von Oppen

(v. O.-Schilden, O. von Huldenberg)


New Wapenbuch 1605

Seite 167, Nr. 9

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

2. Teil, Seite 1203; 3. Teil, Seiten 506, 1231

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalten 1141, 2021; 2. Teil, Spalte 823

Hellbachs Adels-Lexikon

II, 190

Die Rittermatrikeln des Herzogthums Magdeburg, 1860

Seiten 46, 47, 62

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 398; XIII 562 (Ahnentafel)

Jahrbuch des Deutschen Adels

II, 661

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1874-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 29, 30, 66, 117


»Oppen.  Evangelisch und katholisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Ritter Konrad von Oppen (Opin), Kastellan in Belzig, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Dez. 1271 urkundlich (vgl. Neue Mitteilungen des Thür.-Sächs. Geschichts- u. Altertumsvereins XV, S. 411) zuerst erscheint, anfangs in der Zauche, dann im 14. Jahrhundert im preußischen Ordenslande auftritt und sich später in der Niederlausitz, in Schlesien, im Königreich Sachsen und in Anhalt verbreitete. - W.: In Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz.  Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranze umwundener blauer Spitzhut, der mit einem natürlichen Pfauenwedel, vor dem ein aufwärtsgekehrter silberner Halbmond ruht, besteckt ist.«  (S. 362, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Oppen von Huldenberg.  Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, der mit Ritter Konrad von Oppen (Opin), Kastellan in Belzig, mit dem auch die Stammreihe beginnt, 1. Dez. 1271 urkundlich (vgl. Neue Mitt. des Thür.-Sächs. Geschichts- u. Altertumsvereins XV, S. 411) zuerst erscheint, anfangs in der Zauche, dann im 14. Jahrhundert im preußischen Ordenslande auftritt und sich später in der Niederlausitz, in Schlesien, im Königreich Sachsen und in Anhalt verbreitete. - Preußische Namen- und Wappenvereinigung als „Oppen von Huldenberg“ mit denen seiner Mutter, Karoline Henriette Franziska Freiin von Huldenberg, Letzte ihres Stammes, Sanssouci 16. Nov. 1840; preußischer Freiherr nach dem Rechte der Erstgeburt aus je adeliger Ehe am Besitz der Rittergüter Fredersdorf mit Weitzgrund und Egelinde Berlin 21. Mai 1859 (beides für Albert von Oppen.) - Besitz: Fredersdorf mit Weitzgrund (zus. 641 ha), Kr. Zauche-Belzig, und Egelinde (1331 ha), Kr. Jerichow I (seit dem 13. Jahrh. im Bes. der Fam.) - W. (1859): Gespalten und zweimal geteilt und mit einem gevierten Herzschild belegt, darin 1 und 4 in Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz (Stammwappen), 2 und 3 in Gold 3 (2, 1) schrägrechts gestellte rote Stoßeisen; Hauptschild: 1 und 6 der einwärts-gekehrte Rumpf eines Ritters in golden-eingefaßtem schwarzen Rock mit offenem Visier, auf dem Helme 3 (rot, blau, rot) Straußenfedern, die Brust von einer abgebrochenen Lanze schräglinks durchbohrt und jede Schulter mit einem goldenen Löwen belegt, 2 geteilt, oben in Silber 3 schrägrechte rote Handschlägel, unten grün ohne Bild, 3 und 4 in Rot 5 silberne Spitzen, 5 in Blau auf mit schwarzem Tatzenkreuz belegtem grünen Hügel eine rechtshin auffliegende silberne Taube mit dreiblätterigem grünen Ölzweig im Schnabel.  2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit blau-silbernen Decken ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranze umwundener blauer Spitzhut, der mit einem natürlichen Pfauenwedel, vor dem ein aufwärts-gekehrter silberner Halbmond ruht, besteckt ist (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-goldenen Decken ein schrägrechtes rotes Stoßeisen zwischen 2 goldenen Büffelhörnern, deren Mündungen mit je einem roten Stoßeisen besteckt sind.«  (S. 432, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Oppen, Oppen-Schilden und Oppen von Huldenberg.  Evangelisch und katholisch. - Preußen, Sachsen, Mecklenburg und Elsaß-Lothringen. - Obersächsischer Uradel, der zuerst in Zauche, dann im XIV. Jahrhundert im Ordensland auftritt und sich später in der Niederlausitz, in Schlesien, im Königreich Sachsen und im Herzogtum Anhalt verbreitete.  Seine Stammreihe beginnt mit Konrad von Oppen, 1271-1318, Ritter, Kastellan zu Belzig. - W.: In Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Andreaskreuz.  Auf dem Helme mit blau-silberner Decke ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranze umwundener blauer Spitzhut, welcher oben mit einem aufwärtsgekehrten, mit einem Pfauenwedel besetzten silbernen Halbmonde besteckt ist.«  (S. 660, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»von Oppen.  Lutherisch und röm.-katholisch. - Preußen (Prov. Brandenburg, Holstein, Ost-Preußen, Posen, Sachsen und Schleswig), Sachsen und Dänemark. - Uradel. - Besitz: die Majorate: Fredersdorf mit Weitzgrund und Egelinde (seit 1330 im Besitze der Familie) (Prov. Brandenburg); Alten-Gattersleben mit Nachtenstedt (Prov. Sachsen); Haselau und Hasseldorf (Prov. Holstein); die Rittergüter: Ober- und Nied.-Neukirch m. Steinigt-Wolmsdorf, Uebigau (Königr. Sachsen); Adlershof (Prov. Brandenburg); Brzeszowe (Prov. Posen); Niederwitz (Prov. Preußen); Niemegk, Barby (Prov. Sachsen); Jästersheim (Prov. Schlesien; Jütrichau (Herzogthum Anhalt); s. auch die Ahnenprobe III. Jahrg. 1878, S. 522 u. 523.

Wappen: (der von Oppen): In Blau ein silbernes Andreaskreuz, belegt mit einer rothen, fünfblättrigen Rose. - Kleinod: ein gekrönter blauer Spitzhut (ohne Aufschlag), aus der Krone des Hutes gehen 3 Straußenfedern (blau, silbern, roth) hervor (nach Andern der Spitzhut mit Aufschlag und dann ein Pfauenschweif), belegt ist der Hut mit einem Kranze, abwechselnd aus silbernen und rothen Rosen, in dessen Mitte ein silberner, die Hörner aufwärts kehrender Halbmond liegt. - Decken: blau-silbern.

(Der von Oppen-Schilden): gespalten, rechts von Oppen (siehe oben); links von Schilden-Friccius: gespalten mit Mittelschild; in diesem ein springender Fuchs in Silber (von Friccius); rechts in Blau ein silberner Querbalken, begleitet von 3 (2, 1) sechseckigen goldenen Sternen, links in Silber ein grüner Lorbeerkranz (von Schilden); vier Helme: I. von Oppen; II. drei Straußenfedern (Farben?); III. ein Zweig mit je einem Blatte an jeder Seite und oben einer Blüthe (?), IV. der Lorbeerkranz.

Die Wiege dieses uraltadeligen Geschlechtes ist der Kurkreis Sachsen, speziell Beltzig mit Sandberg.  Von hier aus verbreitete es sich in Deutschland und einzelne Zweige kamen vorübergehend nach Dänemark, England und Schweden.  Große Berühmtheit erlangte seiner Zeit Hermann von Oppen, Bruder Kuno’s, der 1330 als Komthur des Deutschen Ordens das Schloß Schönsee heldenmüthig gegen die Polen vertheidigte (s. Voigt „Preußische Geschichte“ IV, pag. 464).  Sein Bruder Petrus war 1343-1362 Bischof von Lebus (s. Angeli „Märk. Chronik“ pag. 250).  Viele Mitglieder der Familie fielen im Kampfe auf den Schlachtfeldern in Frankreich, Ungarn und Deutschland.  So unter Anderen Hans Friedrich a. d. H. Sandberg als Flügeladjutant des Generals Graf Schlippenbach 1693 bei Landau, sein Bruder Rudolf 1684 bei der unglücklichen Belagerung von Ofen, Heinrich Rudolf a. d. H. Alten-Gattersleben 1632 als kaiserlicher Rittmeister bei Leipzig, Christoph a. d. H. Kraussigk in der Schlacht am weißen Berge 1620, Barthold a. d. H. Sandberg 1632 bei Leipzig u. s. w.; N. N. a. d. H. Alten-Gattersleben fiel als Flügeladjutant Friedrichs II. bei Zorndorf, tief betrauert von seinem Monarchen, der an seine Schwester von Bayreuth darüber schreibt: „Depuis ce moment mes yeux sont devenus des fontaines de larmes et quoi que fasse ma raison, je ne saurais m’en consoler“.  Aus demselben Hause erwarb sich Adolf Friedrich als berühmter Reitergeneral in den Befreiungskriegen sehr große Verdienste.

Aber auch in den Civil- und Hofämtern stiegen Mitglieder der Familie zu hohen Ehren.  So war Hans Friedrich a. d. H. Fredersdorf um 1670 brandenburg’scher Hofjägermeister; Friedrich Wilhelm (+ 1713) bekleidete dieselbe Charge, ebenso Jobst a. d. H. Fredersdorf, + 1618 &c. &c.; David a. d. H. Cossenblatt war ein sehr gelehrter Kavalier und besonders durch seine merkwürdigen Visionen weltberühmt, die 1632 zu Frankfurt a. O. edirt wurden.«  (S. 398, Genealog. Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, 4. Jg. 1879)

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»Oppen.  Eine märk., magdeburgische und anhaltische Familie, die auch in der Niederlausitz begütert ist, und im J. 1480 zuerst vorkommt.  Beckmanns Anhalt. Historie. VII. Th. 241.  Seiferts Genealogie hochadlicher Eltern. 392.  Eilers Belziger Chronik, 250-65. neue Aufl. 471-88.  Von Meding, III. N. 584.  Grossers lausitz. Merkwürdigk.  Siebmacher, I. Theil. 167. N. 9.  Gauhe, I. 1136. II. 823-26.  Zedler, XXV. 1681.«  (S. 190, Hellbach, Adels-Lexikon, 2. Band, 1826)

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»Oppen,  Eine uralte adeliche Familie in der Marck Brandenburg, so sich auch im Magdeburgischen, Anhaltischen, und in der Nieder-Lausitz, allwo sie im Luckauischen Kreise Kraußnig besitzet, ausgebreitet hat.  Es wird derselben insonderheit in Angeli Märckischen Chronic hin und wieder gedacht, wie denn auch Petrus von Oppen (den einige unrecht von Oppau nennen) von Anno 1343 bis 1362 Bischoff zu Lebus gewesen.  Jn Angeli Chr. March. wird pag. 250 erzehlet, wie die von Oppen, und die von Gröben in der Stadt Treuen-Brietzen An. 1480 einen Streit des Holtzes wegen gehabt.  Jobst florirte Anno 1596 als Chur-Brandenburgischer Cammerherr, und George auf Cossenblatt hatte die Ehre, zu selbiger Zeit Chur-Brandenburgischer Ober-Cammerherr zu seyn.  Sein Sohn David, ein gelehrter Cavallier, hatte sich durch seine Entzückungen, Visionen, und währender solcher Zeit gehaltener Reden bekannt gemacht, welches alles Anno 1632 in einem besondern Tractat zu Franckfurt an der Oder gedruckt worden; er ist auch auf eine gantz besondere Weise von einem bösen Geist in weiblicher Gestallt fast beständig geplaget worden.  Er war Anno 1602 gebohren, und ist ums Jahr 1661 verstorben.  M. Gottfried Treuer, damahls Inspector und Ober-Pfarr zu Beßkau in der Nieder-Lausitz, (als in welcher Gegend die Güter unsers von Oppen, als Cossenblat, Falckenberg, Wiese und Platko lagen) der ihm vielfältig mit seinem Amte und Trost gedienet, hat sein sehr merckwürdiges Leben aufgesetzet, und ist es in den Unschuld. Nachrichten Theologischer Sachen T. 19 a p. 779-787 zu lesen.

Jn Preussen floriret auch dieses ansehnliche Geschlecht von Oppen, und soll von dieser Branche anderweit gesaget werden.  Johannes von Oppen starb Anno 1678 als Chur-Brandenburgischer Ober-Jägermeister.  Er war aus dem Hause Friedersdorff, und ein Enckel Wilhelms, Hauptmanns zu Falckenberg in der Neumarck.  Becm. Anhält. Historie L. 7.«  (c. 1545, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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