von der Osten

(v. d. O.-Fabeck)


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1148

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 223

Archiv für Geschichte und Genealogie, 1842

I, 283

Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte

1862, 255

Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis in das XIX Jahrhundert, 1863

Seite 7

Jahrbuch des Deutschen Adels

II, 692

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1873-1932

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1897, 1899-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 18, 34, 63, 87


»Osten (Osten-Fabeck).  Niedersächsischer Uradel, der Anfang des 13. Jahrhunderts unter den Ministerialen der Bischöfe von Bremen und Landgrafen von Stade, seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Herzogtum Pommern und Fürstentum Rügen erscheint; hier zuerst mit Egehart und Bertold de Oste im Juni 1219 urkundlich (Vertrag zwischen dem Erzbischof Gerhard II. v. Bremen u. Herzog Heinrich v. Sachsen; vgl. Dr. O. Grotefend, Gesch. des Geschl. v. d. Osten, Urk.-Buch, Stettin 1914).  Seit 1317 tritt das Geschlecht in Driesen sowie in der Neumark auf und ist seit dem 14. Jahrhundert in Pommern und in der Neumark schloßgesessen. - W.: Gespalten; rechts in Silber 3 schrägrechte blaue Flüsse (urspr. ein Fluß), links in Rot ein auswärts-gekehrter natürlicher Schlüssel.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken 2 aufwärts-geschrägte natürliche Schlüssel vor einer mit 3 natürlichen Pfauenfedern geschmückten, mit einem silbernen Sterne besteckten silbernen Säule zwischen offenem, rechts silbernem, links rotem Fluge.«  (S. 371, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Osten.  Evangelisch und katholisch. - Niedersächsischer Uradel, der Anfang des XII. Jahrhunderts unter den Ministerialen der Bischöfe von Paderborn und Landgrafen von Stade, seit Mitte des XIII. Jahrhunderts zu Demmin, sowie seit 1317 zu Driesen und in der Neumark erscheint, seit dem XIV. Jahrhundert in Pommern und in der Neumark schloßgesessen.  Das Geschlecht verbreitete sich auch nach Mecklenburg, Dänemark, Schweden, Polen, Schlesien, Hannover, Württemberg, Bayern und den russischen Ostseeprovinzen. - Mitglied des preußischen Herrenhauses seit 22. November 1855. - W.: Gespalten; vorn in Silber ein schrägrechter blauer Fluß, hinten in Rot ein auswärts gewendeter silberner Schlüssel.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke zwei aufwärts geschrägte silberne Schlüssel vor einer mit Pfauenfedern geschmückten, mit einem silbernen Sterne besteckten silbernen Säule, zwischen offenem, vorn silbernem, hinten rotem Fluge.«  (S. 668, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»von der Osten.  Evangelisch. - Preußen (Pommern). - Pommerscher Uradel.  A. Haus Plathe.  (Im Mannesstamme erloschen.)  Preußischer Graf nach dem Rechte der Erstgeburt und geknüpft an den Besitz des Fideikommisses Plathe c. p. im Kr. Regenwalde d. d. Charlottenburg 16. April 1888. - Beschreibung des Wappens im Jahrgang 1897, S. 783.

B. Haus Jannewitz.  Preußischer Graf nach dem Rechte der Erstgeburt und geknüpft an den Besitz des Fideikommisses Jannewitz d. d. Berlin 22. März 1897. - Besitz: das am 28. Jan. 1892 gestiftete, am 1. März 1892 landesherrlich bestätigte Fideikommiß Jannewitz mit Groß- und Klein-Jannewitz, Puggerschow, Rosgars und Krampkewitz im Kr. Lauenburg in Pommern. - W.: geviert mit gespaltenem Herzschild, darin vorn in Silber drei blauer Schräglinksströme und hinten in Rot ein den Bart auswärts und nach Rechts gewendeter silberner Schlüssel.  Im ersten und vierten silbernen Felde ein einwärtssehender schwarzer Adler; im zweiten und dritten goldenen Felde drei (2, 1) rote Rosen.  Grafenkrone und drei Helme.  Auf dem adelig gekrönten ersten Helm mit schwarzsilberner Decke ein einwärtssehender wachsender Adler; der mittlere Helm mit rotsilbernem Wulst und ebensolcher Decke trägt zwischen offenem schwarzen Flug eine rote Säule, belegt mit zwei aufwärts geschrägten silbernen Schlüsseln und besteckt mit drei, je mit einem goldenen Stern belegten Pfauenfedern; auf dem dritten adelig gekrönten Helm mit rotgoldener Decke drei mit den roten Rosen balkenweise belegte goldene Straußfedern.  Schildhalter: zwei auf einer goldenen Arabeske stehende schwarze Greife.«  (S. 766, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 72. Jg. 1899)

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»von der Osten.  (Im Mannesstamme erloschen.)  Evangelisch. - Preußen (Pommern). - Pommerscher Uradel; preußischer Graf nach dem Rechte der Erstgeburt und geknüpft an den Besitz des Fideikommisses Plathe c. p. im Kr. Regenwalde d. d. Charlottenburg 16. April 1888. - W. (1888): geviert; im ersten gespaltenen vorn in Gold drei schräglinke blaue Ströme und hinten in Rot ein zugekehrter silberner Schlüssel; im zweiten und dritten blauen Felde drei (2, 1) goldene Sterne; im vierten gespaltenen Felde die Bilder des ersten in verwechselter Stellung.  Auf dem gekrönten Helme mit rechts rotsilberner und links blaugoldener Decke zwei aufwärts geschrägte silberne Schlüssel vor einem roten, mit Pfauenfedern besteckten Spickel zwischen offenem, vorn silbernem und hinten rotem Fluge.«  (S. 783, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 70. Jg. 1897)

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»Die von der Osten, welche um diese Zeit zu Trissow, Trantow und Schwinge saßen, scheinen die drei Brüder Arnold der Kleine (minor, paruus, 1302-15), Bertold (1303-30) und Heinrich (1306-30), Söhne des Ritters Theodoricus de Osten (1274-93) gewesen zu sein, die alle bei Demmin und in den Meklenburger Urkunden sehr häufig vorkommen.  Von ihren Nachkommen, die in dieser Gegend sitzen blieben, kommen noch vor der Knappe Nicolaus van der Osten bei Greifswald 1392, der Knappe Arnold van der Osten bei Wolgast 1410, und als letzter Claus van der Osten, der an des vertriebenen Dr. Rubenow Stelle zum Bürgermeister von Greifswald erwählt, und im Bürgeraufruhr 1462 erschlagen wurde.«  (S. 7, Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft, 1863)


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