von Hinüber


Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 155

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1909-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 84

Grundriss der Heraldik, 1968

Seite 25


»Hinüber.  Evangelisch. - Das Geschlecht, bereits um 1400 nachgewiesen, beginnt die urkundlich nachgewiesene Stammreihe mit Neveldt (Arnold) Hen Oever, der 1554 nach dem Tode des Dietrich Hen Oever vom Abt von Werden mit dem Gute Henoever bei Hetterscheid belehnt wurde (vgl. v. Hinübersche Familien-Zeitung, Nr. 34, Dez. 1936).  Der Name wechselte zwischen Hen Oever, Henover, Heynover, Hinoever und Hinüber.  Besitz: Eine 13. Juni 1845 errichtete Familienstiftung (mit dem Posthof [ungefähr 30 ha] in Hannover). - W. (1765, 1775): Im von Blau und Rot schrägrechts geteilten Schilde ein springendes goldenes Reh.  Auf dem Helme mit rechts blau-goldenen, links rot-goldenen Decken das Reh wachsend vor 3 blauen, einer goldenen und 3 roten Straußenfedern.«  (S. 281, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 34. Jg. 1942)

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»von Hinüber.  Den 17. August 1765 ward die Renovation des Adels des Legationsratsh Jobst Anton Hinüber, für sich und die von ihm Abstammenden, auf den Grund eines Kaiserlichen Diploms vom 21. März 1765, publicirt.

Den 7. November 1775 ward die Erneuerung des Adels des Ober-Amtmanns Johann Heinrich Hinüber zu Wildeshausen, für sich und seine eheliche Nachkommen, auf den Grund eines Kaiserlichen Diploms vom 31. August 1775, publicirt; derselbe war der vollbürtige Bruder des vorerwähnten Legationsraths Jobst Anton von Hinüber.

Die Familie gehört zu dem landsässigen Adel und besitzt ein Gut in Morsum im Bremischen.

Sie stammt sich aus dem Bergischen, wo die ältere Linie seit 1569 das Gut Hinüber besitzt.

Um die Mitte des 17. Jahrhunderts legte ein Mitglied dieser Familie die ersten fahrenden Posten in hiesigen Landen nach Cassel, Bremen und Hamburg an, nachdem im Jahre 1615 der Kaiser Mathias den Freiherrn Lamoral von Taxis mit dem General-Erbpostmeister-Amte im Römischen Reiche beliehen hatte.  Es entsetzte zwar der Taxissche Postmeister Parwein zu Cassel 1656 den Hinüberschen Posthalter zu Münden; indeß diese Differenz und eine andere mit dem Braunschweigischen Postmeister Deichmann ward durch Vergleich beseitigt.«  (S. 155, Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840)


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