der Sorben im heutigen Voigtland in der Gegend von Hof sich festsetzten, den Namen des Ortes: Zedtwitz, welcher so viel als Gnadendorf bedeutet, annahmen, und späterhin als Dynasten ausgebreitete Besitzungen in dieser Gegend erhielten.  Einer dieser Nachkommen Namens Heinrich erkaufte 1390 die Veste Neidberg zum heil. röm. Reiche gehörig, aber der Krone Böhmen zu Lehn gehend, ferner die Veste Liebenstein u. die Veste Königswarth, letztere 2 in Böhmen, und gab sie s. drei Söhnen Heinrich, Ehrhard und Veit, welche eben so viele Linien stifteten, und zwar, daß Liebenstein die ältere, Königswarth die 2te und Neidberg die jüngere wurde.  Diese jüngere, von Veit gestiftete, acqirirte im 15ten Jahrh. zur Veste Neidberg noch den Markt Asch, welches die Grafen Reuß als Reichspfandschaft besaßen und mehrere Dorfschaften, ferner mehrere Güter der Familie Feilitzsch und Neidberg, und bildete daraus die jetzige Herrschaft Asch, 3 Quadrat-Meilen groß, jetzt 17000 Seelen.  Diese gehörte bis 1775 zum Reiche, seitdem aber wie bekannt zu Böhmen mit Beibehaltung ihrer Privilegien.  Beide Linien, nämlich die ältere katholische zu Liebenstein, und die jüngere, beinahe ganz evangelische zu Asch, wurden 1790 unter dem baier. Reichsvicariat in den Grafenstand erhoben; die königswarther Linie, welche durch die Schlacht am weißen Berge bei Prag ihre Besitzungen der Religion wegen verloren hatte, blieben immer Freiherren.«  (S. 559, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)

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»Zedtwitz.  Einen von Silber, roth und schwarz quergetheilten Schild.  Auf dem gekrönten Helm, zwischen zwey wie der Schild getheilten Büffelshörnern, einen orientalischen Spitzhut eben so getheilt und oben mit einem silbernen Knopf besetzt.  Helmdecken silbern, roth und schwarz.  Stammbaum und Petschaft nach Farben.  Fürstens W. B. 1. Th. S. 105. n. 5.  Fränkisch.«  (Nr. 989, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Zetwitz,  Diese alte adeliche Familie in Francken und in Böhmen, hat sich heut zu Tage auch im Vogtlande auf dem Rittersitze Elster ausgebreitet.  Von derselben ist George Anno 1235 zu Würtzburg auf dem Turnier erschienen.  Ein anderer dieses Nahmens, Marckgräfl. Brandenburgischer Hof-Marschall, wohnete dem zu Anspach Anno 1485 angestellten Turnier bey.  Sittich, Ritter, ließ Anno 1482 in Kayserlichen Diensten wider die Ungarn seine Tapferkeit sehen.  Margaretha, Aebtißin zu Himmels-Cron, verließ Anno 1499 dieses Zeitliche.  Hans wurde von Johanne Friderico, Churfürsten zu Sachsen, Anno 1533 zu einem Ober-Aufseher der Müntzen in dem Vogtländischen Kreise verordnet.  Sebastian verwaltete Anno 1588 die Charge eines Königl. Appellations-Raths in Böhmen, in welchem Königreiche seine Nachkommen annoch floriren, und sassen Anno 1727 auf Glatnau 3 Brüder, und Wscherub hatte Joseph von Zettwitz inne.  Jobst war anfangs Rittmeister unter dem Brandenburgischen Marckgrafen, Alberto Alcibiade, mischte sich aber nachgehends in die Grumbachische Händel, und erschoß den Bischoff zu Würtzburg, Melchior Zobeln, worauf ihn die Bauern sollen verfolget und erschlagen haben.  Christoph Heinrich, so Anno 1620 Marckgräflicher Brandenburgischer Cammerjuncker gewesen, hat sein Geschlecht fortgepflantzet, und war von seinen Nachkommen der Anno 1723 am Hertzogl. Weissenfelsischen Hofe florirende Ober-Hof- und Land-Jägermeister von Zettwitz.  Francon. rediv.  Mülleri Annal. Sax.«  (c. 2999, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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