von Trützschler

(v. Tr. zum Falkenstein, Tr. v. Falkenstein, v. Zedlitz und Tr.)

(Vasallenstamm Schönburg)


New Wapenbuch 1605

Seite 164, Nr. 2

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 78, 209, 763, 766, 773, 875, 1102, 1155

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1758

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IX, 291

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 643

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 335

Jahrbuch des Deutschen Adels

II, 881

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1902-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1831-1942 (Zedlitz)

Erbarmanschaft Wettinischer Lande

I, 632

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 30, 134


»Trützschler (Trützschler von Falkenstein).  Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, der bereits um 1122 (vgl. Limmer, Urkundliche Gesch. des Vogtlandes, Band I) zuerst erwähnt wird und mit Hilprant Truezeler zu Straßberg bei Plauen 1284 urkundlich (vgl. v. Mansberg, Erbarmannschaft Wettin. Lande, Band I) erscheint.  Die Stammreihe beginnt mit Conrad, + 1322; Hans Troczeler, + vor 1412, wurde 20. Jan. 1400 mit der Vogtei Falkenstein belehnt, nach welcher der Beiname angenommen worden ist. - W.: In Gold ein schwarzer Schrägrechts-Balken.  Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein schwarz-gekleideter Mannesrumpf zwischen offenem, je mit schwarzen Schrägbalken belegtem goldenen Fluge.«  (S. 570, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Trützschler zum Falkenstein.  Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, der bereits um 1122 (vgl. Limmer, Urkundl. Geschichte des Vogtlandes, Band I) zuerst erwähnt wird und mit Hilprant Truezeler zu Straßberg bei Plauen 1284 urkundlich (vgl. v. Mansberg, Erbarmannschaft Wettin. Lande, Band I) zuerst erscheint; die Stammreihe beginnt mit Conrad, + 1322; Hans Troczeler, + 1412, wurde 20. Jan. 1400 mit der Vogtei Falkenstein belehnt, nach welcher der Beiname angenommen wurde. - Königlich sächsischer Freiherr als „Trützschler Freiherren zum Falkenstein“ Dresden 5. Jan. 1900 (für Konrad - A. - sowie Maximilian und Oswald von Trützschler - B.). - W. (Stammwappen): In Gold ein schwarzer Schrägrechtsbalken.  Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken ein schwarz-gekleideter Mannesrumpf zwischen offenem, je mit schwarzen Schrägbalken belegtem goldenen Fluge.«  (S. 532, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Trützschler Freiherren zum Falkenstein.  Evangelisch. - Vogtländischer Uradel, der mit Hilprant Truezeler zu Straßberg bei Plauen 1284 urkundlich zuerst erscheint; Königlich sächsischer Freiherr unter dem Namen „Trützschler Freiherren zum Falkenstein“ d. d. Dresden 5. Jan. 1900 (für Konrad - I. Linie -, Maximilian und Oswald - II. Linie). -

W.: In Gold ein schwarzer Schrägrechtsbalken.  Auf dem Helme mit schwarz-goldener Decke ein schwarz gekleideter Mannesrumpf zwischen offenem, je mit einem schwarzen Schrägbalken belegten goldenen Flug.«  (S. 815, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910)

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»Trützschler Freiherren zum Falkenstein.  Evangelisch. - Königreich Sachsen und Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. - Vogtländischer Uradel; königlich sächsischer Freiherr unter dem Namen „Trützschler Freiherren zum Falkenstein“ d. d. Dresden 5. Jan. 1900 (für Konrad - I. Linie -, Maximilian und Oswald - II. Linie). - W.: . . . .«  (S. 780, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 52. Jg. 1902)

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»Trützschler von Falkenstein.  Evangelisch. - Preußen, Sachsen und Sachsen-Coburg und Gotha. - Vogtländischer Uradel. - W.: In Gold ein schrägrechter schwarzer Balken.  Auf dem Helme mit schwarz-goldener Decke ein schwarz bekleideter Mannesrumpf zwischen offenem, mit schwarzen Schrägbalken belegtem goldenen Fluge.«  (S. 820, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»von Trützschler.  Evang.-lutherisch. - Sachsen und Preußen. - Voigtländischer Uradel. - Besitz: das Rittergut Falkenstein mit Mühlberg und Oberlauterbach, sowie das Rittergut Dorfstadt im sächs. Voigtlande, dann die Rittergüter Großbehringen und Hörda in Thüringen.

W.: Jn Gold ein schwarzer, schräglinker Balken.  Kleinod: schwarz-bekleideter Mannesrumpf mit gelben Knöpfen. - Decken: schwarz-golden.

Die von Trützschler, früher Troczler, Trotzeler, Trotzschler, Trutzscheler geschrieben, sind ein uraltes voigtländisches Adelsgeschlecht, dem bereits im J. 1400 in der Person eines Hans Troczler die damalige Voigtei Falkenstein pfandweise überlassen wurde.  Auf diesem Besitzthum hat sich die Familie bis auf den heutigen Tag erhalten.  Die Feststellung der älteren Genealogie trifft insofern auf große Schwierigkeiten, als gleichzeitig noch eine Familie Trützschler existirte, die jedoch als Wappen einen silbernen Eichbaum auf rothem Berge im blauen Schilde führte, und deshalb auch zuweilen Trützschler von Eichelberg genannt wurde.  Diese saß auf dem Schlosse Stein an der Mulde, hatte Besitzungen in der Umgegend von Glauchau und Krimmitzschau, auf letzterem Schlosse auch das Burgmannenamt, erwarb später auch Güter im Voigtlande und wird vielfach schon im 13. Jahrh. urkundlich erwähnt, erlosch aber im J. 1632 mit Hildebrand Eichelberg von Trützschler, auf Stein, sowie Schneckengrün und Christgrün im Voigtlande.  Zu dieser Zeit bestanden Beziehungen zwischen den beiden Familien, die auf eine Stammverwandtschaft schließen ließen, nicht, ob sie dennoch eines Ursprunges sind, wogegen allerdings die Verschiedenheit der Wappen spricht, muß dahin gestellt bleiben, jedenfalls hätte alsdann eine Trennung der Linien schon vor dem J. 1400 stattgefunden.  Von diesem Zeitpunkte an erscheint die hier in Frage kommende Familie mit ihrem Besitzthum Falkenstein vielfach in der Geschichte des Voigtlandes und wird dieselbe immer zu den bedeutendsten Vasallengeschlechtern des Landes gezählt.  Erst Anfang des 16. Jahrh. begann sich die Familie zu verzweigen, und zwar wurden Hildebrand und die Gebrüder Georg und Wilhelm die Stifter verschiedener Linien.  Die drei Genannten theilten 1535 die Herrschaft Falkenstein, und zwar so, daß Hildebrand die eine Hälfte derselben, die beiden Brüder aber die andere erhielten.  Dadurch wurde Hildebrand Ahnherr der noch blühenden oberlauterbacher Linie, Georg hingegen gründete die alte falkensteiner Linie, die zuerst 1591 Dorfstadt und dann 1618 auch Falkenstein an die Besitzer von Oberlauterbach verkaufte, sich Mitte des 17. Jahrh. nach Brandenburg-Kulmbach wendete und daselbst noch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. in der Person des brandenb.-kulmbach. Geheimraths Johann Christian von Trützschler (+ 19. Jan. 1772) florirte; Wilhelm aber stiftete die Linie zu Ellefeld, der die Güter Ellefeld und Mühlberg gehörten, die ein Viertel der Herrschaft Falkenstein ausmachten und die sich nach diesen beiden Gütern wiederum in zwei Linien spaltete, von denen die zu Mühlberg wahrscheinlich noch im 17. Jahrh. verlosch, nachdem ihr Stammhaus auch von den Oberlauterbacher Trützschler erworben war.  Die ellefelder Linie der nur Ellefeld, also der achte Theil der alten Herrschaft Falkenstein zustand, bildete die Aeste zu Ellefeld und zu Kleinhermsdorf bei Borna, von denen jener mit dem am 16. Nov. 1816 + Kammerjunker und Oberforstmeister Franz Johann Christoph von Trützschler auf Ellefeld ausging, wodurch das alte Lehngut Ellefeld, das ohne Mitbelehnte war, an den Lehnherrn zurückfiel; der Ast zu Kleinhermsdorf aber, war noch Mitte vorigen Jahrhunderts durch verschiedene Personen repräsentirt, die sich jedoch aus Sachsen wegwendeten, es daher ungewiß ist, ob von denselben noch Nachkommen existiren.  Mit dem obigen Hildebrand Trützschler, auf Oberlauterbach, beginnt die zusammenhängende Stammreihe der Familie (s. dieselbe).  Seines Sohnes Kaspar ältester Sohn Balthasar Friedrich, auf Reudnitz und Hermannsgrün wurde der Stifter des reußischen Familienzweiges, von welchem sich sehr bald die Anfang dieses Jahrhunderts ausgestorbene Branche zu Bergen abtrennte, während die Stammlinie in verschiedenen Abzweigungen in Preußen noch gegenwärtig florirt.  (Ueber dieselben bleiben Nachrichten vorbehalten).  Die Nachkommen von Kaspar’s jüngerem Sohne Hans Thomas vereinigten nach und nach, wie schon erwähnt 7/8 die Herrschaft Falkenstein wieder.  Von diesen zweigte sich zuerst Hans Thomas’ Enkel Georg Abraham als Gründer der hartmannsgrüner, später berbisdorfer Linie ab, dessen Nachkommen noch gegenwärtig blühen (s. V. Zweig).  Die falkensteiner Hauptlinie theilte sich in Hans Thomas’ Urenkel Hans Julius, auf Falkenstein, Dorfstadt und Mühlberg (+ 5. Nov. 1706), beiden Söhnen August Willibald (+ 29. März 1759) und Franz Oswald (+ 1. Juli 1750) in die Linien Dorfstadt und Falkenstein, von denen die erstere noch aus 3 Branchen, wovon die mittlere im Besitz von Dorfstadt ist, besteht (s. 1. 2. und 3. Zweig), während die letztere in den Nachkommen von Franz Oswald’s Söhnen Julius Ferdinand (+ 5. Okt. 1775) und Franz Adolf (+ 24. Juli 1754) sich in zwei Theile spaltete, von denen der jüngere (s. IV. Zweig) noch gegenwärtig Falkenstein besitzt, der ältere hingegen repräsentirt ist durch die Grafen von Zedlitz, gen. Trützschler von Falkenstein, indem des Julius Ferdinand einziger Sohn Gottlieb Julius (geb. 2. Mai 1775, + 2. Jan. 1838) durch Adoption zu diesem Namen gelangte und unter demselben seine Familie fortführte.  (Hierüber s. das Gothaisches Taschenbuch der gräfl. Häuser.)«  (S. 643, Genealog. Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, 4. Jg. 1879)


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