die Truchseß +

(Tr. von Wellerswalde)


New Wapenbuch 1605

Seite 161, Nr. 1

Theatrum Saxonicum 1608

I, 110

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 2608

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 886

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 333


»Truchses von Wellerswalde.  Jm blauen Felde einen von Silber und roth, mit schmalen Streifen vielmals quer gestreiften Adler.  Auf dem Helm zwischen zwey neunmal von roth und Silber quer gestreiften Büffelshörnern, einen blau bekleideten golden gekrönten Rumpf ohne Bart.  Helmdecken rechts silbern und blau, links silbern und roth.

So habe ich das Wapen dieses von Fürst zum Meisnischen Adel gerechnet werdenden Geschlechts auf einem Stammbaume gefunden.  Fürstens W. B. 1. Th. S. 161. n. 1. kehrt den Adler links, setzt auch die Helmdecken um.  Man kann in selbigem nicht deutlich bemerken wie vielfach der Adler gestreift seyn soll.  Rudolphi in herald. curios. p. 178. setzt zehnmal, der Stammbaum hatte 21 Streifen.  Die Zahl derselben scheint also willkührlich zu seyn.

Schannat in cl. Fuld. p. 168 läßt den Zusatz weg, und bildet im blauen Felde einen gekrönten silbernen Adler, der nur mit zwey schmalen rothen Balken überlegt ist.  Der erste ist zweymal durchschnitten, und geht über den Leib und die Flügel, keiner von beyden berührt das Feld.  Der Helm ist gekrönt, der Rumpf hingegen nicht.  Dieser ist im bloßen Haupte, bärtig, und roth bekleidet, die Hörner sind ohne Mündung, das rechte silbern, das linke blau.  1478.

Estor in der A. P. S. 406 nennt dieses Geschlecht Truchses von Born und Wellerswalde.«  (Nr. 886, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Jst zwar auch eines alten Herkommens, vnd Anno 1259. im Thurnier zu Bamberg, Conrad Truchsas, beruffen, Vor vnserer Zeit, vnd Anno 1491. ist Johann Truchsas, aussm Hause Willerswalde, so nochmals dieses Geschlechte altes Stambhaus ist, Doctor Juris, vnd ein gelerter, ansehnlicher Mann gewesen, Hertzog Friederichs von Sachsen Hoffmeister, mit deme er zu Senis in Italia studiert, auch daselbsten gestorben, Jtem Ernst Truchsas zu Glaubitz vnd Naundorff im Beruff gewesen, haben derer Vorfahren, zweiffels ohne, dieses Geschlechts Namen, wegen jhrer Dienste, erlanget.«  (p. 110, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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