Herren Reuß

(älterer und jüngerer Linie, R.-Gera, R.-Greiz, R.-Köstritz, R.-Schleiz,
Vögte von Weida, Burggrafen von Meißen, Edle Herren von Plauen)


New Wapenbuch 1605

Seite 19, Nr. 2

Theatrum Saxonicum 1608

I, 257

Die Durchläuchtige Welt, 1710

2. Teil, Seite 131-150

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

2. Teil, Seite 163

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

2. Teil, Spalte 1732

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1762, 337; 1804, II, 368; 1811, I, 142

Gothaischer Genealogischer Hofkalender

1781-1942

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nrn. 537, 683

Uebersicht der deutschen Reichsstandschafts- und Territorial-Verhältnisse, 1830

Seite 51

Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Bayern

XVI, 16

Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels

II, 32

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 131

Regenten-Tabellen, 1906

Seite 179

Europäische Stammtafeln

I, Tafel 163-174

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 1, 14, 33, 42, 70, 85, 100, 124

Spezialliteratur:  Chronik des Fürstlichen Hauses der Reussen von Plauen.  Von Friedrich Majer.  Weimar, 1811


»Haus Reuß.  Lutherisch. - Stammvater: Erkenbert Herr von Weida (vorm. Sachsen-Weimar, an Meißen verkauft 1410), urkundlich 1122 Dienstmann im Gefolge Alberts, Grafen von Everstein; Vögte des Reichs (advocati imperii) in Weida, Gera und Plauen (Plauen, Sachsen, an Kursachsen verpfändet und als nicht eingelöst verfallen 1569) durch Kaiser Heinrich VI. (zu dessen Ehren alle männlichen Nachkommen Heinrich heißen sollen); Erwerbung von Schleiz (Slowicz, Slewitz) zwischen 1289 und 1317, von Lobenstein (Lobinstein) 1278; Heinrich der J., Vogt von Plauen, 1276-92, vermählt mit Jutta Gräfin von Schwarzburg-Blankenburg, führte seit 1289 als Schwiegersohn der Sophie, Tochter des Königs Daniel von Galizien, + 1264, den Beinamen „der Russe“ (Reuß, Ruthenus); Burggraf von Meißen mit Stimme im Reichsfürstenrat 21. Juli 1426-1572; Erwerbung von Kranichfeld (1615 an Sachsen veräußert) 1451; Besitzteilung zwischen des Heinrich Reuß des Jüngeren, Edlen Herrn zu Greiz und Kranichfeld, + 1535, drei Söhnen, die in den Besitz von Gera gelangten (1562) und von denen der älteste und der jüngste die folgenden Linien stifteten, 1564. - W. (Stammwappen): In Schwarz ein rot-gekrönter und -bewehrter goldener Löwe.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein von Silber und Schwarz gespaltener Brackenrumpf. -

Ältere Linie.  (Im Mannesstamme erloschen).  Stammvater: Heinrich Reuß der Ältere, Edler Herr von Plauen zu Untergreiz, * 1506, + 22. März 1572. - Erbfolgeordnung 1668 und 1681; Reichsgraf Eger 26. Aug. 1673; Beginn der fortlaufenden Zahlbezeichnung sämtlicher Heinriche der Reußen zu Greiz 1693; Reichsfürst Brandeis 12. Mai 1778; Thronverzicht 11. Nov. 1918; mit Heinrich XXIV. Ältere Linie, Fürsten Reuß usw., * Greiz 20. März 1878, + daselbst 13. Okt. 1927 (Sohn des Heinrich XXII.) ist diese Linie im Mannesstamme erloschen. -

Jüngere Linie.  Stammvater: Heinrich Reuß der Jüngere, Herr von Plauen zu Gera, * 29. Dez. 1530, + 6. April 1572. - Ererbung von Lobenstein und Schleiz mit dem Aussterben der ältesten (ehem. Burggräfl. meißnischen) Linie von Plauen 1572 und der mittleren reußischen Linie 1616; Abzweigung der (1802 erloschenen) Linie Gera mit dem ältesten Sohne Heinrichs des Nachgeborenen (Posthumus), der ein Sohn Heinrichs des Jüngeren war, 1635; Reichsgraf Eger 26. Aug. 1673; Einführung des Erstgeburtsrechtes und Errichtung des Paragiums Köstritz 1690; die folgenden Äste stammen von zwei Söhnen des Grafen Heinrich I. Reuß J. L. zu Schleiz, * 26. März 1639, + 18. März 1692; Thronverzicht 10. Nov. 1918. - Durch Beschluß des Familienrates vom 5. Juni 1930 fällt der Zusatz „J.L.“ im Hausnamen Reuß in Zukunft fort.«  (S. 85 & 86, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 179. Jg. 1942)

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»Meissen, Burggrafen.  Dieses Geschlecht, welches mit denen Herren Grafen Reuß, eines Ursprungs war, und in der Person des siebenden Burggrafens Heinrich 1572 erlosch, führte drey Schilde neben einander, von denen der mittelste der größeste war, und im goldenen Felde ein schwarzes Andreaskreuz, auf dem gekrönten Helm aber ein achtecktes, mit dem Wapenbilde belegtes, und an jeder Ecke mit drey Pfauenfedern besetztes Schirmbrett zeigte.  Helmdecken golden und schwarz.  Dieses war der Burggräfliche Meissensche Schild.  Der kleine Schild zur Rechten war der Regalien-Schild, roth und ohne Bild, und auf dem gekrönten Helm wuchs eine Jungfrau zwischen zwey rothen Adlersflügeln auf, welche sie mit den ausgebreiteten Händen hielte.  Helmdecken silbern und roth.  Der kleine Schild zur Linken zeigte im schwarzen Felde das Reußische Wapenbild, den gekrönten goldenen Löwen, und auf dem gekrönten Helm den Bracken, der hier rechts gekehrt, aufwachsend, und von Silber und schwarz, (in Speners Beschreibung steht von schwarz und Silber) der Länge nach getheilt ist.  Helmdecken silbern und schwarz.

Daß die Jungfrau einen Rautenkranz um den Kopf haben müße, ergiebt sich nicht aus Speners Beschreibung, wol aber aus den hinzugefügten Versen, die M. C. W. F. 1573 verfertiget, nach welchen der Regalien-Schild mehr als eine Tinktur haben sollte, welches Letztere ich jedoch unrichtig halte.

Spener in Hist. Insign. p. 319 und 326, auch Tab. 12.  Fürstens W. B. 2. Th. S. 13. n. 6. Burggr. Meysen, woselbst aber allein der größere Schild zu sehen, und das Schirmbrett auf jeder Ecke nur mit einer Pfauenfeder besteckt ist.«  (Nr. 537, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)


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