Marschall von Bieberstein

Stammsitz Bieberstein, s. Nossen


New Wapenbuch 1605

Seite 155, Nr. 8

Theatrum Saxonicum 1608

I, 310

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalten 1314, 1318

Genealogische Adels-Historie

2. Teil, Seite 674-702

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 580 (Ahnentafel)

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 180

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1855-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 21, 22, 60, 65, 136


»Marschall von Bieberstein.  Evangelisch. - Meißnischer Uradel, der bei seinem ersten Auftreten das Marschall- und Kämmereramt der Markgrafen zu Meißen besaß und mit den Brüdern Heinricus Marscalus et Conradus Camerarius de Gnannenstein 21. Aug. 1233 urkundlich (sächs. Hauptstaatsarchiv in Dresden) erwähnt wird.  Die Amtsbezeichnung zum Namensbestandteil geworden, gingen aus den Marschall von Gnandstein, später von Frohburg und von Mockritz genannt, die Marschall von Bieberstein hervor.  Heinrich Marschall, gesessen zu Bieberstein bei Freiberg in Sachsen tritt 15. Juni 1399 urkundlich (a. a. O.) zuerst mit diesem Beinamen auf. - W. (Stammwappen): Silber mit aus je 6 Strängen geflochtenem roten Schräggitter überzogen.  Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein oben mit 7 schwarzen Hahnenfedern besteckter roter Marschallstab zwischen 2 silbernen Büffelhörnern.«  (S. 393, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Marschall von Bieberstein.  Evangelisch. - Preußen. - Meißnischer Uradel.  Erbmarschalle der Markgrafen von Meißen; später (im XIV. Jahrhundert?) nannten sie sich nach dem zwischen Freiberg und Meißen gelegenen Dorfe und Schlosse Bieberstein.  Heinrich Marschall wohnte 1190 dem meißnischen Landtage bei und wird in einem Kaufbriefe des Abts zu Altenzelle 1216 als Zeuge genannt.  Die Stammreihe beginnt mit Heinrich Marschall von und zu Bieberstein 1489. - W.: Silber mit rotem Gitter überzogen.  Auf dem rot-silbern-blau bewulsteten Helme mit rot-silberner Decke eine rote Säule mit sechs Pfauenfedern zwischen zwei von Silber und Rot übergeteilten Büffelhörnern.«  (S. 607, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Die Marschalche in Thüringen zu Gosserstet, vnd andere örter, sind wol vhralter vnd hoher Ankunfft, derwegen auch, vnd daß derer Vorfahren allezeit in der Herrschafft Diensten sich gebrauchen lassen, sie diese Dignitet auff jhre Familia gebracht, daß sie Erbmarschalche des Landgraffthumbs Thüringen genennet werden, vnnd diesen Erbstand viel lange Jahr bey diesem Geschlechte erhalten, hat viel fürneme ansehnliche Leute gegeben, welche der Landesfürstlichen Obrigkeit in Diensten verpflichtet gewesen, inbesondern zu vnserer Zeit Diderich Marschalch zu Gosserstet, jetzo der Elteste im Geschlechte, vnd Erbmarschalch in Thüringen, Churf. Sächs. Hoffmarschalch, also wol auch Görge Rudolff Marschalch, Heuptman zu Ziegenrück, Oberster, so wol Heinrich vnd Balthasar Marschalch zu Brücken im Ampt Sangerhausen, vnd dann die Marschalche im Stifft Merseburg berühmbt.«  (p. 310, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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