die von Rathenow

Stammsitz Rathenow, nw. Brandenburg


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1801

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

VII, 351

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1904-1939

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 122, 126


»Rathenow.  Evangelisch. - Märkischer Uradel, von der jetzigen Stadt Rathenow den Namen herleitend, der mit dominus Nicolaus de Rathenowe, Burgmann auf der Markgräflichen Burg Rathenow, im Mai 1276 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brand. Band I, 124) zuerst erscheint und früh in 2 (Wappenvarianten führenden) Stämmen auftritt, deren Stammväter Claus und Fritz 1398 als Landstände und Vasallen des Grafen Ulrich und der Gräfin Günther von Lindow, dem Markgrafen Jobst von Brandenburg Heeresfolge leisten (s. a. a. O. Band IV, 80).

Stamm A (Plaenitz).  Stammvater: Claus, 1396. - W.: In Rot ein schrägliegender natürlicher Weinstamm mit einer Traube und 2 Blättern nach oben, 2 Trauben und einem Blatt nach unten.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rot-gekleidete Jungfrau, mit grünem Kranze auf dem Haupte, in der Rechten eine Hacke (Karst) über der Schulter haltend.

Stamm B (Pinnow).  Stammvater: Fritz, 1398. - W.: Im von Silber über Rot geteilten Schilde der schrägliegende Weinstamm, um den sich eine Weinrebe mit 2 Blättern, das eine im silbernen, das andere im roten Felde, schlingt.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rot-gekleidete Jungfrau mit silbernem Hute, in der Linken ein Netz an einem Stock (Fischkescher) haltend.«  (S. 438 & 439, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

»Rathenow.  Evangelisch. - Preußen (Brandenburg). - Märkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause (der jetzigen Stadt), der mit Ritter Nicolas de Rathenowe, Burgmann auf der Markgräflichen Burg Rathenow, Mai 1276 zuerst urkundlich (Riedel, Cod. dip. Brand. B. 1, 124, wo er in einem Grenzvertrag zwischen den Markgrafen Otto und Konrad von Brandenburg und dem Erzbischofe von Magdeburg als „dominus“ bezeichnet wird) erscheint.

A. Stamm Plänitz.  W.: In Rot ein schrägliegender natürlicher Weinstamm mit einer Traube und zwei Blättern nach oben, zwei Trauben und einem Blatt nach unten.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine rotgekleidete Jungfrau, auf dem Haupte einen grünen Kranz, mit der Rechten eine Sense über der Schulter haltend.

B. Stamm Pinnow.  W.: Im Silber über Rot geteilten Schilde der schrägliegende Weinstamm, um den sich eine Weinrebe mit zwei Blättern, eins im silbernen, eins im roten Felde, schlingt.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken die rotgekleidete Jungfrau mit weißem Hut, in der Linken ein Netz an einem Stock haltend.«  (S. 698 & 699, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 5. Jg. 1904)


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