von Römer (1470)


New Wappenbuch 1605

Seiten 149, Nr. 15; 165, Nr. 13

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1348

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 161, 162, 879, 1023; 2. Teil, Seiten 145, 447, 470, 601; 3. Teil, Seiten 110, 306, 875, 993, 1170, 1211

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 134

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

1879, 508; 1883, 450; 1894, 430

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 257

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 9, 122


»von Römer.  Lutherisch. - Königreich Sachsen und in den sächs. Herzogthümern. - Reichsadelsstand: 3. Febr. 1470 - Besitz: das Familienstiftungsgut Altschönfels bei Zwickau, sowie die Rittergüter Löthain bei Meißen, Neumark bei Reichenbach, Untersteinpleiße bei Werdau und Wohlhausen bei Markneukirchen im Königreich Sachsen, endlich Janisrode und Nausitz in Thüringen.

Wappen: In von Gold und Schwarz getheiltem Schilde zwei in Andreaskreuzform gelegte Pilger- (Römer-) stäbe mit den Spitzen nach unten gekehrt, in verwechselten Farben. - Kleinod: goldener Stulphut, in welchem zwei schwarze kreuzweise gelegte Römerstäbe stecken, die wieder mit je einem Busch von goldenen Hahnfedern besteckt sind. - Decken: schwarz-golden.

Diese Familie erscheint anfangs des 15. Jahrhunderts in Zwickau, woselbst ein Martin Römer durch die schneeberger Silberbergwerke zu großem Reichthum gelangte und bedeutende Handelsbeziehungen durch ganz Europa hatte.  Reiche Stiftungen für Kirche, Stadt und seine Familie haben ihm ein bleibendes Andenken bewahrt.  Er erwarb in Zwickau selbst, sowie in der Umgegend der Stadt, großen Grundbesitz, unter andern die Güter Steinpleiße, Weißenbrunn, Leubnitz, Marienthal, Neumark, Albertsdorf &c., die zum Theil lange im Besitz der Familie blieben, resp. noch sind.  Infolge seiner hervorragenden Stellung wurde er kurfürstl. sächs. Hauptmann zu Zwickau und Werdau und nebst seinem Bruder Nikol am 3. Febr. 1470 in den Reichsadelsstand erhoben, wobei er sein bisher geführtes Wappen beibehielt, nur daß die Farben in Gold und Schwarz, statt wie bisher Gold und Blau, umgeändert wurden.  Im J. 1473 machte er im Gefolge Herzog Albrecht des Beherzten die Wallfahrt nach Palästina mit und wurde am Heiligen Grabe zum Ritter geschlagen.  Er starb zu Zwickau am 5. April 1483 und hinterließ von seiner Gattin Katharina, Tochter des Rathsherrn Hans Trettwein zu Zwickau (+ 1516) keine Kinder, weshalb seine Güter auf seinen Bruder Nikol Römer (+ 7. Nov. 1493) übergingen, welcher durch seine 5 Söhne Hans, Peter, Georg, Wolf und Martin der Stammvater aller später auftretenden von Römer wurde.  Von diesen Söhnen hatten der zweite Peter (+ 1503) als Meßpriester zu Zwickau und Georg keine Nachkommen, während die Hansens (+ 1502) Ende des 18. Jahrh. ausstarben und nur die von Wolf und Martin gestifteten Linien in verschiedenen Branchen noch heutigen Tages fortblühen.«  (S. 508, Genealog. Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, 4. Jahrgang, 1879)


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