von Ponickau

Stammsitz Ponickau, s. Ortrand


New Wapenbuch 1605

Seite 154, Nr. 11

Theatrum Saxonicum 1608

I, 128

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1218

Hellbachs Adels-Lexikon

II, 249

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

VII, 212

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 245

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1907-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1871-1938

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 117, 119


»Ponickau.  Im Mannesstamme erloschen.  Evangelisch. - Oberlausitzer Uradel, der mit Witego de Punickow, miles, im November 1308 urkundlich (vgl. Knothe, Gesch. des Oberlaus. Adels, S. 423) zuerst erscheint und die Stammreihe beginnt. - Bayerische Anerkennung des Freiherrenstandes 20. (immatrikuliert 25.) Sept. 1815 (für Christoph Friedrich von Ponickau, Herrn auf Osterberg, Kgl. bayer. Km.); ehemals erblicher Reichsrat der Krone Bayern in Verbindung mit dem Familienfideikommiß, bestehend aus Osterberg (seit 1816 im Bes. der Fam.), und Nieder-Raunau bei Krumbach (erworben 1850, zus. 647 ha); Kr. Schwaben und Neuburg. - W. (Stammwappen): Gespalten und in 4 Reihen abwechselnd von Rot und Silber geteilt.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein oben mit drei grünen Lorbeerblättern besteckter goldener Doppelpokal.«  (S. 391, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 88. Jg. 1938)

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»Ponickau.  Im Mannesstamme erloschen.  Evangelisch. - Oberlausitzer Uradel, der mit Witho de Punickow, miles, Zeugen in einer Urkunde des Klosters Marienstern bei Kamenz, im November 1308 zuerst urkundlich erscheint; bayerische Anerkennung des Freiherrenstandes 20. (immatrikuliert 25.) Sept. 1815; erblicher Reichsrat der Krone Bayern in Verbindung mit dem Familienfideikommiß, bestehend aus Osterberg (seit 1816 im Bes. der Fam.), Kr. Schwaben und Neuburg, (dem Kloster) St. Mang in Füssen (erworben 1839), Hopferau (erworben 1846), Nieder-Raunau bei Krumbach (erworben 1850) und Nieder-Ried (erworben 1857), beide bei Füssen. - W.: Gespalten und abwechselnd von Rot und Silber in 4 Reihen geteilt.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silberner Decke ein oben mit 3 grünen Lorbeerblättern besteckter goldener Pokal.«  (S. 577, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910 [neue Wappenbeschreibung])

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»Ponickau.  Evangelisch und katholisch. - Oberlausitzer Uradel, der mit Witho de Punickow, miles, Zeugen in einer Urkunde des Klosters Marienstern bei Kamenz, im November 1308 zuerst urkundlich erscheint. - W.: Gespalten und von Rot und Silber abwechselnd in vier Reihen geteilt.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein oben mit drei grünen Sittichfedern besteckter goldener Doppelpokal.«  (S. 608, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Uradeligen Häuser, 8. Jg. 1907)

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»Ponickau.  Protestantisch. - Bayern. - Freiherr bestät. in Bayern 20. Sept. 1815. - W.: von Roth und Silber gespalten und viermal mit gewechselten Farben quer getheilt.  Der nicht gekrönte Helm mit rothsilbernen Decken trägt eine goldene Scheuer (Doppelbecher), aus der oben drei grüne Lorbeerblätter hervorstehen.

Ein sehr altes sächsisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammhause bei Ortrand im Meißen’schen, das schon unter dem slavischen Heerführer Lecho in Polen und Böhmen bekannt gewesen sein soll.  Das Gut Ponickau ist später an die Herren von Pohlenz gekommen.  In Preuß.-Schlesien hatte sich zu Ende des vorigen Jahrhunderts ein Familienzweig niedergelassen, der das Rittergut Ketschdorf im Kreise Schönau erwarb.  Ein anderer Zweig, der hier besonders in Rede kommende, wandte sich nach Bayern, wo derselbe, in Folge der Erwerbung der vormals reichsritterschaftlichen Herrschaft Osterberg im obern Donaukreise, s. d. 20. Sept. 1815 als freiherrlich anerkannt wurde.  Die Familie von Ponickau hat auch s. d. 24. Aug. 1745 vom Kurfürsten Maximilian Joseph von Bayern, als Reichsvicar, ein Rechsgrafendiplom erhalten, von dem aber kein Gebrauch gemacht zu sein scheint.«  (S. 509, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 21. Jg. 1871)

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»Ponickaw.  Seynd jhrer Ankunfft Oberlaußnitzer, vnd Sechs Städter inmassen derer daselbsten zur Elster, Britzke vnd andern gesessen, Vor vnserer Zeit ist George von Ponickaw, Königs Matthiae in Vngern Hoffstallmeister im Beruff gewesen.  Jetziger Zeit aber vnd bey Mannes gedencken, dieser örter Herr Hans von Ponickaw, Churf. vnd Hertzog Johann Friederichs, als auch Maurittij vnd Augusti, Raht, vnd Cammerer, vff Pombsen, seiner sondern vnd hohen Weisheit vnd Erfahrung wegen, nochmals berühmbt, So von seinem Weibe einer von Holdin, aus dem Hause Kreischaw, sechs Söhne,

1.  Hans Georgen, jetzo vff Pombsen, ein ansehnlicher Mann, so fast alle Hoff Empter verdienet, dann er erstlichen Hauptmann der Empter Torgaw, Liebenwerdaw, Mülberg, vnd Schlieben, Dann Churfürstlicher Sächsischer Hoffmarschalch, vnd Stallmeister zu Dreßden, vnd jetzo die Empter Eilenburg vnd Grimb verwalten thut, Keine Erben von der Pflügin, aus dem Hause Zabeltitz bißanhero erzeuget.

2.  3.  Dauid vnd Rudolph, so wol geheyrahtet, aber auch keine Erben gelassen.

4.  Jnmassen Tobias vff Kreischaw vnuerehlichet.

5.  Loth vff Kriebenstein zween Söhne verlassen.

6.  Ernst ingleichen zween Söhne, so den Stamb, durch Gottes Segen, propagirt, vnd förder dieser örter erhalten.

Befreunden sich ihrer Ahnen wegen, von Vater,  mit den Carlowitzen zu Hermßdorff, Pflügen zu Strehla, dem Herrn Kolowradten in Böhmen, denen von Würtzburg, Schönfelde zu Löbnitz, vnd den Polentzen.  Jhrer Mutter wegen, mit den Honspergern zu Clöden, Schönbergen zu Rensperg, Lüttichawen zu Kmelen, denen von Kauffungen, Maltitzen zu Dippoldiswalde, Pflügen zu Strehla, vnd Schönbergen zu Porstenstein.  Jngleichen seynd nochmals jetzo die Ponickaw zu Groitzsch, vnter Eilenburg, vnd Caspar von Ponickaw beruffen.«  (p. 128, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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