von Holtzendorff

Stammsitz Holzendorf, nw. Prenzlau
(vgl. auch das Wappen der von Zeschau)


New Wapenbuch 1605

Seite 175, Nr. 14

Theatrum Saxonicum 1608

I, 121

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 687; 2. Teil, Spalte 1569

Genealogische Adels-Historie

2. Teil, Seite 550-560

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1811, I, 610

Archiv für Geschichte und Genealogie, 1842

I, 273

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 2

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 112

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 165, 166

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 110

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1829-1940

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 753

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 18, 49, 63, 117


»Holtzendorff.  Evangelisch. - Uckermärkischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Prenzlau, der mit Otto de Holtzendorpe 11. Aug. 1297 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg. A., 15, S. 46) zuerst erscheint und bald in mehreren Stämmen auftritt; schloßgesessen in der Uckermark seit dem 14. Jahrhundert. - W.: In von Silber und Schwarz geviertem Schilde ein roter Balken.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein mit 3 natürlichen Pfauenfedern besteckter, hermelin-gestulpter, roter Hut zwischen 2 von Silber und Schwarz übereck-geteilten und mit rotem Balken belegten Büffelhörnern.«  (S. 174, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Holtzendorff.  Evangelisch. - Preußen (Brandenburg, Pommern und Westpreußen) und Königreich Sachsen. - Ukermärkischer Uradel, dessen Stammsitz der Ort Holzendorf im heutigen Kr. Prenzlau ist und der mit Otto de Holtzendorpe 1297 urkundlich zuerst erwähnt wird und bald in mehreren getrennten Stämmen auftritt. - W.: In von Silber und Schwarz geviertem Schild ein roter Balken.  Auf dem Helme mit schwarz-silberner Decke ein mit Pfauenfedern besteckter hermelin-gestülpter schwarzer Hut zwischen zwei von Silber und Schwarz übergeteilten und mit rotem Balken belegten Büffelhörnern.«  (S. 425, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Es ist aber das Geschlecht derer von Holtzendorff, oder wie es vor Zeiten genennet worden, von Holltdorp in Meissen und zwar, wie einige derer Historicorum, sonderlich Peccenstein in Theatr. Sax. cap. X. p. 121. und mit diesem der Autor von der Fortsetzung des allgemeinen Historischen Lexici p. 188. bemercken, von denen Schadewochen entsprossen, welchem aber andere beständig contradiciren, wenn sie melden, daß es Märckischer Ankunfft seyn soll, welcher Meynung auch Spangenberg zugethan scheinet.  Doch findet man so viel gewisse Nachricht, daß der damahls aus Sächsischen Stamme regierende Römische Käyser Heinricus cognom. Auceps A. C. 926. nebst etlichen andern auch einen dieses Geschlechts in die Marck versendet, selbigen sonderlich mit einen herrlichen Ritter-Guthe begnadiget, mit dem ernsten Befehl, sich denen damahls öfftern und grausamen Einfällen derer Vandalorum mit gesamter Hand zu wiedersetzen.  Dessen Nachkommen sind nun eine geraume Zeit daselbst verblieben, und haben sich ziemlicher massen ausgebreitet, biß endlich Stellanus num. 13. sich wieder in Meissen begeben, allwo auch dessen Nachkommen, Gott gebe lange Zeit, im beständigen und geseegneten Flore stehen.  Man würde zwar von denen Stammhaltern einen gantzen Catalogum hersetzen können, welche denen Regenten in der Marck bey allen vorgefallenen Gelegenheiten ungemeine Dienste geleistet, wenn nicht die verschiedenen Kriegs-Troublen denen damahls aufmercksamen Historicis allzu nachdrücklichen einhalt gethan, dererjenigen Nahmen und besondere Meriten, so sich mit ungemeiner Tapferkeit und löblichen Thaten besonders distinguiret, zu dero unvergeßlichen Ruhm in die Zeit-Bücher einzuverleiben, dahero nur von etlichen wenigen ietzo einige Meldung geschehen kan.

Bruno von Holtzendorff ist der erste, welcher durch seine Heldenmüthige Tapferkeit, die er in der Hunnischen Schlacht bey Merseburg A. C. 933. bewiesen, sich bey der Nachwelt berühmt gemacht, er war an dem Hoffe Graff Siegfrieds von Ringelheim, als damahligen Besitzers der Marck Brandenburg, um das Jahr 946 in grossen Ansehen, und hatte durch seine kluge Aufführung sich dessen völlige Gnade erworben.  Achim von Holtzendorff hat nicht weniger durch seine erwiesene Treue bey der Nachwelt sich fast unsterblich gemacht.  Er war Schloß-Herr oder Hauptmann zu Stendal, und hat seinem Herrn, Markgraf Otten zu Brandenburg, Anno 1240. in der Schlacht bey Mittewalda wieder Landgraff Heinrichen in Thüringen tapffere Dienste geleistet, auch eine herrliche Victorie befechten helffen.«  (p. 551, Genealogische Adels-Historie, 2. Teil, 1729)

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»Soll zwar ein märckisch Geschlechte, vnd daselbsten am meisten gesessen seyn, Weil aber vor dessen einer dieser Familia, vnd Stellanus von Holtzendorff, das fürneme Gut Dreschka vnter Belgern, erkaufft, habe ich dieses adeliches Geschlechte auch nicht hierbey gehen lassen wollen, soll sonsten Sächsischer Ankunfft, vnd von den Herrn Schadewachen sein Herkommen haben.

Des eltesten wird in Historien Graff Sigfriedens von Ringelheim, so die Marck Brandenburg, ohngefähr vmb die Jahr Christi 946. besessen, vnd Brunonis von Holtzendorff derogestalt gedacht, daß er nicht allein in dessen sondern Gnaden zu Hofe, sondern auch mit in der Schlacht vor Merseburg wider die Vngern erhalten, gewesen.

So wol wird Achin von Holtzendorff Schloßherr oder Heuptmann zu Stendal vnter Marggraff Otten von Brandenburg, mit dem Pfeil, Anno 1240. rühmlichen angezogen, daß er bey seinem Herrn in der Schlacht bey Mittelwalde, zwischen Landgraff Heinrichen in Thüringen, vnd ermelten Marggraffen gehalten, trewlichen vmbgetretten, vnd eine herrliche Victoria, da der Feind in die Flucht getrieben, vnd der Bischoff zu Halberstadt Ludolphus gefangen, erhalten helffen.

Nichts minderer auch Dieterich von Holtzendorff bey Marggraff Friederichen Churfürsten Anno 1450. in Ansehen gewesen, Denn da ermelter Marggraff Hertzog Wilhelm von Sachsen, wider seinen Bruder Churfürst Friederichen, Beystand geleistet, st dieser Dieterich von Holtzendorff, als ein Oberster, mit den Märckischen Reutern, nach dem Lande zu Thüringen abgefertiget, welcher denn seinen obligenden Befehlich nach sich tapffer vorhalten, doch jhme einsmals mißlungen, daß er vnter der Naumburg geschlagen, vnd sampt etlichen vom Adel, vnter denen ein Herr von Putlitz, Busso von der Schulenburg, Arnold Krummensee, vnd andere gefangen, jedoch bald hinwieder von Hertzog Wilhelm von Sachsen, gegen andern Gefangenen, anders Theils, ausgewechselt, vnd vff freyem Fuß gestellt worden.

Zu vnserer Zeit ist Dietterich von Holtzendorff, Churf. Brandenburgischer Heuptmann der alten Marcke, vnd geheimer Raht, wegen seines hohen Verstandes, fürtrefflicher Erfahrung, in sonderm Respect vnd Ansehen gewesen, vnd jetzo noch Joachim von Holtzendorff vff Bretzschen vnd Wittenßdorff, in sonderm Beruff, als auch vor angezeiget.

Stellanus von Holtzendorff, Churfürstlicher Sächsischer Hoff vnd Stallmeister vff Dreschkaw, seiner Frömmigkeit vnd adelichen Tugenden beruffen, so von seinem adelichen Weibe Euphemia von Haugwitzin, Herrn Christoffs vff Putzkaw eheliche Tochter zwey Söhnlein, Christian vnd Stellanus, verlassen, vnd Anno 1605. seliglichen zu Dreßden verstorben, Der allmechtige Gott erhalte diesen adelichen Stam, zu seines Namens Ehren, Amen.«  (p. 121, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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