von Hertefeld +

(von Eulenburg und H.)


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

2. Teil, Spalte 832

Siebmachers großes Wappen-Buch, Supplemente 1753-1806

I, 7, Nr. 1

Gothaischer Genealogischer Hofkalender

1901-1942 (Eulenburg)

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IV, 333

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1856-1867

Siebmacher's großes Wappenbuch

VII, 2. Abt. Seite 31


»Eulenburg und Hertefeld.  Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, als dessen erster Namensträger Conradus de Ilburg 1170-97 urkundlich (vgl. Diplomat. Ileburgense von G. A. von Mülverstedt, Magdeburg, 2 Bände, 1879) auftritt.  Die urkundlich belegte ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Otto von Jleburg 1199.  Mitglieder des Geschlechts erscheinen als Vögte und Herren der Burg, Herrschaft und Stadt Ilburg (das heutige Eilenburg).  Im 14. Jahrhundert wendet sich das Geschlecht nach Ostpreußen, wo es Lehen vom Deutschen Orden erhält (Gallingen 1468, noch im Besitz der Familie).  Im 16. Jahrhundert zur Herrenkurie in der ständischen Vertretung des Herzogtums Preußen gehörig. - Preußische Freiherrenstandsbestätigung Cöln a. Spree 4. April 1709 (für das Gesamtgeschlecht); preußischer Graf Berlin 19. Sept. 1786 (für Jonas und Ernst-Christoph Freiherren zu Eulenburg); preußischer „Fürst (primog.) zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels“, mit „Durchlaucht“ Berlin 1. Jan. 1900, geknüpft an den Besitz des 3. Nov. 1866 gestifteten Hertefeldschen Fideikommisses (für Philipp Grafen zu Eulenburg).  [Das Stammhaus des dem niederrheinischen Uradel angehörigen und mit dem Begründer des Fideikommisses 1867 erloschenen freiherrlichen Geschlechts von Hertefeld war schon im 12. Jahrhundert im Familienbesitz].  Erbliches Mitglied des ehemaligen preußischen Herrenhauses Berlin 27. Jan. 1900. - Der älteste Sohn führt den Namen Graf zu Eulenburg und Hertefeld, die übrigen Nachgeborenen den Namen Graf bzw. Gräfin zu Eulenburg. - Besitz: Ehemaliges Fideikommiß Liebenberg, Kr. Templin; Häsen, Kr. Ruppin; Hertefeld und Kolk, Kr. Geldern. - W. (1900): Geviert mit geteiltem Herzschild belegt, darin oben in Gold ein wachsender rot-gekrönter und -bezungter schwarzer Löwe, unten in Blau 3 (2, 1) sechsstrahlige goldene Sterne (Stammwappen); 1 und 4 in Silber ein springender roter Hirsch (Hertefeld), 2 und 3 durch silberne Schrägrechts-Balken geteilt, oben in Blau ein silberner Stern, unten in Schwarz eine brennende goldene Fackel (Sandels).  3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken Kopf und Hals eines roten Hirsches, auf dem mittleren mit schwarz-goldenen Decken der gekrönte golden-geflügelte schwarze Löwe wachsend (Stammwappenhelm), auf dem linken mit blau-silbernen Decken 2 silberne Straußenfedern.  Schildhalter: Rechts ein gekrönter schwarzer Löwe, links ein roter Hirsch, beide einwärts-sehend.  Fürstenhut und -mantel.«  (S. 389, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 179. Jg. 1942)


zurück