von Waldow

(v. W. u. Reitzenstein, v. Waldaw)


Erneuert- und Vermehrtes Wappen-Buch 1703

II, 76, Nr. 2

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1818; 2. Teil, Spalte 1894

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 658

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 343

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1901-1939

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 15, 87


»Waldow (Waldow und Reitzenstein).  Uradel des bayrischen Nordgaus, der mit dem Reichsministerialen dominus Volricus de Waldowe in einer undatierten Urkunde um 1223 (Orig. im Bayr. Hauptstaatsarchiv München, Gerichtsurk. Herrschaft Ortenburg, fasc. 1, Nr. 1) und Ulricus de Waldauwe 13. Jan. 1224 urkundlich (a. a. O., Klosterurkunden Prüfening, fasc. 10) zuerst erscheint und seinen Namen von der im Juli 1213 begonnenen Burg (heute Waldau, Bez.-Amt Vohenstrauß, Oberpfalz) nimmt.  Eines Stammes mit den + Waldthurn, Pleystein und Hostau, seit 1545 in der Stammesheimat im Mannesstamme erloschen.  Wahrscheinlich stammt das Geschlecht von Heinrich de Vohburg 1151 ab (a. a. O., Traditionbuch Kloster Geisenfeld, Klosterliteralien).  Einwanderung des heute blühenden Stammes in die Mark Brandenburg mit Ritter Hentzlinus de Waldow 4. bzw. 9. Aug. 1350 als Mitglied des bayrisch-brandenburgischen Heeres, der vorher als Herr auf Rothenstadt (Juli 1344), Bezirks-Amt Neustadt an der Waldnaab (Anfang März 1348 von Kaiser Karl zerstört), genannt wird.  Erstes Auftreten in der Mark 5. Aug. 1351 urkundlich (Orig. im Preuß. Geheimen Staatsarchiv Dahlem, Rep. 78a, Nr. 5, fol. 67, Rückseite); Hentzlinus erscheint ferner Spandau 9. Juli 1352 als Marschall des Markgrafen Ludwig des Römers a. d. H. Wittelsbach (Stadtarchiv in Berlin, Pergament 8, L., Nr. 5 [1029] und Riedel B. 2, 346).  Die ununterbrochene sichere Stammreihe beginnt mit Hans von Waldow, Ritter, 1416-51. - W. (ältestes Siegel von 1359 und in der Mark von 1402): a) ursprünglich = Waldthurn: Hinter Zinnenmauer oder auch auf einem Dreiberg ein Wehrturm; b) seit etwa 1300 durch Ererbung das Wappen der vor 1289 + Ruprechtstein: In Rot ein schrägrechts liegendes silbernes Pfeileisen.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein mit 7 silbernen Straußenfedern besteckter schwarzer Turnierhut.«  (S. 585, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Waldow (Waldow und Reitzenstein).  Lutherisch. - Preußen und Mecklenburg. - Uradel der Markgrafschaft Meißen, der urkundlich zuerst 1254 mit Ritter Heinrich von Waldow auftritt, der in vielen Urkunden als Zeuge des Markgrafen Heinrich des Erlauchten genannt wird. - W: In Rot ein schrägrechts gelegtes silbernes Pfeileisen.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine schwarze Tatarenmütze mit 7 Straußfedern besteckt. -

Ein Zweig dieses meißnischen Geschlechts wandte sich in der ersten Hälfte des XIV. Jahrhunderts nach der Mark Brandenburg, wo Ritter Hans von Waldow, Marschall und Voigt Ludwig des Römers, Markgrafen von Brandenburg, im Jahre 1352 mit Königswalde ansässig und Stammvater des gesamten noch blühenden Geschlechts wurde.«  (S. 868, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 2. Jg. 1901)


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