von Karstedt

Stammsitz Karstädt, nw. Perleberg
(eines Stammes mit denen von Klitzing und denen von Konow)


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 748

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 725; 3. Teil, Seiten 1169, 1231

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 404

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

V, 30

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 120

Jahrbuch des Deutschen Adels

II, 228

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 71, 91


»Karstedt.  Evangelisch. - Brandenburgischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Perleberg, der mit Reinoldus de Karstede 1271 urkundlich (s. von Ledebur, Märk. Forschungen, Bd. III) zuerst erscheint und mit Valentin von Karstedt, Herrn auf Kaltenhof, um 1550 die Stammreihe beginnt. - W.: In Silber 3 (1, 2) silbern-gestulpte rote Tatarenmützen.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken ein wachsender Mann in rot-silbern geviertem Rocke mit Ärmeln von gewechselter Farbe, auf dem Haupte eine solche Tatarenmütze.«  (S. 212, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Karstedt.  Evangelisch. - Preußen (Brandenburg). - Brandenburgischer Uradel, der sich nach dem Orte Karstedt bei Perleberg nennt und mit Reinoldus de Karstede 1271 urkundlich zuerst erwähnt wird. - W.: In Silber drei (1, 2) silbern-gestülpte rote Tatarenmützen.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke ein mit einer ebensolchen Mütze bedeckter wachsender Mann in rot-silbern geviertem Rocke mit Ärmeln von gewechselter Tinktur.«  (S. 489, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Karstede.  Ein von dem Herrn Präsident von der Hagen mir gütigst mitgetheilter Kupferstich zeigt dieses Wapen folgendermaßen an:  Jm silbernen Felde drey rothe ungarische Mützen, deren silberner Ueberschlag wellenförmig gebogen, und mit vier schwarzen Streifen die Länge herab oder pfahlweise belegt ist.  Die Zipfel, welche sich alle rechts kehren, endigen sich mit einem silbernen Quast.  Auf dem Helm ist eine aufwachsende Mannsperson ohne Bart und mit lockigtem Seitenhaar, der Kopf ist mit einer solchen Mütze, wie die im Schilde sind, bedeckt.  Beyde Hände sind dergestalt in die Seite gesetzt, daß ein Theil der inwendigen Hand zu sehen ist.  Sie ist mit einem getheilten silbernen Kragen am Halse, sonst schwarz bekleidet, mit 9 Knöpfen vorne herunter zugeknöpft, und mit einem weißen leinenen Schürz umgürtet.  Helmdecken silbern und roth.

Von dieser zuverläßigen Angabe weichet Fürstens W. B. 1. Th. S. 176 n. 4 merklich ab, indem die Mützen hier 1, 2, gestellet sind, einen gegen die Linke gekehrten spitzen ganz silbernen Ueberschlag, der mit einer Perlenschnur umgeben zu seyn scheinet, und zwischen den Zipfel und Quast einen Knopf haben sollen.  Der aufwachsende Mann des Helms ist nicht ganz vorwärts, sondern etwas linkssehend, unterwärts zwar weiß oder silbern, doch mit keinem Schurz bekleidet, und fasset mit den Händen in den Gürtel, daher man das Auswendige der Hände siehet.  Dieses alte Geschlecht blühet noch in der Mark Brandenburg, doch soll es im Mecklenburgschen, wo Jochim von Karstede 1564 lebte, ausgegangen seyn.«  (Nr. 404, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Karstedt, Carstedt,  Diese adeliche Familie ist eine von den ältesten in der Marck-Brandenburg, wie denn Angelus meldet, daß sie Anno 926 dahin gekommen, als die Wenden aus der Stadt Brandenburg vertrieben worden:  Hans wird unter diejenige Ritter gezehlet, welche mit Hertzog Heinrichen Anno 1492 die Stadt Braunschweig belagert.  Andreas ist mit Churfürst Joachim zu Brandenburg Anno 1562 auf dem Kayserl. Wahl-Tage zu Franckfurt am Mayn gewesen.  Wolff Reinmann, Cornet, hat An. 1691 dem Leichen-Proceß Churfürst Johann Georgen III zu Sachsen mit beygewohnet, wie in Mülleri Annal. Sax. zu sehen.  Märckische Chronic p. 39.«  (c. 965, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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