von Queis


Hellbachs Adels-Lexikon

II, 271

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

VII, 299

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1904-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 11, 122


»Queis.  Evangelisch. - Preußen (Ostpreußen). - Brandenburgischer Uradel (vornehmlich um Beeskow) der mit einem gegen einen litauischen Hauptmann zu Felde ziehenden Queis 1319 und Dyprand Quys, Zeugen in einer Urkunde des Rates von Beeskow, 1372 zuerst urkundlich erscheint, Hans Queis wird 1410 im Sold- und Schadenbuche des Ordens genannt, während Heinrich Queitz 1455 und die Brüder Christoph, Nickel, Titzbrandt und Bernhardt Queiß 1488 urkundlich im Dienste des Ordens auftreten.  Der noch blühende Stamm wandert 1577 aus der Mark nach Preußen. - W.: In Silber drei rote Balken, begleitet von zehn (4, 3, 2, 1) schwarzen Straußenfedern.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken drei lange, spitze grüne Blätter zwischen zwei mit drei roten Balken belegten und außen mit fünf abwechselnd roten und silbernen Straußenfedern besteckten silbernen Büffelhörnern.«  (S. 682, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 5. Jg. 1904)

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»Queiss, Queis, Queist (in Blau zehn, 4, 3, 2 und 1, weisse Straussfedern, nach einem Siegel des Heinrich Q. von 1528 zehn Mauersteine und nach einem anderen Siegel des Andreas Q. von 1553 zehn Blätter).  Altes Adelsgeschlecht der Mark Brandenburg, welches bereits um die Mitte des 15. Jahrh. zu Friedersdorf, Görsdorf und Kummersdorf unweit Beeskow, so wie zu Stahnsdorf bei Teltow sass.  Ein gleichnamiges Dorf liegt in der Provinz Sachsen unweit Delitzsch.  Im 17. und 18. Jahrh. wurde die Familie in Ostpreussen ansehnlich begütert und Lackmedien, Gr. Baumgarten, Adamsheide u. s. w. waren alte Besitzungen.  Julius Dietrich v. Queis, welcher sich im siebenjährigen Kriege sehr ausgezeichnet und bei Collin und Leuthen verwundet worden war, starb 1769 zu Stettin als k. preuss. Generalmajor und Chef eines Infanterieregiments. - In neuerer Zeit hat der Stamm an Sprossen abgenommen, doch war nach Rauer noch 1857 Julius Eberhard Friedrich v. Queis, k. preuss. Landrath und Landschaftsrath, Herr auf Wossau im Kr. Rastenburg.«  (S. 299, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, 7. Band, 1867)

»Queist.  Eine preußische Familie, von welcher wenigstens in der Mitte des 18ten Jahrhund. sich einige am preußischen Hofe befanden.  Ranfts geneal. histor. Nachricht. XIX. Th. 634.  Zedler, XXX. 174.«  (S. 271, Hellbach, Adels-Lexikon, 2. Band, 1826)


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