von Poellnitz

(v. Pölnitz)

Stammsitz Oberpöllnitz, nö. Triptis
(eines Stammes mit denen von Metzsch; vgl. auch das Wappen der von Brühl)


New Wapenbuch 1605

Seite 173, Nr. 6

Erneuert- und Vermehrtes Wappen-Buch 1703

V, 90, Nr. 1; V, 139, Nr. 10

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1658

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 763-792; 3. Teil, Seiten 19, 571, 763, 928, 943

Siebmachers großes Wappen-Buch, Supplemente 1753-1806

III, 4, Nr. 5

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nrn. 629, 630

Diplomatische Nachrichten adelicher Familien

2. Teil, Seite 119-126

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

VII, 195

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 239

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1857-1942

Genealogisches Handbuch des in Bayern immatrikulierten Adels

I, VII

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 38, 69


»Poellnitz.  Vogtländischer Uradel, der mit Gotscalcus de Polnicz 29. Dez. 1238 urkundlich (Orig. im sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden, Nr. 350) zuerst erscheint und mit Hanns von Pollnitz (Hanß von Polnicz, Jon von Polnitz), Herrn auf Schwarzbach bei Triptis, 1460, die Stammreihe beginnt; der fränkischen und oberrheinischen Reichsritterschaft zugehörig.  Die Stammburgen Ober- und Nieder-Pöllnitz sowie die Orte Mittel-, Buch-, Stein- und Mühlenpöllnitz liegen zwischen Weida und Triptis, Thüringen. - W.: In Silber ein blauer Sparren.  Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken 2 von Blau und Silber geteilte Büffelhörner.«  (S. 406, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Poellnitz (Pölnitz).  Thüringisch-vogtländischer Uradel, der mit Gotscalcus de Polnicz 1238 zuerst urkundlich erscheint, während die Stammreihe mit Hans von Poellnitz, + vor 1487, beginnt.  Die Stammburgen Ober- und Nieder-Pöllnitz sowie die Orte Mittel-, Buch-, Stein- und Mühlenpöllnitz liegen zwischen Weida und Triptis, Großherzogtum Sachsen.  Die jetzigen Freiherrlichen Linien Aschbach und Frankenberg immatrikuliert im XVII. und XVIII. Jahrhundert bei der Reichsritterschaft in Franken, Kantone Steigerwald, Gebürg und Odenwald. -

A. Erstes Haus (Poellnitz).  W.: Geviert mit gekröntem silbernen Herzschild, darin ein blauer Sparren (Stammwappen); 1 und 4 in Rot ein einwärts gekehrter, zweischwänziger goldener Löwe; 2 und 3 in Rot ein goldenes Krückenkreuz.  5perlige Krone und 3 gekrönte Helme mit rechts rot-goldenen, links blau-silbernen Decken.  Auf dem rechten ein golden gekrönter und bewehrter schwarzer Doppeladler; auf dem mittleren 2 von Blau und Silber abwechselnd geteilte Büffelhörner und auf dem 3. Helm ein eiserner Korb, aus dem Flammen emporlodern.  Schildhalter: 2 goldene Löwen.  Wahlspruch: Ein Gott, ein Herr. - Ältere Genealogie im Jahrgang 1862, S. 581. -

B. Haus Aschbach (Pölnitz).  (Katholisch).  Reichsfreiherrenstand d. d. Wien 9. Febr. 1670; kurbrandenburgische Anerkennung 14. Febr. 1676; immatrikuliert im Königreich Bayern bei der Freiherrenklasse 22. Juli 1812.  Die Schreibart „Pölnitz“ durch Allerhöchste Entschließung d. d. München 4. April 1885 bestätigt. - Besitz: Das durch Testament des Freiherrn Hieronymus Christoph vom 10. Dez. 1692 errichtete Kondominats-Fideikommiß Aschbach (seit 25. Nov. 1611) und Hundshaupten (seit 14. Sept. 1661), Oberfranken. - W.: Geviert mit gekröntem silbernen Herzschild, darin ein blauer Sparren (Stammwappen).  Im 1. und 4. mit 7 goldenen Schindeln bestreuten roten Feld ein einwärts gekehrter, gekrönter goldener Löwe; 2 und 3 in Rot ein silbernes Ankerkreuz.  3 gekrönte Helme.  Auf dem rechten mit rot-goldener Decke ein golden gekrönter und bewehrter schwarzer Doppeladler; auf dem mittleren mit blau-silberner Decke 2 Büffelhörner, das rechte blau mit einem silbernen, das linke silbern mit einem blauen Balken belegt; auf dem linken Helm mit rot-silberner Decke ein strohgeflochtener Korb, aus dem Flammen emporschlagen.«  (S. 572 & 575, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910)

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»Poellnitz (Pölnitz).  Lutherisch, anglikanisch und katholisch. - Bayern und Preußen. - Vogtländischer Uradel der Reichsritterschaft in Franken und am Oberrhein, der mit Gotscalcus von Polnicz 1238 zuerst urkundlich erwähnt wird. - W.: In Silber ein blauer Sparren.  Auf dem Helme mit blau-silberner Decke zwei von Blau und Silber geteilte Büffelhörner.«  (S. 695, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Das grosse Alterthum dieser vornehmen Familie hingegen erhellet nicht nur aus der Simplicité des Wappens, sondern auch vornehmlich aus der Endigung des Nahmens, so nach der bewährtesten Geschicht-Schreiber Zeugniß, ohnstreitig von denen alten Sorben, Obotriten und Henetis herstammet, die Carolus Magnus, als er die vornehmsten von denen bezwungenen Sachsen mit sich nach Franckreich geführet, wegen ihrer grossen Verdienste, mit gewissen Güthern begnadiget, welche noch heut zu Tage ihre Sorabische Benennung behalten, und von diesen Illustren Geschlechtern, e. g. Beulwitz, Maltitz, Miltitz, Somnitz, Seidewitz, Feilitzsch &c. auch die Pöllnitzischen Geschlechts-Häuser und Stamm-Güther in Sachsen, als bereits obgedacht, Ober-Pöllnitz, Mittel-Pöllnitz, Nieder-Pöllnitz, ihrem Alterthum ein ohnwiedersprechliches Zeugniß geben.  vide Hermann. Conring. Opus de finibus Imperii Germanici Lib. I. Cap. 4. p. 16.  Martin Pfündel. in Analect. de Origine, Patria & dignitatibus nobilium a Feilitsch.  Wiewohl im geringsten nun nicht zu zweiffeln, daß dieses nicht solte der Anfang und Ursprung gedachten vornehmen Geschlechts seyn, so ist doch bey der Familie vor eine gewisse Wahrheit geglaubet und beybehalten, auch von denen Eltern auf die Kinder gleichsam per traducem fortgepflanzet worden, daß das Pöllnitzische Geschlechte unter Käyser Henrico Aucupe, also in dem 10den Seculo seinen Anfang genommen, indem dieser Käyser alle diejenigen, welche in denen Schlachten wider die Hunnen und Vandaler etwas rühmliches und ritterliches verrichtet, geadelt hätte, deren Nahmen noch in den Kayserl. Archiv, und unter solchen in specie das Geschlecht derer von Pöllnitz aufgeschrieben zu finden wäre, und hätten diese neugeadelte ihre Geschlechts-Wappen bekommen, entweder von ihren Professionen derer sie vorhero zugethan, oder von denen Oerten, da sie her gewesen, oder von denen Dörffern, die sie bekommen, wie denn die Terminatio, item das Kennzeichen der Sorbischen und Wendischen Benennung und dergleichen Geschlechter und Dörffer gar viel im Oster- und Voigt-Lande wären.  Welches denn auch oballegirten Pfündels Meynung am conformsten.  So hat auch der An. 1680 verstorbene Herr Hans Christoph von Pöllnitz auf Gosen &c. dieses vor so wahr zu seyn versichert, daß es gar keiner Contradiction oder Zweiffel unterworffen wäre.  Es sey nun der Origio dieser oder jener, so ist das Alterthum dieser Familie klar genung, und mag überhaupt hiernächst die Gleichheit derer Wappen beyder Geschlechte von Pöllnitz und Metsch zu obgedachter Tradition Gelegenheit gegeben haben.«  (S. 768, Genealogische Adels-Historie, 1. Teil, 1727)


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