von Schönberg

(v. Sch.-Pötting, v. Sch.-Roth-Schönberg, Sch. von Bibran und Modlau)

Stammsitz Rothschönberg, ö. Nossen


New Wapenbuch 1605

Seiten 152, Nr. 12, 164, Nr. 1

Theatrum Saxonicum 1608

I, 54

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalten 1478, 1501, 1541, 1544, 1546, 1548, 1551; 2. Teil, Spalten 1039, 1783

Genealogische Adels-Historie

2. Teil, Seite 833-1080

Siebmachers großes Wappen-Buch, Supplemente 1753-1806

III, 1, Nr. 7

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 764

Diplomatische Nachrichten adelicher Familien

2. Teil, Seite 139-142

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 151

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 294

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1904-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1898-1942

Erbarmanschaft Wettinischer Lande

II, 266, 329

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 5, 13, 34, 111

Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Sachsen

Seite 317


»Schönberg (Schönberg-Pötting, Schönberg-Roth-Schönberg).  Evangelisch und katholisch. - Uradel, der (seiner Überlieferung nach aus dem thüringischen Osterlande eingewandert, wo zuerst Hugo de Schonenberc 1166-87 urkundlich erwähnt wird) in der Mark Meißen mit Sifridus de Schonenberc 28. März 1282 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und seine nachweisbare Stammreihe beginnt; dort hat das Geschlecht auch seinen ältesten Besitz in der Burg Schönberg, jetzt Roth-Schönberg, nordwestlich von Wilsdruff bei Dresden (Urk. des sächs. Haupt-Staatsarchivs Dresden von 1307). - W.: In Gold ein von Rot und Grün geteilter Löwe.  Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein roter Löwenrumpf. - Das Geschlecht hat sich Freiberg in Sachsen 26. Okt. 1675 zu einem Verein zusammengeschlossen und eine Geschlechtsordnung errichtet.«  (S. 479, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Schönberg.  Katholisch. - Uradel, der (seiner Überlieferung nach aus dem thüringischen Osterlande eingewandert ist, wo zuerst Hugo de Schonenberc 1166-87 urkundlich erwähnt wird) in der Mark Meißen mit Sifridus de Schonenberc 28. März 1282 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und seine nachweisbare Stammreihe beginnt; dort hat das Geschlecht auch seinen ältesten Besitz in der Burg Schönberg, jetzt Roth-Schönberg, nordwestlich von Wilsdruff bei Dresden (Urk. des sächs. Haupt-Staatsarchivs Dresden von 1307). - Königlich sächsischer Freiherr Dresden 18. Juni 1897 (für Ferdinand Kaspar Adolf Dam von Schönberg, nachdem derselbe bereits Dresden 15. Nov. 1893 die Königlich sächsische Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels in außerdeutschen Staaten erhalten hatte). - W. (Stammwappen): In Gold ein von Rot und Grün geteilter Löwe.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken ein roter Löwenrumpf. - Das Geschlecht hat sich Freiberg in Sachsen 26. Okt. 1675 zu einem Verein zusammengeschlossen und eine Geschlechtsordnung errichtet.«  (S. 463, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Schönberg und Schönberg-Pötting.  Evangelisch und katholisch. - Sachsen, Preußen, Österreich, Rußland, Schweden, Vereinigte Staaten von Nordamerika. - Meißnischer Uradel (mit gleichnamigem Stammhause, jetzt Schönburg, bei Naumburg an der Saale ?), der mit Sifridus de Schonenberc 28. März 1282 zuerst urkundlich erscheint. - W.: In Gold ein rot und grün geteilter Löwe.  Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken ein roter Löwenrumpf.«  (S. 735, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 5. Jg. 1904)

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»Schönberg.  Katholisch. - Meißnischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (jetzt Schönburg) bei Naumburg an der Saale, der mit Volkmar de Schonenberc 1166 zuerst urkundlich erscheint und vermutlich aus dem thüringischen Osterlande einwanderte; Königlich sächsischer Freiherr d. d. Dresden 18. Juni 1897 (für Ferdinand Kaspar Adolf Dam, nachdem derselbe bereits d. d. Dresden 15. Nov. 1898 die Königl. sächs. Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels in außerdeutschen Staaten erhalten hatte). - Besitz: Das Fideikommiß Hohburg (505,5 ha; seit 1891 bzw. 1899 im Bes. der Fam.) bei Wurzen und Nieder-Zwönitz (616,6 ha; seit 1473) im Erzgebirge. - Das Geschlecht hat sich Freiberg in Sachsen 26. Okt. 1675 zu einem Familienverbande zusammengeschlossen, eine Geschlechtsordnung errichtet und hält alle drei Jahre in Dresden (im Familienhause) Familientage ab. - W.: In Gold ein rot und grün geteilter Löwe.  Auf dem Helme mit rot-goldener Decke ein roter Löwenkopf mit Hals.«  (S. 714, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910)

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»Schönberg.  (Haus Thammenhain des Sachsenburger Zweiges.)  Katholisch. - Königreich Sachsen. - Meißnischer Uradel. - Königlich sächsischer Freiherrenstand d. d. Dresden 18. Juni 1897 (für Ferdinand Kaspar Adolf - s. unten -, nachdem derselbe bereits d. d. Dresden 15. Nov. 1893 die kön. sächs. Genehmigung zur Führung des Freiherrentitels in außerdeutschen Staaten erhalten hatte). - Besitz: die Fideikommiß- (früher Mannlehen-) Rittergüter Gelenau (150,78 Hekt.; seit 1533 Familienbesitz) und Niederzwönitz (600,36 Hekt.; seit 1473) im sächsischen Erzgebirge. - W.: in Gold ein rot und grün geteilter Löwe.  Auf dem Helm mit rotgoldener Decke ein roter Löwenkopf mit Hals. -

Das dem meißnischen Uradel angehörige Geschlecht tritt bereits zu Anfang des 14. Jahrhunderts mit reichem Güterbesitz auf.  Um die Mitte dieses Jahrhunderts teilt es sich in 3 Äste: den Schönberger, Purschensteiner und Zschochauer.  Der erstere verzweigte sich im 15. Jahrhundert in 4 Zweige, von denen gegenwärtig, nach erfolgtem Aussterben des Schönberger und des Stollberger Zweiges, noch die beiden Zweige Sachsenburg und Reinsberg blühen, von denen hier nur aus dem Sachsenburger Zweige das Haus Thammenhain in Betracht kommt.«  (S. 892, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 48. Jg. 1898)

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»Die von Schönberg seynd gleichfalls vhralter Ankunfft von sondern Thaten, vnd geleister Trewe jhrer Herrschafft, in diesen, vnd andern Landen berühmbt, Vnd zwar ist aus vieler bewerten Scribenten hinterlassenen Scriptis vnd alten Monumentis erweislichen, daß solche allbereit tempore Philippi Suevi, vnd Ottonis IV. Römischen Keysere, vnd Marggraff Diederichen von Meyssen, in diesen Landen bekandt, vnd in flore gewesen.  Jnmassen denn Heinrich von Schönberg im Thurnier zu Wormbs Anno 1209. gehalten, So wol auch Wolff Anno 1235. vnd denn Matthias Anno 1296. jhrer sondern Thaten halben angezogen werden, Jnbesondern werden zween Schönberge, Heinrich vnd Jacob, in der schweren Landesbeschedigungen Anno 1292. zwischen Alberto Marggraffen, als den Vater vnd seinen beyden Söhnen, Friderico vnd Ditzman, jhrer tapffern Thaten wegen, so sie von beyden Theilen dem jungen Fürsten, wider derer ansehnliche Feinde geleistet, vnd wie die Wort des Historici Garzonis in libello de rebus gestis Misniae & Libonotriae lauten, vor jhr Vaterland, jhrer natürlichen Fürsten Heil vnd Wolfahrt ritterlichen gestritten, Leib, Ehr vnd Gut, zugesetzet, höchst berühmbt.  Ob aber dieses adeliche Geschlechte eigentlichen aus Meyssen seine Ankunfft habe, wie es zwar der Nahme gibt, oder aus andern Landen anhero transferiret, ist vnbewust.  Stumphius zwar, auch Reinerus Reineccius, wollen vor gewis affirmiren, daß solche Familia aus Helvetia seine vrsprüngliche Ankunfft habe, Jnmassen auch des Orts ein fürnemes Haus Schönberg vnter Solothurn ligen, vnd nochmals in flore seyn soll, so durch dis Geschlecht bewohnet worden, vnd jetzo vnter andere Herrschafft vnd Geschlechte gerahten, vnd setzen dieses zum Beweis, daß vor langen vndencklichen Jahren, vnd als die Schweitzer sich frey, vnd vnter jhnen ein Verbündnis gemacht, vnd den Adel etwas hart drucken, vnd vnter jhr Joch zwingen wollen, gar viel Geschlechter auffgestanden, vnd in andere Lande sich nidergelassen.  Wollen auch diß daraus schliessen, daß des Geschlechts Name von dem altväterlichen Sitz vnd der Burg Schönberg herkomme, vnd das Wort an jhme selber, des Orts lustige schöne Gelegenheit anzeigen thut, Als denn dergleichen Name vnd Geschlechter viel, als Schönfelser, Schönfelder, Schönsteine, Schönwiese, vnd andere vnter dem Meyßnischen Adel noch zu befinden, Solche Meynung ich wol in seinem Werth vnd Vnwerth beruhen, vnd mir allerdinge nicht mißfallen lasse.

Einmal ist aber gewiß, daß auch in diesen Landen ein Haus Schönberg bekandt, so diß Geschlechte vorlengsten besessen, vnd nochmals im Gebrauche haben, dannenhero jhnen wol der Name vffs new erhoben, vnd verblieben, vnd ist allzu war, daß tempore Heinrici Saxonis, Aucupis cognomento, vnd nach der Vngerischen Schlacht vor Mersburg, viel newe Geschlechter vom Adel auffkommen, vnd von den Sitzen vnd Burgen, die sie erwehlet, vnd gebawet, oder sonsten aus Gnaden vberlassen, jhren Namen empfangen.

Dieses adelichen Geschlechts heroische Thaten anzuziehen, ist wol am bequemesten dero fürnembsten Häuser zur Hand zu nemen, Vnd zwar das Haus Schönberg anlangende, ist nicht ohne, daß aus solchem viel fürneme Heroes, vnd fast der jetzo noch lebenden Stamm entsprossen, welcher Tugenden vnd Thaten aber malitia temporis, oder wol aus Einfalt der Alten, auch Verheerunge der Lande vnd vieler fürnemen Bibliotheken vnuerzeichnet zu befinden.  Kan aber wol seyn, daß vorangezogene beyde Schönberge, Heinrich vnd Jacob, so Anno 1292. sich tapffer verhalten, vnd in sonderm Beruff gewesen, aus diesem vhralten jhrem Stamhaus entsprossen, vnd damals solches noch bewohnet haben mögen.

Das Haus Portenstein ist zwar auch eine ebene lange Zeit derer von Schönberg vhralter Sitz gewesen, Jnmassen denn in Chronicis zu befinden, daß bald mit angehendem Bergwerg zu Freyberg, so zuuorn ein Dorff gewesen, vnd Oberlaußnitz geheissen, die von Schönberg jhren Sitz dero Gegend gehabt, vnd allbereit bey den Marggraffen von Meyssen vnd Ottone Diviti Anno 1170. in Gnaden vnd flore gewesen.

Einmal aber ist gewiß, daß derselbe gantze Strich obig Freyberg, da jetzo die Häuser Porsten vnd Frawenstein gelegen, zur Kron Böhmen gehörig, vnd Porstenstein ein Böhmischer Herrenstand, vnd die von Starnberg, Frawenstein aber die Burggraffen von Meyssen, vnd Graffen von Hartenstein, auch solches hernacher die Vitzdomb besessen, biß daß solche wegen jhrer Rebellen abgetrieben, vnd durch die Landesfürsten endlichen selbsten behauptet, vnd dadurch Meyßnisch Lehn worden, von denen es hernacher vff die Schönberge kommen, die es auch von Anno 1400. biß dahero gerühig besessen.

Was für löbliche adeliche Personen diese beyde Häuser jederzeit gegeben, ist aus alten vnd newen Historien bekandt, vnd inbesondern wird von einem der jetzigen Vorfahren des Orts Herr Caspar von Schönberg Rittern zum Porstenstein dieses vermeldet, daß solcher bey Marggraff Wilhelm, so man Coclem den einäugichten genant, Anno 1369. in sonderm Ansehen gewesen, vnd jhme das Haus Frawenstein gewinnen helffen, auch dessen erster Burgvoigt daselbsten worden, solches vor der Böhmen Einfall zu verwahren.

Von diesem, zweiffels ohne, der Stam dieses Hauses hernacher biß zu vnserer Zeit propagirt, vnd allezeit der Name Caspar, biß anhero, in dieser Linea geblieben, ob wol derer Sipstamb vnd Genealogia aus Einfalt der alten Welt, allerdinge nicht verzeichnet zu befinden.

Zu vnserer Zeit ist aus diesem Hause Caspar von Schönberg auch Caspari Sohn seiner sondern Gottesfurcht, hoher Erfahrung vnd Ansehens bey hohen Potentaten in grossem Beruff gewesen, Denn er nicht allein dreyer Churfürsten, als Mauritij, Augusti, vnd Christiani Primi Raht, vnd Stadthalter zu Dreßden, besondern wenn die Herrschafft ausserhalb Landes verreiset, auch sonsten in derer Heer vnd Feldzügen zum meisten gewesen, vnd darneben auch von andern Fürsten des Reichs, zu deme er Legationsweise verschicket, hoch respectiret worden, Jst Anno 1589. zu Dreßden verstorben, vnd im Städtlein Sayla, in derer Vorfahren Begräbnis bestattet worden, Zwey Gemahl gehabt, vnd von der ersten vnd Andreas Pflugs zum Knauthayn seligen Tochter drey Söhne, Caspar, Bernhard, so vorm Vater, vnd Abraham, so Anno 1598. zu Kamick verstorben, vnd wiederumb vier Söhne, Caspar, Abraham, Augustus, vnd Hans Caspar, jetzo vff Pfaffenroda vnd Kamick / hinterlassen.  Von dem andern Weibe, vnd Heinrich von Bünaw vff Droissig Tochter, Frawen Barbara zween Söhne, Heinrichen, jetzo vffm Frawenstein, Churfürstlicher Sächsischer vornemer Raht vnd Oberberg-Heuptman der Ertzgebirge, einen tapffern ansehnlichen Man, vnd Casparn vffn Porstenstein gezeuget, verlassen.

Das Haus Reinsperg obig Meyssen, ist auch vor langen Jahren derer von Schönberg vhraltes Stamhaus gewesen, aus solchen denn kommen, Herr Caspar Ritter, so Anno 1420. in der Meyßner grossen Niderlage vor Aussig, wider die Hussiten Böhmen, mit zween Söhnen ritterlichen erlegt worden, vnd den jüngsten alleine daheimen gelassen, Herr Caspars Bruder Diederich auch den Ritterstand erlanget, Churfürst Friederichs des Andern, vnd Churfürst Ernesti Hoffmarschalch vnd Raht, so drey Söhne, Nicol, Hans vnd Antonium, hinterlassen, Der elteste Nicol in Italiam zeitlichen verschickt worden, seine wol angefangene Studia zu continuirn, Jnmassen denn von jhme beschehen, vnd im 21. Jahr seines Alters zu Bononia Doctor Juris Canonici, dann zu Florentz ein Prediger, vnd Dominicaner Münch, auch generalis Procurator ad S. Marcum daselbsten vnd zu Rom, Ferner Ertzbischoff zu Capua, vnd letzlichen des Römischen Stuels Cardinal, vnd Priester worden, vnd zu Rom Anno 1517. verstorben, wird deme von hohen Leuten sondere Encomia tribuirt, zu vielen Legationibus gezogen worden, Et quod ipsa Italia admirata sit ejus eloquentiam, Et quod fuerit vir sapientißimus, vaferrimus Disputator, & planè natura Italia imbutus.

Hans vnd Antonius vff Reinsperg sich vertheilet, vnd Hans zween Söhne, Caspar vnd Diederich, so beyde jhrer hohen fürtrefflichen Gaben wegen, zu bischofflichen Digniteten im Stifft Meyssen nach einander erhoben, Antonius den Stam förder propagirt, inmassen von deme noch lebenden Hans Caspar vff Reinsperg gute Hoffnung zugewarten.

Nicht minder seyn in grossem Beruff gewesen, Diederich vnd Johan von Schönberg, beyde Bischoffe zur Naumburg vnd Zeitz, Als denn auch Abt George von Grunheim, denn auch Abt Conrad zu alten Zella, beyde des Geschlechts von Schönberg, Vnd hat Fabricius observirt, daß aus keiner Meyßnischen Familia so viel Bischoffe vnd Praelaten, als aus diesen jemals genommen worden, daraus denn jhr hoher Verstand, Erfahrung vnd Geschickligkeit zu vernemen.  Haus Sachsenburg ist auch der eltesten eines, vnd mit denen zur Newensorge, Franckenberg vnd Limbach eines Stams.  Aus solchem Herr Caspar Ritter kommen, welcher Hertzog Alberto vnd dessen Söhnen Georgio vnd Heinrico von Sachsen, in Frieß vnd Niderland schwere Züge führen helffen, vnd sich aller örter tapffer vnd ritterlichen verhalten, vnd in derer aller, sondere Gnade vnd Ansehen gewesen, dessen in Messing abgegossenes Bild, in der Kirchen zu Dreben vnter Altenburg zu sehen.  Jtem Wolff von Schönberg zur Nawensorge, Oberhauptman vnd Stadthalter in Thüringen, welcher dreyer Churfürsten, Johan Friderichs, Mauricij, vnd Augusti Rath, vnd bey allen in sondern Gnaden gewesen, deme Churfürst Augustus nach seinem Tode dieses Encomium gegeben, Er an jhme einen manhafften vnd trewen Rath, auch fast einen Bruder verloren.

Allhier were auch billich, von Herr Caspar von Schönberg, der Cron Franckreich Feldmarschalch vff der Herrschafft Mantela, vnd dann dessen Bruder Hans Wolff von Schönberg vff Pulßnitz Obersten, vnd derer Söhne, inbesonder Herr Caspar von Schönbergs Churfürstlichen Sächs. Cammerrahts Tugenden, sondere hohe rühmliche Heldenthaten, Also wol auch von den andern der Schönberge Häusere, als Maxen, Glauschnitz, Langenleubbe, Börnichen, Schönaw, Hainichen, Heinersdorff, anzuziehen, vnd derer Besitzere löbliche Tugenden zu berühren, Weil aber zum theil solche noch am Leben, vnd mir von allen noch nicht satter Bericht einkommen, sol es mit genüglicher Ausführung zur andern Gelegenheit gesparet werden.  Der allmechtige Gott vermehre vnd erhalte dis adeliche Geschlecht zu seines Namens Ehren, Amen.«  (p. 54, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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