Truchseß von Wetzhausen


New Wapenbuch 1605

Seite 101, Nr. 10

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1757

Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Bayern

XVII, 39

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1859-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 80


»Truchseß von Wetzhausen.  Fränkischer Uradel, der mit Thegen dapifer, ministerialis comitis Bopponis de Henneberg, vor 18. Juli 1217 urkundlich (Staatsarchiv Würzburg, Standbuch 169, 50) zuerst auftritt und mit Dietricus dapifer de Weczhusen, miles, 1346 urkundlich (a. a. O., Würzb. Lehnbuch 4, 7) mit dem Beinamen erscheint.  Die Stammreihe beginnt mit Theodoricus dapifer jun. 11. März 1289 urkundlich (a. a. O., Standbuch 179/II, 406); der fränkischen Reichsritterschaft, Kanton Baunach, zugehörig. - [Reichsfreiherr Wien 4. März 1676 (angeblich für die Brüder Joachim Ernst und Wolf Dietrich Truchseß von Wetzhausen)]; immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 12. Dez. 1816 auf Grund des durch Lehnbriefe nachgewiesenen Freiherrenstandes. - W. (Stammwappen): In Gold 2 von Rot und Silber in 2 Reihen zu 16 Plätzen geschachte Balken.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein gold-gekrönter rot-gekleideter wachsender Frauenrumpf mit dickem blonden Zopf zwischen 2 goldenen Büffelhörnern, mit je 2 von Rot und Silber geschachten Spangen.«  (S. 529, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Truchseß von Wetzhausen.  Fränkischer turniergenössischer Uradel, Reichsfreiherrenbrief vom Kaiser Friedrich III. 1442. - Die Familie blüht dermalen nur noch in den beiden unten aufgeführten Linien.  Aus dem erloschenen Zweige in Preußen war Martin Truchseß von Wetzhausen 1477-1489 Hochmeister. - Konrad Truchseß zu Wetzhausen (geb. 1176) erschien als Ritter auf dem dreizehnten Turnier zu Worms (1209); 1390 kündigte Dietz Truchseß Koburg den Krieg an; 1494 befehdete Philipp Truchseß von Bettenburg aus den Bischof zu Bamberg; 1393 errichtete Heinz Truchseß den ersten Burgfrieden über Wetzhausen; 1477 erscheint Martin Truchseß als der 31. Hochmeister des Deutschen Ordens; 1634 wurde Wetzhausen nach der nördlinger Schlacht verbrannt; 1657 war Wilhelm Heinrich Tr. Ritterhauptmann des Orts Baunach; 1644 kommt Veit Heinrich Tr. als kaiserl. General-Feldmarschall-Lieutenant über ein Regiment Cuirassiere vor.  Am 4. März 1676 erhielt Wolf Dietrich Truchseß ein Freiherrendiplom. - W. : in Gold zwei von Roth und Silber je in zwei Reihen zu sechzehn Plätzen geschachte Querbalken.  Aus dem gekrönten Helm mit roth-goldenen Decken wächst ein roth gekleideter und golden gekrönter Frauenrumpf mit goldenem Haar und links herabhängendem, geflochtenen dicken Zopfe zwischen zwei goldenen Büffelshörnern hervor, die je von zwei roth und silbern geschachten Spangen umgeben sind.«  (S. 863, Gotha. genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 9. Jg. 1859)


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