von Witzleben

(v. W.-Alt-Doebern, v. W.-Normann)

Stammsitz Witzleben, ö. Arnstadt


New Wapenbuch 1605

Seite 165, Nr. 3

Theatrum Saxonicum 1608

I, 302

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1923

Genealogische Adels-Historie

1. Teil, Seite 1043-1069

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 305

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 588

Siebmacher's großes Wappenbuch

III, 5. Abt. Seite 13

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 295

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 525 (Ahnentafel)

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 355

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1903-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1913-1937

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1856-1858

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1888-1938

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 5, 18


»Witzleben.  Evangelisch. - Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn, Vereinigte Staaten von Nordamerika. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Stadtilm, der mit Adelherus und Berbeto de Wiceleibe 1133 zuerst urkundlich erscheint. - W.: Dreimal von Silber und Rot im gestürzten Sparren geteilt.  Auf dem Helme (der Molschleber, Elgersburger und Wendelsteiner Linie) mit silber-roten Decken ein roter Hut mit aufgeschlagener, hermelinverbrämter Krempe, aus der zwei nach außen stehende schwarze Schäfte hervorragen, die zu beiden Seiten mit je vier roten Blättern und oben mit fünf abwechselnd roten und silbernen Straußenfedern besteckt sind.  Die Liebensteiner (jetzt Oldenburger) Linie führt einen 2. Helm, aus dem in natürlicher Farbe der Hals und Kopf eines rechtsgekehrten Geiers mit goldenem Halsband und Schnabel zwischen rechts zwei, links drei silbern und rot gespaltenen Fähnlein an roten Stangen hervorwächst.«  (S. 914, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 4. Jg. 1903)

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»Witzleben (1820) des Stammes Hocker.  Evangelisch. - Schwarzburg-sondershausenscher Adelstand als „von Witzleben“ Sondershausen 21. Aug. 1820 (für Karl Louis Hocker, natürlichen Sohn des Karl von Witzleben, Königl. preuß. Premierleutnants im 1. Garderegiment z. F. in Potsdam). - W. (1820 = dem von Witzlebenschen): Dreimal von Silber und Rot im gestürzten Sparrenschnitt geteilt.  Auf dem (ungekrönten) Helme mit silbern-roten Decken ein roter Hut mit aufgeschlagener, hermelinverbrämter Krempe, aus der zwei nach außen stehende, schwarze Schäfte hervorragen, die zu beiden Seiten mit je vier roten Blättern und oben mit fünf abwechselnd roten und silbernen Straußenfedern besteckt sind.«  (S. 881, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Briefadeligen Häuser, 7. Jg. 1913)

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»Witzleben.  Jst auch ein sehr altes vnd ansehnliches Adelsgeschlechte in Thüringen, von Mannheit vnd hohen Tugenden berühmbt, inmassen in den Sächsischen vnd Thüringischen Chronicken befunden wird, daß in der Schlacht, so Keyser Heinrich der Fünffte mit den Sachsen Anno 1113. bey Welffsholtz, zwischen Heckstet vnd Schandersleben gehalten, vnnd damals Graff Hoyer von Mansfeld, als auch viel rittermessige Personen, so auff der Wahlstat geblieben, einer dieser Familien, vnd Fritz von Witzleben ein Ritter, vnd Edler, Graff Ludowigs aus Thüringen, mit dem Bart, auch erleget worden, Dessen Nachkommen das vorneme Haus Wendelstein an der Vnstrut, so zuuorn ein Fürstlicher Sitz gewesen, vnnd Anno 1332. von Graff Friederichen, vnd Herman Gebrüdern von Weinmar erbawet, an sich gebracht, darauff dann beruffen worden Diderich von Witzleben, welcher Anno 1357. Graff Hansen von Schwartzburg beygepflichtet, so mit dem Bischoff von Würtzburg einen schädlichen Krieg geführet, vnd des Graffen Fendrich gewesen, auch neben anderm fürnemen Thüringischem Adel im Franckenland in einem harten Scharmützel erleget worden.

Jngleichen auch Diderich vnd Christian Witzleben, so bey Churfürst Friederichen von Sachsen dem Ersten, in Gnaden, vnd Diderich dessen Rittmeister, wider die Böhmen gewesen, vnd beyde vor Aussig neben anderm vornemen Meißnischem vnd Thüringischem Adel, auch vieler Graffen, erlegt worden, So wol auch Friederich Witzleben, welcher Hertzog Wilhelms von Sachsen, beneben Bernhard von Kochbergs Raht, vnd in dessen grossen Gnaden gewesen, vnd setzet ein Autor, daß durch dieser beyder Männer Raht das gantze Land regieret worden, vnd sie fast des Fürsten mechtig gewesen.

Jtem Heinrich von Witzleben, so das Haus Molsdorff innen gehabt, Jetziger Zeit besitzet das Haus Wendelstein George Friederich von Witzleben, ein junger männlicher Held, Vnnd ist an diesem adelichen Stam höchst zu rühmen, daß sie im Kloster N. eine sondere Landschule von 50. auch mehr Knaben, auff jhre Vnkosten, mit Kost vnnd Lahr, auch anderer Notturfft vnterhalten, vnnd die Knaben auff allerhand Seitenspiel zu lernen, sondere Artifices halten, so zwar wol zu Ehren anzuziehen.«  (p. 302, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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