die von Herzberg

(von Herzenberg)


Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1859-1941

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 11


»Herzberg.  Evangelisch. - W.: quadrirt und mit einem gekrönten Mittelschild, worin auf grünem Dreihügel ein gekrönter schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln steht (Gnadenwappen von 1676).  1 und 4 von Roth über Schwarz quer getheilt; oben ein linksgewendeter wachsender goldener Löwe, unten zwei gekreuzte goldene Aehren.  2 und 3 in Silber ein rothes Herz, welches schrägerechts aufwärts von einem goldenen Pfeil durchbohrt ist.  Zwei gekrönte Helme.  Der erste mit rothsilbernen Decken trägt zwischen einem offenen Fluge, dessen rechter Flügel von Schwarz über Gold und linker von Roth über Silber quer getheilt ist, den wachsenden goldenen Löwen; der zweite Helm mit schwarzgoldenen Decken trägt den gekrönten schwarzen Adler.

Die ursprünglich sächsische und thüringen’sche Familie hieß ehedem „von Schmid“.  Augustin (geb. 1608), einziger Sohn des Johann Christoph von Schmid und der Jutta geb. von Bünau, war der Letzte seines Stammes, der diesen Namen führte.  Er trat 1635 in kaiserliche Kriegsdienste, in welchen er bis zu dem hohen Rang eines Ober-Kriegs-Commissairs und Feld-Artillerie-Zeugmeisters avancirte.  Kaiser Ferdinand III. erhob ihn s. d. 23. April 1649 in den ungarischen Adelstand, und Kaiser Leopold I., dessen Rath er später wurde, s. d. 28. Aug. 1670, unter Veränderung seines Namens in „Herzberg“ (eigentlich „Herzenberg“), in den Reichsritterstand.  Am 12. Nov. 1676 ertheilte ihm dieser Kaiser auch die Reichsfrei- und Pannerherrenwürde, indem er zugleich sein altes Familienwappen mit dem Mittelschild vermehrte.

Reichsfreiherr Augustin, der sich am 26. Januar 1643 mit Sibylla geb. von Wiedemann vermählt hatte, starb am 4. Juli 1684 zu Linz.  Seine Nachkommenschaft ist im Herzogthum Sachsen-Altenburg, in den reußischen Landen und im Königreich Preußen ansässig, sowie im Herzogthum Nassau bedienstet.«  (S. 306, Gotha. genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 9. Jg. 1859)


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