von Kanne

(v. K.-Hoepfner)


Theatrum Saxonicum 1608

I, 190

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 742

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

3. Teil, Seiten 77, 138, 167, 185, 186, 304, 496, 514-524, 872, 881, 990, 1104

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1859-1940

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 45

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 13, 16, 91


»Kanne.  Katholisch. - Westfälischer Uradel, der mit Konrad Kanne 3. Mai 1196 urkundlich (vgl. Hamelner Urk.-Buch, Band I, 9) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Bernhard von Kanne 1363 beginnt. -

A.  Besitz: Der Erbhof Breitenhaupt (217 ha, vormals Fideikommiß), Kr. Höxter. - W. (Stammwappen): In von Silber und Schwarz gespaltenem Schilde ein Büffelkopf in gewechselten Farben.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 2 von Schwarz und Silber übereck-geteilte Büffelhörner. -

B.  W. (1847): Geviert; 1 und 4 wie Stammwappen, 2 und 3 in Rot ein gekrönter goldener Adler.  2 Helme.; auf dem rechten wie Stammwappenhelm, auf dem linken gekrönten mit rot-silbernen Decken der Adler.«  (S. 292, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Kanne.  W.: quadrirt; 1 und 4 in einem von Silber und Schwarz senkrecht getheilten Felde ein vorwärts sehender Büffelskopf von gewechselten Farben (Stammwappen); 2 und 3 in Roth ein rechts sehender, gekrönter goldener Adler.  Zwei Helme.  Der erste, schwarzsilbern bewulstete mit gleichen Decken trägt zwei von Silber und Schwarz abwechselnd quer getheilte Büffelshörner (Helm des Stammwappens); der andere mit rothsilberner Decke ist gekrönt und trägt den Adler.

Dieses ursprünglich westphälische Adelsgeschlecht blühte nach Hoppenradi et Hammelmanni Chron. de rebus Saxoniae bereits im Jahre 778.  Schon um 1400 war es in der Gegend von Höxter begütert und erwarb später in Westphalen, sowie in Franken und in den Rheinlanden, mehrere Besitzungen.  Johann von Kanne erscheint in einer Urkunde vom Jahre 1320, und Bernhard von Kanne tritt 1405 nebst anderen adeligen Herren als Bürge der Grafen Lippe in einer den Grafen von Schaumburg gegebenen Verschreibung auf.  Jobst von Kanne, der später Clöden im Kurkreise erwarb, war Kammerjunker des Kurfürsten Johann Friedrich zu Sachsen und gerieth mit demselben bei Mühlberg (1547) in Gefangenschaft.  Von ihm stammte im vierten Gliede Christian Ernst von Kanne (+ 1677), Herr auf Sorb, Steinach, Hasenberg &c., k. k. General, Ritter des sächs. Falkenordens, Vorsitzender Kriegsrath, Gesandter &c., welcher s. d. 23. Nov. 1672 vom Kaiser Leopold I. in den Reichsfreiherrenstand erhoben wurde.

Jm Jahre 1544 theilte sich das Geschlecht in eine italienische und sächsische Linie.  Zu der letzteren gehört die unten aufgeführte Nachkommenschaft; über die erstere bleiben Nachrichten vorbehalten.

Jn Preußen wurde dem Gutsbesitzer August von Kanne auf Bruchhausen im Kreise Höxter für sich und seine Descendenz und dem Vatersbruder desselben, Domherrn Felix von Kanne, laut k. preuß. Cabinets-Ordre vom 10. Juli 1847 die Fortführung des freiherrlichen Prädicats gestattet.  Weitere Nachrichten über diese Familienbranche sind der Redaction bis jetzt nicht bekannt geworden.«  (S. 347, Gotha. genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 9. Jg. 1859)


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