von Tümpling

Stammsitz Tümpling, n. Camburg


Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seite 274

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 2583

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 306

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 337

Jahrbuch des Deutschen Adels

III, 655

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Erbarmanschaft Wettinischer Lande

I, 95

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 24, 92


»Tümpling.  Evangelisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Camburg a. S., der mit Cuno von Tümpling, Kastellan der Wettinischen Burg Camburg, 1337 urkundlich (vgl. Boehme, Urk.-Buch des Klosters Pforte, Teil 1, 2. Halbband, S. 511, Halle 1904) zuerst erscheint, während die Stammreihe mit Dyte (Time) von Tumplik 1346 beginnt. - W.: In von Rot und Silber gespaltenem Schilde 2 aufgerichtete, einander zugekehrte, gezahnte Kampfsicheln verwechselter Farbe.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende, laub-bekränzte Jungfrau in von Silber und Rot gespaltenem Gewande, die in den erhobenen Händen rechts eine rote, links eine silberne Sichel hält.«  (S. 576, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Tümpling.  Evangelisch. - Sachsen, Preußen (Sachsen) und Sachsen-Weimar. - Thüringischer Uradel, der sich nach dem gleichnamigen Orte bei Camburg a. S. nannte und mit Cuno von Tümpling, Castellanus der Wettinischen Burg Camburg, 1337 zuerst urkundlich auftritt. - W.: In von Rot und Silber gespaltenem Schilde zwei aufgerichtete, einander zugekehrte gezahnte Kampfsicheln gewechselter Farbe.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke eine wachsende Laub-bekränzte Jungfrau in von Silber und Rot gespaltenem Gewande, die in den erhobenen Händen rechts eine rote und links eine silberne Sichel hält.«  (S. 825, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»von Tümpling.  Evangelisch. - Thüringischer Uradel.  Wappen: Jn von Roth und Silber gespaltenem Schilde zwei aufgerichtete, einander zugekehrte gezahnte Handsicheln gewechselter Farbe.  Auf dem Helme mit roth-silberner Decke eine wachsende Laub-bekränzte Jungfrau in von Silber und Roth gespaltenem Gewande, die in den erhobenen Händen rechts eine rothe und links eine silberne Sichel hält.

Die von Tümpling*) gehören zum Uradel Thüringens und nennen sich nach dem gleichnamigen Orte bei Kamburg.  Hier treten sie seit Anfang des XIV. Jahrhunderts als begütertes und angesehenes Geschlecht auf, das sich in fast ganz Thüringen und im Voigtlande verbreitete, gegenwärtig aber nur noch in den beiden unten verzeichneten Linien blüht. - Jn der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts begegnen wir ihnen zuerst in preußischen Heeresdiensten, in denen sie durch zwei Generale der Kavallerie eine hervorragende Stelle einnehmen.

*) Vgl. „Geschichte des Geschlechts von Tümpling“ Weimar 1888-1894.«  (S. 654, Jahrbuch des Deutschen Adels, 3. Band, 1899)

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»Tümpling, Timpling (Schild von Silber und Roth der Länge nach getheilt und in jeder Abtheilung eine aufrecht gestellte, mit der Spitze einwärts gekehrte Handsichel, mit dem Griffe oder Stiele nach des Schildes abwechselnder Tinctur.) - Altes, thüringisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammhause unweit Camburg, jetzt im Meiningischen.  Die Familie blühte schon im 14. Jahrh.  Albertus de Timpling starb nach Beyer Architect. Jenens. c. 32, §. 4, S. 359, 1319; Cuno von Timpling lebte um 1359; Hans v. T. war 1402 Vogt zu Saalfeld; Margaretha v. T. stand 1491 als Aebtissin dem Kloster Roda vor und Otto v. T. starb 1610 im 83. Lebensjahre.  Philipp Christian v. T. lebte 1668 als Fürstl. Altenburgischer Hofmarschall.  Otto Wilhelm v. u. zu Timpling war 1712 Fürstl. Merseburgischer Hofmarschall und Kammerrath und später k. poln. und kursächs. Kammerherr.  Derselbe war mit Aemilia Eleonora, Tochter des Herzogs Bernhard zu Jena und der Madame d’Alstedt, geb. v. Kospoth, vermählt, aus welcher Ehe zwei Söhne, Friedrich Wilhelm und Christian Lebrecht v. T., entsprossten.  Um diese Zeit lebte auch Rudolph Albrecht v. T., Herr auf Heiligen-Kreutz im Meiningischen, Sachsen-Gothaischer Ober-Steuer-Director u. später k. poln. Kammerherr und Landes-Aeltester des Eisenbergischen Kreises und Wolf Friedrich v. T., Sachs.-Merseburg. Ober-Forstmeister und ältester Kammerjunker. - Der Stamm blühte fort, war im Voigtlande zu Reinsdorf bei Werdau gesessen und in Sachsen bedienstet u. mehrere Glieder der Familie standen in der k. preuss. Armee.  Georg Wolff v. T. stieg zum Generalmajor und Commandant von Pillau und Johann Wilhelm Ferdinand v. T. war um 1838 ebenfalls Generalmajor.  Als Herren auf Näthern bei Weissenfels werden von Rauer 1857 aufgeführt Ferdinand Christian Wolf, k. sächs. Premierlieutenant und Wolf. v. T., k. bayer. Rittmeister.«  (S. 306, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, 9. Band, 1870)

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»Timpling, Tümpling,  Dieser adelichen Familie in Thüringen Stamm-Haus Tümpling ist bey Camburg gelegen.  Sie hat schon von alten Zeiten an floriret, massen in Adriani Beyeri Architect. Jen. c. 32 §. 4 p. 359 Albertus von Timpling angeführet wird, der Anno 1319 verstorben.  Ums Jahr 1359 hat Cuno von Timpling gelebet.  Hans war Anno 1402 Vogt zu Saalfeld.  Margaretha von Timpling hat Anno 1491 als Aebtißin dem Kloster Roda vorgestanden.  Otto von Timpling starb Anno 1610 im 83 Jahre seines Alters; er hatte Anno 1551 einen entleibet, und war nach Erlegung 20 guter Schock der Kirche zu Camburg, pardoniret worden.  Philipp Heinrich lebte Anno 1668 als Fürstl. Altenburgischer Ober-Hoffmarschall.  Otto Willhelm von und zu Timpling war Anno 1712 Fürstl. Merseburgischer Hoffmarschall und Cammer-Rath, nachgehends Königl. Pohln. und Chursächsischer Cammerherr.  Seine Gemahlin war Aemilia Eleonora, eine Tochter weiland Herzog Bernhards zu Jena, die er mit der Madame d’Alstedt, gebohrnen von Kospoth, in ungleicher Ehe erzeuget, sie hat ihm 2 Söhne Friedrich Willhelmen und Christian Lebrechten gebohren.  Um selbige Zeit florirten auch Rudolph Albrecht auf H. Creutz als Sachsengothaischer Ober-Land-Steuer-Director, hernach Königl. Pohlnischer Cammer-Herr und Landes-Aeltester des Eisenbergischen Kreises, und Wolff Friedrich als Sachsen-Merseburgischer Ober-Forstmeister und ältester Cammer-Juncker.«  (p. 2583, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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