Pflugk

(von Pfl., v. Pfl.-Harttung, Pflug)


New Wapenbuch 1605

Seite 153, Nr. 2

Theatrum Saxonicum 1608

I, 59

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 120, 129, 138, 162, 167, 168, 185, 274, 302, 303, 305, 306, 452, 458, 459, 497, 498, 565, 612, 726, 737, 738, 755, 756, 766, 775, 777, 793, 800, 801-884, 906, 916, 944, 990, 993, 1042, 1051, 1052, 1103, 1124, 1155, 1157, 1170, 1173, 1175, 1218, 1232

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalten 1174, 1184

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 609

Hellbachs Adels-Lexikon

II, 228

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

VII, 129

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 118

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 292

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 217

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 41

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1921-1936

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1917-1942

Erbarmanschaft Wettinischer Lande

I, 220; II, 132

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 92, 119

Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Sachsen

Seite 310


»Pflugk (Pflug).  Evangelisch. - Uradel, der in Böhmen mit Ulricus dictus Aratrum 1267 urkundlich (s. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande, Band IV, S. 591 ff.), zuerst auftritt, auch in Bayern erscheint und später ins Osterland (Ritter Ulrich Pluoch, dispensator Curiae des Bischofs von Merseburg 1295/96) sowie ins Meißener Land mit Ritter Otto Pflug, + um 1427, Herrn auf Lampertswalde, Frauenhain, Strehla, Zabeltitz und Tiefenau, böhmischen Rat, 1388-1425 (vgl. Freiherr von Mansberg a. a. O. Band II, Seite 132 ff.) übersiedelte; mit ihm beginnt auch die Stammreihe. - Die sächsischen Linien bedienten sich des Adelsprädikats „von“ zumeist nicht. - W.: a) Ursprünglich ein aufgerichtetes, auch schräglinks liegendes umgewendetes Pflugeisen; daneben auch ein schrägrechts liegender Lindenast mit oben 2, unten einem Blatt.  Auf dem Helme 2 umgewendete Pflugeisen; b) später: Von Rot und Silber geviert; 1 und 4 ein schrägrechts gestelltes umgewendetes silbernes Pflugeisen, 2 und 3 ein schrägrechts gelegter natürlicher Lindenast mit oben 2, unten einem grünen Blatte.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete umgewendete silberne Pflugeisen, besteckt mit je 7 silbernen Straußenfederchen.«  (S. 475, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 35. Jg. 1936)

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»Pflugk-Harttung (des Stammes Harttung).  Evangelisch. - Stammvater ist Friedrich Christian Wilhelm Harttung, + 1870, Gutsbesitzer und Domänenpächter, vermählt mit Elise von Pflugk. - Preußischer Adel Neues Palais bei Potsdam 30. Okt. 1893 (für dessen Sohn Dr. phil. Julius Albert Georg Harttung, ord. Univ.-Prof. a. D., Geh. Archivrat, der durch Vertrag Marienthal b. Wandsbek 7. Jan. 1876 von seinem mütterlichen Großvater Georg Julius Bernhard von Pflugk [meckl. Adelsanerkennung 9. Aug. 1846], Rentner in Hamm b. Hamburg, an Kindesstatt als „von Pflugk-Harttung“ angenommen war). - W.: Geviert mit schwarzem Herzschild belegt, darin ein von 2 silbernen Kugeln begleiteter 2mal gebrochener silberner Schräg-Balken; 1 und 4 in Rot ein schrägrechts-gestelltes umgewendetes silbernes Pflugeisen, 2 und 3 ein schrägrechts-gelegter natürlicher Lindenast mit oben 2, unten 1 grünen Blatt (Hauptschild = dem der uradelig. v. Pflugk).  2 Helme; auf dem rechten mit schwarz-silbernem Wulst und gleichen Decken ein wachsender schwarzer Wolfskopf, auf dem gekrönten linken mit rot-silbernen Decken 2 aufgerichtete umgewendete, mit 5 silbernen Straußenfedern besteckte silberne Pflugeisen.«  (S. 380, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 34. Jg. 1942)

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»Pflug (Pflugk).  Evangelisch. - Uradel, der in Böhmen mit Ulricus dictus Aratrum 1267 urkundlich (s. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande Band IV, S. 591 ff.), zuerst auftritt, auch in Bayern erscheint und später ins Osterland (Ritter Ulrich Pluoch, Dispensator Curiae des Bischofs von Merseburg 1295/96) sowie ins Meißener Land (Ritter Otto Pflug, + um 1427, böhmischer Rat, Herr auf Lamperswalde, Frauenhain, Strehla, Zabeltitz und Tiefenau, 1388-1425; Freiherr von Mansberg a. a. O. Band II, Seite 132 ff.) übersiedelte. - Die sächsischen Linien bedienten sich des Adelszeichens „von“ zumeist nicht. - W.: Ursprünglich ein aufgerichtetes, auch schräglinks liegendes umgewendetes Pflugeisen; daneben auch ein schrägrechts liegender natürlicher Lindenast mit oben zwei, unten einem Blatt.  Auf dem Helme zwei, umgewendete Pflugeisen.  Später: Von Rot und Silber geviert.  1 und 4 ein schrägrechts gestelltes umgewendetes silbernes Pflugeisen, 2 und 3 ein schrägrechts gelegter natürlicher Lindenast mit oben zwei, unten einem grünen Blatt.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken zwei aufgerichtete umgewendete silberne Pflugeisen, besteckt mit kleinen, silbernen Straußenfedern.«  (S. 588, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Deutscher Uradel, 22. Jg. 1921)

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»Pflug, Pflugk.  Ein sächsisches Geschlecht, das sich nicht von schreibt, und seinen Urspr. aus Böhmen hat, auch in Baiern ehedem begütert gewesen ist.  Es soll von Primislao, d. Gemahle der Libussa herstammen, und nannte sich die böhmische Linie Pflug Herr zu Rabenstein, von einer Herrschaft, die sie schon im 12ten Jahrhund. besaß.  Der Oberhofmarschall August Friedr. P. in Dresden, wurde vom K. Joseph I. im Jahre 1705 den 20sten November in den Reichsgrafenstand erhoben.  Peckenstein, Theatr. Sax. I. Th. 59-65.  Knauthii Orig. Beichlingior. 54.  Seiferts Beschr. 156-177.  Dessen Genealogie, 404.  König, genealog. historische Beschr. der v. Pflug, 1726 f. u. in d. Adelshist. III. Th. 801-84.  Schwarzens leipziger Landchronik. 17-26. 219-22.  J. A. Hilligii Panegyricus Pflugior. genti dictus 1672. in Kreyßigs Beitr. I. Th. 77-107.  Project einer vollständigen Genealogie d. hochadlichen Geschlechts der Pfluge, von J. Schultzen, in Kreyßigs Beitr. V. Th. 1-15. steht der Jnhalt ihrer 20 Kap.  Kreyßig sagt dabei, ob die Genealogie wirklich zu Stande gekommen, wenn es geschehen, und wo sie sich befinde? wisse man nicht.  Gleichenstein, N. 62.  Weinart, II. hat 602-4. von mehreren einzelnen Familiengliedern Funeralien und andere historische und biograph. Schriften aufgeführt.  Gauhe, I. 1180.  Zedler, 27. 1634-1649.  Von Meding, I. N. 609.  Hartmanns Samml.«  (S. 228, Hellbach, Adels-Lexikon, 2. Band, 1826)

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»Pflug, Pflugk.  Jm ersten und vierten rothen Felde des gevierteten Schildes ein silbernes schrägrechtsliegendes umgekehrtes Pflugschaar.  Jm zweyten und dritten silbernen Felde einen schrägrechtliegenden, oben und unten abgeschnittenen Lindenzweig, natürlicher Farbe, der unten zur Rechten ein Blatt, zur Linken zwey Blätter hat.  Nach andern soll es eine Haselstaude seyn.  Auf dem gekrönten Helm sein zwey solcher umgekehrten Pflugschaaren schräg auswärtsgekehrt, jedes derselben ist ringsum mit sieben kleinen silbernen Strausfedern besteckt.  Helmdecken silbern und roth.  Bisweilen wird auch der Zweig unter jedem Blatte einmal geastet.

So ist über den Eingang der Decanats Curie zu Naumburg, an einem Grabsteine in der dasigen Domkirche, auf Stammbäumen, Zeichnungen, und Petschaften; so auch in Matth. a Bappenhaim. tr. de origine Dnor. de Calatin Cap. CV. und in Fürstens W. B. 1. Th. S. 153. n. 2., das Wapen dieses alten Sächsischen Geschlechts abgebildet, s. auch Krackau.  Albinus S. 67. sagt, die Pflugschaaren wären übereck gelegt, die auf dem Helm aber mit sieben rothen Strausfedern besteckt.  Die Blätter am Zweige oder Stocke grün.«  (Nr. 609, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)


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