von Miltitz

Stammsitz Miltitz, sw. Meißen
(eines Stammes mit denen von Maltitz)


New Wapenbuch 1605

Seite 155, Nr. 13

Theatrum Saxonicum 1608

I, 80

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 46, 157, 163, 297, 336, 559, 567, 645, 646, 671, 699, 725, 747, 762, 809, 818, 844, 891, 905, 971, 998, 1023, 1068, 1088, 1108; 2. Teil, Seiten 150, 173, 199, 278, 287, 288, 369, 370, 426, 466-472, 474, 495, 534, 535, 539, 549, 559, 560, 621, 622, 660, 696, 698, 701, 757, 763, 777, 1068, 1072-1075, 1080, 1105, 1131, 1214; 3. Teil, Seiten 74, 128, 138, 162, 163, 167, 170, 185, 186, 411, 414, 452, 495, 496, 524, 566, 737, 755, 766, 870, 872, 873, 877-879, 881, 884, 928, 942, 990, 1051, 1052, 1104, 1125, 1157, 1173, 1175, 1217

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 1377

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 545

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 188

Jahrbuch des Deutschen Adels

II, 579

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1921

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1898-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 30, 80


»Miltitz.  Meißnischer Uradel, eines Stammes mit den von Maltitz, mit gleichnamigem Stammhause in der Kreishauptmannschaft Dresden, der mit Theodericus de Miltitz, fidelis Ottonis Marchionis Misnensis, 1186 urkundlich (s. Ursini Diplomator. Misn. V, I, S. 590) zuerst erscheint und mit Johannes von Miltitz, 1334, Herrn auf Miltitz bei Meißen, die Stammreihe beginnt. - W.: Von Schwarz und Silber siebenmal geteilt.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken zwei wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.«  (S. 495, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Deutscher Uradel, 22. Jg. 1921)

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»Miltitz.  Katholisch. - Meißnischer Uradel, mit gleichnamigem Stammhause in der Kreishauptmannschaft Dresden, eines Stammes mit denen von Maltitz, der mit Theodericus de Miltitz, fidelis Ottonis Marchionis Misnensis, 1186 urkundlich (s. Ursini Dipl. Misn. V. 1, S. 590) zuerst erscheint und mit Johannes von Miltitz, 1334, Herrn auf Miltitz bei Meißen, die Stammreihe beginnt. - Königlich sächsische Anerkennung der Berechtigung zur Führung des Freiherrentitels Dresden 7. Nov. 1884 und Freiherrenstands- und Wappenbestätigung Dresden 13. Juni 1885 (beides für Alfred Freiherrn von Miltitz). - W. (1885): Geviert mit silbernem Herzschild belegt darin 4 schwarze Balken (Stammwappen); 1 und 4 in Rot 2 geschrägte goldene Fischgere, 2 und 3 in Gold ein linksgekehrter gekrönter zweischwänziger blauer Löwe, einen entwurzelten Baumstumpf mit 2 grünen Lindenblättern haltend.  2 gekrönte Helme; auf dem rechten mit schwarz-silbernen Decken zwei 8mal von Silber und Schwarz geteilte Büffelhörner (Stammwappenhelm), auf dem linken mit rot-goldenen Decken ein gekrönter schwarzer Adler, in der rechten Klaue ein schwarz-silbern-golden geteiltes Banner haltend.«  (S. 406, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Miltitz.  Katholisch und evangelisch. - Sachsen. - Meißnischer Uradel, eines Stammes mit den von Maltitz, mit welchen sie den gleichen Schild führen, dessen Stammsitz Miltitz in der Kreishauptmannschaft Dresden ist und der mit Theoderich von Miltitz 1186 urkundlich zuerst erwähnt wird. - W.: Von Schwarz und Silber siebenmal geteilt.  Auf dem Helme mit schwarz-silberner Decke zwei wie der Schild bezeichnete Büffelhörner.«  (S. 629, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Miltitz.  Micrälius beschreibt das Wapen dieses Meißnischen auch zum Pommerschen und Schlesischen Adel gerechnet werdenden Geschlechts, S. 506. also: drey schwarze Balken in vier weißen Feldern.  Helm gekrönt: zwey Büffelshörner; und eben so nämlich drey schwarze Balken im silbernen Felde habe ich dieses Wapen auf einem Stammbaume gesehen.  Jn einem Stammbuche unterschrieb sich  1593 Siegmundt von Miltitz.  Das daneben gemahlte Wapen zeiget einen von Silber und schwarz sechsmal quergetheilten Schild, und auf dem gekrönten Helm 2 Büffelshörner wie der Schild gestreift, dabey silberne und schwarze Helmdecken.

Albinus in der Historie der Grafen von Werthern S. 67; Sinapius S. 644; Fürstens W. B. 1. Th. S. 155. n. 13; Stammbäume und Petschafte theilen den Schild und Hörner achtmal quer.  Eine alte Zeichnung von 1669 hat ein schwarzes und ein silbernes Horn.  Ein Petschaft vier schwarze Balken im silbernen Felde.  Johann von Miltitz war im 14ten Jahrhundert Bischof zu Naumburg, s. auch Maltitz.«  (Nr. 545, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Miltitze.  Derer von Mitlitz Familia wird auch hin vnd wieder in scriptis hoch celebriret, vnd daß solche jederzeit viel ansehnliche, gelerte, vnd wolverdiente Leute gegeben.  Wie lange aber diese Familia in Meyssen beruffen, vnd ob solche daraus ankünfftig, ist keine Gewisheit anzuzeigen, Vermutlichen aber ist es, daß es gar vhralter Vandalischer Ankunfft, weil daruor gehalten wird, daß alle Namen, so auff ein Jtz, Witz vnd Nitz sich terminiren, alter Vandalischer Originis seyn.  Vor weniger Zeit ist aus diesem adelichen Geschlecht, Herr Carl von Miltitz, erstlichen Canonicus des hohen Stiffts Meyssen, denn Bapst Leonis X. Secretarius, vnd Kemmerling, seines hohen Verstandes vnd Ansehens wegen sehr berühmbt, Jedoch ein trefflicher Lutheraner Feind gewesen, dann er beneben Herr Nicol von Schönberg Römischen Cardinals, Hertzog Georgen von Sachsen, als auch Bischoff Johann von Meyssen, des Geschlechts von Schleinitz, Anlas gegeben, die Lutherischen vffs hefftigste zu verfolgen, Wie er denn auch vom Bapst Leone X. mit einer geweiheten güldenen Rose, vnd andern Geschencken, Anno 1519. zu Churfürst Friederichen dem Weisen von Sachsen abgefertiget, denselben von der Lutherischen Religion, vnd Schutz dessen abzuhalten, hat auch mit Luthero selbsten ein Colloquium zu Altenburg gehalten, vnd jhn persuadiren wollen, von seiner rechten Meynung abzulassen, aber wenig damals geschafft, vnd seine Autoritet garnicht gelten wollen.  Jst auch endlichen vff der Wiederreise aus Deutschland im Rhein ersoffen, Wird seiner Beredsamkeit, von Lilio Gregorio Gyraldo einem Wahlen, der jhme auch sein Büchlein de sepulchris zugeschrieben, hoch berühmbt.

Dieses Geschlechte aber ist bey den Fürsten von Sachsen hoch gestiegen, dann vor weniger vnser Zeit ist Dieterich von Miltitz Churfürst Ernesti von Sachsen fürnehmer Raht, so wol Herr Heinrich, so ermeltes Churfürsten Leichbegengnis zu bestellen auffgetragen, als auch Ernst von Miltitz vff Batzdorff, Raht, vnd Oberheuptman des Meyßnischen Kreises, bey Churfürst Johann Friederichen, Churfürst Moritzen, vnd Churfürst Augusten in sondern Gnaden vnd Ansehen gewesen.

Jtem George von Miltitz, so Anno 1476. mit Hertzog Albrechten zum heiligen Grabe gwesen, Vnd haben derer Vorfahren das fürstliche Haus Scharffenberg, so der dreyer Landfestung eine, vnd von Keyser Ottone Primo erbawet, vnd vom Silberbergwerg beruffen, von den Fürsten von Sachsen, wegen jhren trewen Dienste, zum theil aus Gnaden, zum theil kauffsweise erlanget.

So seynd auch zu vnserer Zeit Heinrich von Miltitz zu Rabenaw, Hans Ernst zu Oberaw, vnd Merten von Miltitz vff Scharffenberg, Jtem Nicol von Miltitz Ertzhertzogs Ferdinandi zu Jnßbruck Mundschenck, desgleichen auch Bernhard vnd Nicol von Miltitz vff Siebeneichen, so Churfürsten Augusti vnd Christiani Hoff Stallmeister, vnd in Gnaden biß an sein Ende geblieben, beruffen, welcher letztere drey Söhne, Heinrich, Dietrich, vnd Centurio zu Dobernitz, Strausfurt, Steinberg, vnd Siebeneichen.  Vnd ist nicht ohne, daß diese Familia fast den gantzen Strich obig Meyssen besessen, vnd zum Theil noch inne haben.  Daraus denn jhre Autoritet vnd Ansehen, so sie bey den Hertzogen vnd Fürsten von Sachsen jederzeit gehabt, weil man jhnen die besten örter im Lande, inbesonder das Silberbergwerg zum Scharffenberg, sampt dem vornemen Herrnhause daselbsten, eingereumet, zuuernemen.«  (p. 80, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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