von Sahlhausen

(v. Sahlhaussen)

Stammsitz Saalhausen, sw. Oschatz


New Wapenbuch 1605

Seite 155, Nr. 15

Theatrum Saxonicum 1608

I, 105

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 186, 497, 1103, 1173

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1392

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1858-1942

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 138

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 266


»Sahlhaussen (Salhausen).  Katholisch. - Meißnischer Uradel, der 1348/49 im Lehnbuch des Markgrafen Friedrich des Ernsthaften zu Meißen urkundlich (Kop. 24, Fol. 34 im sächs. Hauptstaatsarchiv Dresden) erwähnt wird. - Böhmischer alter Herrenstand (Freiherrenstand) mit Wappenbesserung Wien 18. März 1662 (für Gottfried Konstantin von Salhausen); ungarisches Indigenat 1816; ungarischer Baron Wien 25. Febr. 1836 (für Leopold Freiherrn von Sahlhaussen, K. K. Kämmerer und Gen.-Wachtmeister a. D.). - W. (1162): Gev.; 1 und 4 in Gold der abgerissene Kopf samt Hals eines linksgekehrten roten Drachen, aus dessen Genick ein rechtsgekehrter schwarzer Mohrenkopf hervorsieht (Stammwappen), 2 und 3 von Blau und Silber 8mal geteilt.  2 Helme mit rechts blau-silbernen, links rot-goldenen Decken; auf dem rechten der Drachenkopf, von einem rot-gefiederten goldenen Pfeil durchbohrt, auf dem linken gekrönten ein mit Hermelin gestulpter blauer Turnierhut mit goldenem Knopf, besteckt mit 8 abwechselnd silbernen und blauen Straußenfedern.«  (S. 440, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Sallhausen.  Jst auch vor Alters ein ansehnliches Meyßnisch Geschlecht gewesen, Arte & Marte nobilitirt, vnd zwar auch nachmals, Jnmassen denn kein Thurnier oder Ritterspiel gehalten werden können, da sich die von Sallhausen darbey nicht finden lassen, wie denn Frantz im 4. Heinrich im 5. Werner im 17. benennet worden.

Vor dessen vnd vmb das Jahr 1487. ist aus diesem adelichen Geschlechte, einer Johann von Sallhausen Bischoff zu Meyssen worden, so viel Vnlust von dem römischen Hoff, vnd darneben grosse Widerwertigkeit von seinen eigenen Canonicis, als auch etlichen vom Adel, vnd Graff Alexander von Leißnick, Jtem, denen von Kittlitze vnd Köckeritze gehabt, Jedoch jhn der Allmechtige aus allen liberirt, vnd ist ein ansehnlicher, kluger vnd beredter Herr gewesen, so sich vff alle Fälle wol vorgesehen, vnd viel gutes dem Stifft bewiesen, auch einen trefflichen Schatz gesamlet, damit er denn seine Freunde bedacht, An der Kirchen zu Wurtzen hat er ein schön Stück, denn das Schlos fast gar new gebawet, hat die Bäpstischen Jrrthumb zum theil abgeschaffet, vnd offtmals gesaget, wenn ich die Bibel durchlese, finde ich viel eine andere Religion, denn die wir in Stifften vnd Clöstern gebrauchen.

Von dem Betrieger vnd Geldschinder Johann Tetzel hat er offtmals jocosè pflegen zu sagen, Es der letzte Ablaskrämer seyn werde, dann er mit den Sachen gantz vnuerschampt vmbgehen thete.

Jtem von denen, so Geldt eingeleget, gesagt, daß solche Völcklein gar verblendet, dieweil sie Geldt in den Kasten einlegten, darzu sie keine Schlüssel hetten.

An seinem Hoff keinen Münch erleiden können, von denen er vielfeltig gesagt, Es were kein wildes Thier so grewlich, denn diß so aus einer Kutten sehen thete.

Daraus denn seine Weisheit, vnd Dexteritas in Religione zu vermuten, ligt zu Wurtzen neben dem Tauffstein begraben.

Zu vnserer Zeit seynd die Sallhausen zu Pentzen an der Böhmischen Grentze beruffen, Jtem Melchior von Sallhausen zu Tzwetta.«  (p. 105, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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