die Burggrafen von Leisnig +

Stammsitz Leisnig, w. Döbeln


Römer’s Staatsrecht und Statistik des Churfürstenthums Sachsen

I, 98*

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

V, 452

Europäische Stammtafeln

IV, Tafel 87

Historisches Lexikon der deutschen Länder

Seite 335


»Strantz.  Evangelisch. - Die als edelfreies thüringisches Geschlecht beurkundeten Tüllstedt gen. Strantz mit dem Stammsitz Tüllstädt, das heutige Döllstedt bei Gräfentonna, beginnen mit Ekkehard von Tüllstadt 1120 die ununterbrochene Stammreihe und nehmen mit Hermann, Burggrafen zu Leisnig, 1210 den Beinamen Strantz an.  Das (im 9. bzw. 10. Jahrh. vermutlich bereits erwähnte) Geschlecht, das bedeutenden Grundbesitz bis Franken und Meißen und sieben Burgen besaß, erlosch Ende des 14. Jahrhunderts in der Stammheimat.  Die märkische Linie, deren Zusammenhang mit dem edelfreien thüringischen Geschlecht nach neueren Forschungen (u. a. von Prof. Dr. Armin Tille, Staatsarchivdir. i. R.) als erwiesen angesehen wird, beginnt mit Hermann Strantz, 1325, urkundlich (Orig. im Stadtarchiv Frankfurt a. O., abgedr. bei Riedel, Nov. cod. dipl. Brandenb. I, 23, Nr. 27). - W. (märkisches): In Silber ein gold-gekrönter schwarzer Löwe.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 (schwarz, silbern, schwarz) Straußenfedern.«  (S. 530, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Rantzau (auch Ranzow, Rantzow und Ranzau).  Luth. Conf. - Eine der ältesten Familien in Holstein u. Dänemark, von Cuno abstammend.  Wippert II. ward vom Kaiser Heinrich IV. 1083 zum Burggrafen von Leisnick u. Markgrafen der Lausitz ernannt, worüber er eine Belehnung erhielt.  Ein Abkömmling desselben, der letzte Sproß der Markgrafen von Leisnick und der Grafen zu Groitz, Otto I., erbaute das Schloß Rantzau in Holstein. - Von Otto III. entsprossen vier noch bestehende Hauptlinien:  a) Aeltere Hauptlinie zum Stammhaus Rastorff.  b) Aeltere Hauptlinie zur Herrschaft Breitenburg (sonst zu Ahrensburg).  c) Jüngere durch Cajus I. entstandene Linie zur Reichsgrafschaft Rantzau, von Dänemark, bei dem Aussterben dieser (männlichen) Linie, sequestrirt, und unter Administration gesetzt.  d) Jüngere Linie der Lehns-Grafen Rantzau, zur Grafschaft Rosenvold in Jütland.«  (S. 390, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)


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