Herren von Werthern

(v. W.-Beichlingen)


New Wapenbuch 1605

Seite 148, Nr. 10

Theatrum Saxonicum 1608

I, 296

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1885

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1762, 446

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1857-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1844-1942

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 31

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 349

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 18, 27, 63, 96


»Werthern-Beichlingen.  Evang. - Preuß. Prov. Sachsen und Großherzogthum Sachsen-Weimar. - Röm. Kais. Maj. und des h. röm. Reichs Erb-Kammerthürhüter von 1086 bis zur Auflösung des deutschen Reichsverbandes 1806, Reichsfreiherr 1520, Erneuerung 3. Dec. 1711, Graf nach dem Recht der Erstgeburt 15. Oct. 1840.«  (S. 901, Gotha. genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser, 28. Jg. 1855)

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»Werthern.  Albinus in der Historie der Grafen und Herren von Werthern sagt S. 4. Herr Odobald sey vom Kaiser Carl den Großen Anno 802 zum ersten Herrn von Werthern ernannt und ihm zum Wapen gegeben worden:  Ein gelber Schild darinnen ein rother auffwarts gestellter Löw, und auf dem Helm eine goldene Krone, darauf ein weisser halber Bär mit einem goldenen Halsband um den Hals.  Ferner: S. 7. Kayser Heinrich IV. habe Herrn Hermann von Werthern 1086 das Erb-Kammerthürhüter-Amt des H. R. Reichs verliehen - auch darzu ihm sein alt angeerbt Wapen wegen des ertheilten Erbamts stattlich vermehret und dahero es folgendergestalt zu führen bekräftiget:

Ein Schild so kreuzweise getheilet, davon das erste und vierte Feld gelb, in jedem ein rother gegen der rechten Seite aufwärts gestellter Löw, welcher Löw das alte Wapen der Herschaft Werthern - - das andere und dritte Feld schwartz, in jedem ein goldener Stab, welcher von der rechten Ober-Ecken gegen der linken Unter-Ecken schräge liegt, neben jeglichem Stabe sind an der einen Seite zwey goldene Blätter mit dergleichen Stielen, an der andern Seite nur ein golden Blatt mit seinem Stiel, welcher jetzt beschriebene Stab mit seinen darneben liegenden drey goldenen Blättern des Heil. R. R. Erbkämmerthürhüter-Amt anzeiget (Wiewohl es nunmehro durch die Länge der Zeit dahin kommen, daß man in dem Herrlichen Wertherischen Wapen die Stäbe mit daneben liegenden Blättern insgemein als Aeste mahlet und führet)  Ferner oben auf dem Helm eine goldene Krone, woraus ein weißer halber Bär mit einem goldenen Halsbande um den Hals hervorkömmt, als welcher Bär zusamt dem goldenen Halsbande zu dem alten Wapen der Herrschaft Werthern gehörig.  Hierüber hat Kayser Heinrich noch eine goldene Kron, aus welcher drey Strausfedern hervorgehen, davon die erste roth, die andere gelb, und die dritte schwarz, dem weißen Bär aufn Kopf gesetzt, und soll diese Kron und Federn von wegen des Erbkämmerthürhüter-Amts der Bär tragen - - und endlich S. 71. die Helmdecken zur Rechten Gold und roth, zur Linken Gold und schwartz.  So weit Albinus.

Jetzt wird geführet im ersten und vierten goldenen Felde des gevierteten Schildes ein rother Löwe; im zweyten und dritten schwarzen Felde ein schrägrechts liegender goldener Stab, der an der rechten Seite oben und unten, an der Linken aber oben allein, ein an einem kleinen goldenen Stiel niederwärts hängendes goldenes Blatt trägt.  Aus dem gekrönten Helm ist ein silberner wachsender Bär mit goldenem Halsbande, gekrönt, und die Krone mit drey Strausfedern besteckt, die roth, golden und schwarz sind.  Helmdecken golden und roth.

Fürstens W. B. 1. Th. S. 148.  n. 10. hat am Stabe oben ein, unten zwey Blätter; die Tinktur des Bären und der zweyten Feder nicht bemerkt.  Die erste Feder soll roth, die dritte golden seyn.  Daß alles dieses, so wie der hinzugefügte Name von Wertter unrichtig sey, ergiebt sich aus obigem.  Sehr fehlerhaft habe ich dieses Wapen auf einem Stammbaum gefunden.  Das erste und vierte Feld silbern, die Blätter im zweyten und dritten grün, den Bär ohne Halsband, und die Federn wechselsweise golden und roth.  Thüringisch.«  (Nr. 958, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)


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