von Uslar

(v. U.-Gleichen, v. Ußlar)


Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 1058; 2. Teil, Seite 512

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 2721

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 890

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 281

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 350

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1856-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1936-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 4, 30, 65, 110

Die Rittergüter der Fürstentümer Calenberg, Göttingen und Grubenhagen

Seite 325


»Uslar-Gleichen.  Niedersächsischer Uradel, der mit Hildebrandus und Alvericus de Huslere in dem Güter- und Ministerialienverzeichnis des Grafen Siegfried von Bomeneburg 1129-35 urkundlich (vgl. Kindlinger, Münstersche Beiträge zur Gesch. Deutschlands III, Abt. 1, Urkunden, S. 36-37) zuerst erscheint.  Seit 1129 im Besitz von Uslar am Solling, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz der beiden Burgen Gleichen (Ruinen) bei Göttingen. - Hannoversche Namenvereinigung als „von Uslar-Gleichen“ durch Ministerialerlaß vom 9. April 1825; hannoversche Bestätigung des Freiherrenstandes Hannover 13. Mai 1847 (für die in Hannover ansässigen Familienmitglieder und deren Nachkommen); Eintragung der die Königlich sächsische Staatsangehörigkeit besitzenden Familienmitglieder als „Deutscher Uradel und Freiherren“ in das Königlich sächsische Adelsbuch 9. Sept. 1903 unter Nr. 14-18. - W. (1847): In Silber ein oben 3mal, unten 2mal gezinnter roter Balken.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwischen offenem, je mit dem roten Balken belegtem silbernen Fluge ein vorwärts-wachsender nackter bärtiger, um Kopf und Hüften grün-bekränzter wilder Mann, mit beiden Händen die Flügel erfassend.  Schildhalter: 2 wilde Männer.  Wahlspruch: Vest und bieder.«  (S. 649, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Ußlar.  Evangelisch. - Stammvater ist Ludolf Wedekind, * Ströhen, Kr. Sulingen, Hannover, 4. Okt. 1787, + Groß-Schneen 23. Juni 1862, Besitzer des Lehnhofs in Groß-Schneen, Königl. großbrit.-hannoverscher Sergeantmajor a. D. (anerkannter nat. Sohn des Ludolf Wedekind von Uslar [aus dem niedersächs. Uradelsgeschlecht von Uslar bzw. Ußlar], * Nienburg a. W. 12. Juni 1750, + Friedland a. Leine 20. Mai 1817, Herrn auf Elbickerode und Obergut Appenrode, Kr. Göttingen, Bes. des Lehnhofs in Groß-Schneen, Königl. großbrit.-hannov. Oberhauptmanns in Friedland a. Leine, Hannover, und der Johanna Henriette Elisabeth Krull, * Bodenfelde 19. März 1754, + Groß-Schneen 13. März 1819 [Tochter des Königl. großbrit. u. kurfürstl. hannov. Premierleutnants a. D. u. Oberförsters Heinrich Jakob Krull]). - Preußischer Adel als „von Ußlar“ Donaueschingen 13. Nov. 1908 (für die in Preußen lebenden Nachkommen im Mannesstamme des Obigen, der sich des Namens „von Ußlar“ stets bedient hatte). - W. (1908, ähnlich dem der niedersächs. uradelig. von Uslar, jetzigen Freiherren von Uslar-Gleichen): Unter rotem Schildeshaupte in Silber ein oben 3mal, unten 2mal gezinnter roter Balken.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwischen offenem je mit dem roten Balken belegtem silbernen Fluge ein vorwärts-wachsender nackter bärtiger, um Kopf und Hüften grün-bekränzter wilder Mann, in den Händen je einen nach außen gekehrten silbernen Hammer haltend.  Wahlspruch: Zwiefältig, nicht zwiespältig.«  (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 32. Jg. 1940)

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»Uslar-Gleichen.  Niedersächsischer Uradel mit dem Stammhause Gleichen (Ruine) bei Göttingen, seit 1206 im Besitz; hannoversche Namenvereinigung als „von Uslar-Gleichen“ durch Ministerialerlaß vom 9. April 1825; hannoversche Bestätigung des Freiherrenstandes Hannover d. d. . . 5. Mai 1847; Eintragung der die Königlich sächsische Staatsangehörigkeit besitzenden Familienmitglieder in das Adelsbuch des Königreichs Sachsen 19. Sept. 1902. -

W.: In Silber ein oben 3mal, unten 2mal abwechselnd gezinnter roter Balken.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silberner Decke ein wachsender, vorwärts gekehrter, bärtiger nackter Mann, mit links abfliegender Stirnbinde, mit beiden Händen die Flügel erfassend, zwischen offenem silbernen Flug.«  (S. 825, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910 [neue Wappenbeschreibung])

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»von Uslar-Gleichen, Uradel.  Die Familie gehört zu dem landsässigen Adel und besitzt die Güter Altengleichen, zwei Güter in Appenrode, Elbickerode, Vogelsang, Gelliehausen, Sennickerode und Wöllmarshausen im Göttingischen, so wie Mandelsloh im Calenbergischen.  Jn dem Calenbergischen Lehnbriefe heißt es: „mit dem alten Hause und Schlosse zu Gleichen &c.“  Die Familie erscheint schon 1141 und 1189 in Urkunden.  Den Namen führt sie ohne Zweifel von einem nachmals zu Afterlehn gegebenen Gute in Uslar.  Die Gleichen soll sie 1211 durch einen Vergleich von dem Kaiser Otto erhalten haben.  Die Neuen-Gleichen sind im Jahre 1451 von den Gebrüdern Ernst und Hans von Uslar an Landgraf Ludewig den Friedfertigen von Hessen für 8940 Rhl. Gl. verkauft; das Dorf Mackenrode 1454 an denselben.  Die Familie hatte früherhin gegen fünftehalbhundert Vasallen.  Den 9. April 1825 ward der Familie von dem Könige Georg IV. von Großbritannien und Hannover gestattet, sich künftig von Uslar-Gleichen nennen und schreiben zu dürfen.«  (S. 282, Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840)

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»Ueslar.  Jm silbernen Felde einen rothen, oben drey, und unten zweymal abwechselnd gezinneten Balken.  Auf dem gekrönten Helm zwischen zwei mit dem abwechselnd gezinneten Balken belegten silbernen Adlersflügeln, einen wachsenden, um Kopf und Schoos grün bekränzten wilden Mann, mit den ausgestreckten Armen den Flug haltend.  Helmdecken silbern und roth.  Nachricht aus der Familie.  Zu Friedberg aufgeschworner Stammbaum.  Eichsfeldisch.«  (Nr. 890, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Uslar,  Eines der ältesten adelichen Häuser in Hessen und in dem Braunschweigischen, von welchem M. Specht, damals Superintendent zu Uslar, hernach aber General-Superintendent zu Göttingen, Anno 1636 ein Stamm-Buch ediret, dergleichen auch vorhero Leznerus gethan, worinnen deren Ursprung von Oselario, einem edlen Römer, so den Beynahmen de Doro Campo geführet, und die in dem Fürstenthum Callenberg im Sollinger Walde, drey Meilen von Göttingen gelegene Stadt Uslar zu des Kaysers Augusti Zeiten erbauet haben soll, geleitet wird.  Zuerst findet man Hermannen und Ernsten von Uslar aufgezeichnet, und in einem Gandersheimischen Lehn-Briefe von Anno 1232 als Zeugen angeführet.  Hildebrand von Uslar hat Anno 1259 einen Zeugen in einem Donations-Briefe dem Stiffte Hildesheim über dem Wald Westerholt ertheilet, abgegeben, wie in Leuckfelds Antiq. Poeldens. P. III zu sehen.  Johannes und Ernst haben Anno 1451 das Schloß Neugleichen an den Eichsfeldischen Grentzen dem Land-Grafen in Hessen verkauft.  Von Wedekind von Uslar erzehlet vorerwehnter M. Specht unter andern Merckwürdigkeiten, daß er als der letzte seines Stammes, 58 Jahr alt, sich mit einer Fräulein von Oldershausen, 15 Jahr alt, verehligt, und mit ihr 6 Söhne und 5 Töchter gezeugt, auch 100 Jahr alt worden, und ums Jahr 1530 zu Altgleichen verstorben, Ludolphen und Melchioren hinterlassend, deren Nachkommen annoch floriren, und zwar von des letzteren Posterität Hans Philipp auf Altgleichen, Königl. Groß-Britannischer Licent-Commissarius, Anno 1730 mit unterschiedenen Söhnen in Flor.  Von Ludolphs Nachkommen war Hans Ernst, Fürstl. Lüneb. Obrister ein Vater, 1) Thilonis Albrechts, der Anno 1675, alt 45 Jahr, als Hertzogl. Braunschweigischer General-Lieutenant und geheimder Kriegs-Rath verstorben, nachdem er Schloß und Amt Uslar gegen ein Darlehn bekommen gehabt, welches sein ältester Sohn Falck Adolf gegen das Rittergut Rittmarshausen, unweit Göttingen vertauschet.  Sein jüngerer Sohn aber starb Anno 1705 als Chur-Braunschweigischer Rath, Drost und Land-Commissarius, Friedrich Otten und Adolf Hieronymum hinterlassend.  Jener starb Anno 1721 als Hertzogl. Meinungischer General-Major, und ließ Carl-Albrechten; dieser aber Adolf Hieronymus mag der Anno 1736 in Gnaden dimittirte Königl. Dänische Obriste seyn, und 2) Georgens General-Majors Anno 1638.

Johann von Uslar, J. U. D. Abt zu Marienthal, Fürstl. Braunschweigischer Rath, ward Anno 1589 Fürstl. Qvedlinburg. Cantzler, und ein Vater Heinrich Philipps ICti, Canonici zu Goslar, und unterschiedener Reichs-Fürsten Raths.  Sie werden beyde zu diesem Geschlechte gezehlet.«  (p. 2721, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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