von Kracht


New Wapenbuch 1605

Seite 170, Nr. 5

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 852

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

V, 256

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 147

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1906-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 55, 91


»Kracht.  Evangelisch. - Uradel, der sich um 1260 in einen erzstiftisch-magdeburgischen und einen brandenburg-lausitzisch-ostpreußischen Stamm schied, die Wappenvarianten aufweisen.  Der im Kr. Wanzleben, Wolmirstedt, Jerichow usw. begüterte magdeburgische Stamm, der bereits 1156-65 (vgl. v. Mülverstedt, Regesten I, S. 331/32 und 595/96) nachweisbar ist, wird seit 1605 nicht mehr erwähnt und scheint damals erloschen zu sein; ihm gehörte der letzte Senior des Magdeburger Domkapitels Kardinal Albrecht Kracht, 1487-1569, an.  Stammvater des brandenburg-lausitzisch-ostpreußischen Stammes ist Zabel, 1280-95 urkundlich (Riedel, Cod. dipl. Brandenburg I, 9, S. 6) der zuerst als Ministeriale des Erzstifts Magdeburg, dann als miles fidelis der Markgrafen von Brandenburg in Luckenberg auftritt; sein Urenkel Heinze von Luckenberg oder Heinze Kracht, 1426-71, war der erste Markgräflich brandenburgische Kanzler der Hohenzollern.  Ein sich um 1450 abzweigender ostpreußischer Zweig ist um 1600 erloschen. - W.: a) Von Silber über Rot geteilt mit je einer Greifenklaue verwechselter Farbe.  Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit gleichen Decken ein offener roter Flug; b) (in der Mark, in der Lausitz und in Ostpreußen) in Blau eine geflügelte silberne Greifenklaue mit rotem Balken über dem silbernen Flügel.  Auf dem Helme mit blau-rot-silbernen Decken das Schildbild.«  (S. 277, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942)

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»Kracht.  Evangelisch. - Altmärkischer Uradel, der mit Chrafto, Burgmann von Giebichenstein 1134-1165, und dessen Sohn Albrecht Crafto 1. Dez. 1165 zuerst urkundlich (schenkte dem Kloster Neuwerk bei Halle a. S. zum Seelenheile seines Vaters eine Hufe in Würmlitz) erscheint und als schöffenbarfrei auf Wolmirsleben saß.  Schloßgesessen seit dem Ende des XIV. Jahrhunderts.  Der Name Kracht soll aus dem früher regelmäßig erscheinenden Kraft entstanden sein.  (Eine mit dem Deutschen Orden nach Ostpreußen gekommene Linie ist Ende des XVI. Jahrh. erloschen, während die im Stammlande Magdeburg gebliebene Anfang des XVII. Jahrh. ausging.) - W.: a) Von Silber über Rot geteilt mit je einer Greifenklaue verwechselter Farbe.  Auf dem rot-silbern bewulsteten Helme mit rot-silbernen Decken ein offener roter Flug; b) (in der Mark und in Ostpreußen) in Blau eine geflügelte silberne Greifenklaue mit rotem Querbalken über dem silbernen Flügel.  Auf dem Helme mit blau-rot-silbernen Decken die Schildfigur.«  (S. 416, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 7. Jg. 1906)


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