von Moltke

(v. M.-Huitfeldt)


Archiv für Geschichte und Genealogie, 1842

I, 281

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 19; VII, 2. Abt. Seite 11

Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis in das XIX Jahrhundert, 1863

Seite 28

Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels

II, 383

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 677 (Ahnentafel)

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1914-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1829-1942


»Moltke.  Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Friedericus Moltiko, miles, 19. Sept. 1254 urkundlich (s. Meckl. Urk.-Buch Nr. 734) zuerst erscheint. - W.: In Silber 3 (2, 1) schwarze Birkhähne.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silbernen Decken 7 fächerartig stehende goldene Spickel, jeder mit einer natürlichen Pfauenfeder besteckt.«  (S. 336, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Moltke.  Evangelisch. - Mecklenburgischer Uradel, der mit Fridericus Moltiko, miles, 19. Sept. 1254 zuerst urkundlich erscheint; österreichische Genehmigung, sich des bisher geführten Freiherrnstandes in der Eigenschaft eines österreichischen Adels prävalieren zu dürfen, laut Allerhöchstem Erlaß vom 4. Dez. 1910 (Ministerialzertifikat vom 6. Juli 1911, für Maximilian, dessen Schwägerin Elisabeth und deren Sohn Egon). - W.: In Silber 3 (2, 1) schwarze Birkhähne.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silberner Decke 7 fächerartig gestellte goldene Spickel, jeder belegt mit einer Pfauenfeder.«  (S. 542, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 64. Jg. 1914)

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»Moltke.  Evangelisch. - Dänemark und Preußen. - Mecklenburgischer Uradel. - W.: In Silber drei (2, 1) schwarze Birkhähne.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-silberner Decke sieben fächerartig gestellte goldene Spickel, jeder mit einer Pfauenfeder.«  (S. 630, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Moltke.  Die Familie derer von Moltke kommt zuerst in dem 13. Jahrh. vor; sie war damals in Mecklenburg, Schweden und Dänemark ansässig.  Jn Schweden ist sie ausgestorben, nachdem dort eine Margarethe v. M. ein Glied in der Ahnen-Kette des Hauses geworden war; in Mecklenburg hat sie sich in ihren alten Wohnsitzen erhalten und von da aus nach Dänemark, Oesterreich, Baiern und Württemberg ausgezweigt.  Eine geschichtliche Bedeutung erlangte Adam Gottlob Graf v. M., k. dän. Staats- und Premierminister unter Friedrich V.  Mit dem Könige aufgewachsen, ward er dessen vertrauter Freund u. erwarb sich besonders große Verdienste um Belebung der Künste und Wissenschaften und durch die Festigkeit, mit welcher er im gottorpischen Erbfolgestreit, als Rußland mit einer Jnvasion drohte, und alle Mitglieder des Conseils für die Abtretung Holsteins stimmten, sich derselben widersetzte und diese Provinz der Krone erhielt.  Er liebte mit den Künsten auch den Luxus; sein Palast in Kopenhagen ward nach s. Tode der Wohnsitz des jetzigen Königs, s. Bibliothek und Gemälde-Gallerie erhalten s. Andenken der Familie und dem Publicum; und die Zimmer, welche er in s. Schlosse auf der Grafschaft immer für den König bereit halten mußte, sind eine lebendige Erinnerung an den Glanz damaliger Zeit.  Außer ihm verdient noch besonders s. Sohn Gotsche Joachim genannt zu werden, der als Staats- und Finanzminister an die Spitze der Angelegenheiten gestellt ward, als die Monarchie in der schwierigsten politischen Lage war und als die Finanzen sich in dem beklagenswerthesten Zustande befanden; es gelang ihm, das verlorene Zutrauen wieder herzustellen, weil s. Charakter Bürgschaft leistete; er bezeichnete das Ende s. mühevollen Lebens durch höchst freigebige Opfer zum öffentlichen Besten, indem er über eine halbe Million Thaler in s. Testament für verschiedene öffentliche Jnteressen bestimmte.  Außer den hier genannten hat die Familie noch eine Menge Mitglieder gehabt, welche durch ihre Stellung ausgezeichnet waren, als 6 Ritter des Elephanten-O., 6 Staatsminister, 4 Generäle, 1 Admiral, 2 Oberhofmarschälle, alle in Diensten der Krone Dänemark, 3 Generale in kaiserl. u. schwed. Diensten. - Hier interessiren uns nur die beiden gräfl. Linien, die ältere, von Friedrich abstammend, der, da er sich mit einer verwitweten Herzogin von Holstein-Beck, geb. Gräfin Dohna-Leistenau, vermählte, 1770 in den Reichsgrafenstand erhoben ward (s. I.), und die jüngere dänische, welche durch den oben gedachten Adam Gottlob gegründet war, den Friedrich V. 1750 in den dän. Lehns-Grafenstand erhob und ihn mit der Grafschaft Bregentwed belehnte (s. II.).«  (S. 346, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)


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