von Hake

(v. Hacke)


New Wapenbuch 1605

Seite 179, Nr. 4

Theatrum Saxonicum 1608

I, 306

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 566

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 486

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

IV, 123

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 89

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 58

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 31; VII, 1. Abt. Seite 47

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 135, 136

Jahrbuch des Deutschen Adels

I, 764

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1941

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 647


»Hake (Hacke).  Evangelisch. - Mittelmärkischer Uradel, der mit dominus Hake, miles de Lebus, 15. Juli 1325 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, 23, Nr. 27) zuerst erscheint, besonders im Teltow und Havellande im 14. Jahrh. weitverbreitet auftritt und sich in 2 Stämme teilte, deren Stammväter, Hans auf Machnow und Achim auf Bornim und Dallgow, Brüder waren.  (Vgl. Lehnbrief vom 17. Febr. 1435 [s. Riedel, Cod. dipl. Brandenb. I, 11, S. 339]).  Ein dritter Stamm ist 1801 erloschen.  Erbschenken der Kurmark Brandenburg seit 1616. - W.: In Silber 3 (2, 1) aufgerichtete, abgewendete, schwarze Haken.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken ein aufgerichteter, silberner Nagel zwischen 2 gestürzten, abgewendeten, schwarzen Haken.«  (S. 159, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Hake (Hacke).  Evangelisch. - Preußen (Brandenburg), Königreich Sachsen, Bayern und Nordamerika. - Mittelmärkischer Uradel, der besonders im Teltow und auf dem Barnim bereits im XIV. Jahrhundert weit verbreitet auftritt. - Erbschenken der Kurmark Brandenburg seit 1616. - W.: In Silber drei (2, 1) aufgerichtete und abgewendete schwarze Haken.  Auf dem Helme mit schwarz-silberner Decke ein aufgerichteter silberner Nagel, beseitet von zwei gestürzten abgewendeten schwarzen Haken.«  (S. 368, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Hagken.  Jst gar ein altes Geschlechte, vnd Anno 520. wie es die Thüringische Chronica gibet, allbereit bekandt vnd in Flore gewesen, da dann von einem vnd Ritter Hagken dieses berühmbt wird, daß er als ein thätiger Kriegsman bey den Sachsen in grossem Ansehen gewesen, deme sie auch die Sachsenburg auff dem Finnischen Berge eingegeben, wider die Francken jhnen desto sterckern Beystand zu leisten, inmassen er dann thätlichen zu Werck gerichtet, damals neben wenigen, vnd kaum 100. freudigen Soldaten, die Francken bey Nacht vnd Nebel in jhrer Landfestunge Scheidingen vberfallen, dem andern Hauffen die Thor geöffnet, vnd also damals alles darinnen erschlagen, vnnd die Festunge den Sachsen eigen gemacht.

Wegen solcher ritterlichen That ist er nicht allein hochberühmbt, besondern jhm auch nachgelassen, beneben der Sachsenburg, so jm auff sein Leben mit aller Zubehörunge zu geniessen eingereumet, ein sonderes Haus, vnd zwar auff einen Berg, jedoch etwas seithalben, vnnd nach dem Abgang zu bawen, vnd vor sich vnd die seinen erblichen zu behalten.  Jnmassen dann das Vnterschlos daselbsten sampt dem Forberge noch heut bey Tage die Hagkenburg genennet wird.  Dieser Hagke vnd dessen Posteri haben mit den Graffen von Beichlingen jederzeit im Streitt gesessen wegen etlicher Gehöltze vnnd Wildbahne vnter der Mündenbrück, welches jhm der Graff allerding nicht gestatten wollen, darüber die Herrschafft endlichen ins Spiel gerahten, vnd beyde Theil derer örter ausgekaufft, von dannen sich diß Geschlecht in andere Länder, vnd besondern in die Marck Brandenburg gewendet, da dann einer, vnnd Ernst Hagk also beruffen worden, daß er bey Marggraff Woldemar in sondern Gnaden gewesen, also auch daß er dessen geheimbter Raht, vnnd fast Heber vnd Leger gewesen, vnnd da zur Zeit dem Marggraffen ein Vnfall begegnet, also, daß er von seinem Vettern einem vberfallen, vnd der Marggraff niemand als diesen Hagken vmb sich gehabt, habe sich derselbe dem Sicario vorgeworffen, vnd denselben mit seiner Faust erlegt, wegen solcher Trewe vnnd männlicher That der Marggraff ermelten Hagken nicht allein hoch respectirt, zum Ritter geschlagen, besondern jhm auch vor menniglichen dieses Zeugnis gegeben:  Er müsse bekennen vnd sagen, daß er an jhm ein freudiges trewes Gemüth von Jugend auff befunden, vnd an jhm das war sey, Was ein guter Hagke werden wolle, das krümme sich in der Zeit.  Von solcher Rede diesem Ernst Hagken der Name gegeben, da er zuuor einen andern gehabt, vnnd wie ich von einem alten Historico berichtet, diese Familia vor dessen die Beissen geheissen, inmassen sich diß Geschlecht vor alters NN. die Beissen, sonsten Hagken genandt, geschrieben, wie dann dergleichen mit andern Familiis sich zugetragen.  Bey vnsern Zeiten hat sich diß Geschlecht weit ausgebreitet, also, daß dieselben nicht allein am Hartz, besondern in der Marck, Pommern vnd Mechelburg jetziger Zeit gesessen, Doch wollen etliche Historici, daß solche nicht eines Stammes vnd Ankunfft, vnd die, so drey Hagken im Schild führen, denen so quer durchs Schild drey Lampen, oder eines andern Zeichens sich gebrauchen, vorzuziehen, so ich in seinem Werth vnd Vnwerth beruhen lasse, wohnet diß Geschlecht jtzo noch zu Wahlhausen, vnnd zu Schilffa im Ampt Weissensee.«  (p. 306, Theatrum Saxonicum, 1. Teil, 1608)


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