von Nostitz

(v. N.-Rieneck, v. N. und Jänckendorf, v. N.-Wallwitz, v. N.-Drzewiecki)

Stammsitz Nostitz, n. Löbau


New Wapenbuch 1605

Seiten 18, Nr. 12; 71, Nr. 4

Die Durchläuchtige Welt, 1710

2. Teil, Seite 596-602

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1116

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1762, 271; 1804, II, 364; 1811, I, 694

Diplomatische Nachrichten adelicher Familien

1. Teil, Seite 123-171; 2. Teil. Seite 173-175

Uebersicht der deutschen Reichsstandschafts- und Territorial-Verhältnisse, 1830

Seite 50

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 20

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 111

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 208

Regenten-Tabellen, 1906

Seite 85

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1903-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1898-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1825-1942

Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien, 1904

Seite 176

Genealogisches Handbuch des in Bayern immatr. Adels

I, IX

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 2, 4, 24, 28, 30, 40, 56, 59, 60, 82, 96, 123


»Nostitz (Nostitz und Jänckendorf, Nostitz und Jänckendorf-Drzewiecki, Nostitz-Wallwitz, Nostitz-Drzewiecki).  Evangelisch und katholisch. - Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Sachsen, der mit Peter gen. von Nosticz und seinen Brüdern 1280 urkundlich (vgl. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande) zuerst erscheint und schon früh in 4 Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. - W.: In Blau 2 von Silber und Rot geschachte Büffelhörner.  Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken die Hörner. - Die 13. Mai 1577 gegründete Erbeinigung und Vergleichung des Geschlechtes erhielt die Rechte einer juristischen Person Görlitz 10. Dez. 1577.«  (S. 344, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Nostitz (Nostitz-Rieneck).  Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Sachsen, der mit Peter gen. von Nosticz und seinen Brüdern 1280 urkundlich (vgl. Freiherr von Mansberg, Erbarmannschaft Wettinischer Lande) zuerst erscheint und schon früh in vier Stämmen auftritt, deren Zusammenhang nicht näher feststeht. -

A. In Böhmen (Nostitz-Rieneck) (katholisch).  Böhmischer Freiherr Wien 29. Jan. 1631; böhmischer Graf Prag 6. Aug. 1646; Reichsgraf Wien 9. Mai 1651; aufgenommen in das fränkische Reichsgrafenkollegium (wegen des später veräußerten Anteils der Grafschaft Rieneck) 29. Dez. 1673 (alles für Johann Hartwig von Nostitz, K. K. Geheimen Rat und Oberstkanzler in Böhmen). - W. (1651): Geviert und belegt mit gekröntem roten Herzschild, darin 3 goldene Balken (Grafschaft Rieneck); 1 in Blau 2 von Silber und Rot geschachte auswärts-gekrümmte und gespitzte Hörner, darunter ein nach oben geöffneter goldener Halbmond (Stammwappen), 2 in Silber ein mit goldenem Balken belegter rechtsgekehrter schwarzer Adlerflügel, das 3. silberne und 4. blaue Feld zusammen belegt mit einem rechts blauen, links goldenen Anker, dessen von Gold und Blau geteilter Schaft und Ring in Feld 1 und 2 hinaufsteigt.  Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken der mit goldenem Balken belegte schwarze Adlerflügel, auf dem mittleren mit rechts schwarz-silbernen, links blau-silbernen Decken ein flugbereiter golden-bewehrter silberner Schwan (Grafschaft Rieneck), auf dem linken 2 von Silber und Rot geschachte Büffelhörner (Stammwappenhelm), dazwischen 3 (blau, golden, blau) Straußenfedern.

B. In Preuß.-Schlesien (lutherisch).  Reichsgraf (im kursächs. Reichsvikariat) Dresden 12. Aug. 1711 (für Georg Sigismund von Nostitz, Herrn auf Dammitsch usw., Königl. poln. und kursächs. Geheimen Rat und Gesandten). - W. (1711): wie 1651 (s. o.), jedoch ohne Herzschild, die Hörner in Feld 1 gestürzt und der Flügel in Feld 2 und auf dem rechten Helm mit silbernem Balken belegt, der mittlere Helm fällt fort und die mittlere Straußenfeder des linken Helmes ist silbern.«  (S. 378 & 382, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

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»Nostitz, Nostitz und Jänckendorf, Nostitz-Wallwitz und Nostitz-Drzewiecki.  Evangelisch und katholisch. - Preußen (Schlesien), Königreich Sachsen, Österreich. - Oberlausitzer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weißenberg, Königreich Sachsen, der 1267 urkundlich zuerst erscheint. - W.: In Blau zwei silbern und rot geschachte Hörner.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken und Wulst die Hörner. -

Sächsische Namen- und Wappenvereinigung mit denen von Wallwitz 31. Juli (Diplomausfertigung 14. Nov.) 1834; W. (1834): In 1 und 4 das Stammwappen, in 2 und 3 in Gold ein roter Hirsch (Wallwitz).  2 Helme: Auf dem 1. mit rot-silbernen Decken die Nostitzschen Hörner, auf dem Halsstück des Helmes unterhalb des Halskleinods ein schwarzes U (Ullersdorf), auf dem 2. mit rechts rot-silbernen, links rot-goldenen Decken der Wallwitzsche Hirsch wachsend.«  (S. 624 & 633, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 4. Jg. 1903)

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»Nostitz.  Protestantisch. - Bayern. - Lausitz.-schlesischer Uradel. - Bayr. Freiherr d. d. München 14. Febr. (immatrikuliert 3. März) 1896; preußische Anerkennung d. d. Berlin 24. März 1897. - W.: in Blau zwei abgewendete silbern und rot geschachte Stierhörner.  Auf dem gekrönten Helm mit rotsilberner Decke zwei silbern und rot geschachte Büffelhörner.  Schildhalter: zwei einwärtssehende gekrönte goldene Greife auf einem Bande mit dem Wahlspruche:  „Einer für Alle, Alle für Einen“.«  (S. 666, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 48. Jg. 1898)

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»Nostitz.  Kath. und luth. - Böhmen, Preuß.-Schlesien und Ostpreußen. - W.: quadrirt, 1 in Blau zwei in der Rundung eines goldenen Halbmondes aufrecht stehende, mit den Spitzen auswärts gekehrte Büffelshörner (eigentlich Elephantenzähne), welche fünf- oder sechs-, auch achtmal von Roth und Silber quer und einmal senkrecht mit abwechselnden Tincturen getheilt sind (Stammwappen); 2 in Silber ein mit den Sachsen einwärts gekehrter und mit einem silbernen Querbalken belegter schwarzer Adlersflügel; das silberne dritte und blaue vierte Feld sind zusammen in der Mitte mit einem Anker belegt, dessen rechter Haken im dritten Felde blau und der linke im vierten Felde golden ist, und dessen der Länge nach mit gewechselten Tincturen getheilter, halb blauer, halb goldener Schaft bis in die oberen Felder an den Schildesrand hinansteigt.  Grafenkrone und zwei gekrönte Helme.  Der erste mit schwarzsilberner Decke trägt den schwarzen Adlersflügel, mit den Sachsen links gewandt, und der zweite Helm mit blausilberner Decke trägt zwischen zwei Büffelshörnern, die gleich denen im ersten Felde getheilt sind, eine blaue, silberne und blaue Straußenfeder. - Die II. Linie, zu Rieneck, führt außerdem noch einen mit drei goldenen Querbalken belegten, gekrönten rothen Mittelschild und einen die mittlere Stelle einnehmenden gekrönten dritten Helm mit rechts schwarzsilberner, links blausilberner Decke, aus dem ein nach rechts sehender silberner Schwan hervorbricht (wegen der Reichsgrafschaft Rieneck); auch die erste Linie zu Rokitnitz führt diesen Mittelschild, als für die Erbfolge in die ehemalige Reichsgrafschaft Rieneck der II. Linie substituirt. - Die III. Linie, in Preuß.-Schlesien hat für einen Zweig ein in mehreren Punkten abweichendes Wappen erhalten.«  (S. 573, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, 24. Jg. 1871)


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