von Hagke

Stammsitz Hackenburg, sö. Frankenhausen


Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 565

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 496

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 30

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 94

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1901-1941

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 5, 15, 93


»Hagke.  Evangelisch. - Thüringischer Uradel, der sich früher Hake, auch Hacke schrieb, und mit Henricus Hake, miles, in einer vom Landgrafen Albert von Thüringen ausgestellten Urkunde 1266 (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden; vgl. v. Hagke, Urkundl. Nachr. des Kr. Weißensee, Weißensee 1867, S. 591) zuerst erscheint.  Das Geschlecht besaß früh die Sachsenburg und die Hackenburg, dann seit dem 14. Jahrhundert Schilfa. - W.: In Blau 2 aufwärts geschrägte, silberne Schlüssel.  Auf dem Helme mit blau-silbernen Decken ein offener silberner Flug.«  (S. 158, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Hagke.  Evangelisch. - Thüringischer Uradel.  Das Geschlecht, das sich früher Hake und Hacke schrieb, erscheint zuerst mit Henrikus, miles, der in einer vom Landgrafen Albert von Thüringen ausgestellten Urkunde 1266 als Zeuge erwähnt wird.  Die Familie besaß früh die Sachsenburg und Hackenburg, dann, seit 1235, Schilfa (420 ha.), das sie noch heute innehat. - W.: In Blau zwei aufwärtsgeschrägte silberne Schlüssel, auf dem Helme ein offener Flug.«  (S. 342, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 2. Jg. 1901)

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»Jst gar ein altes Geschlechte, vnd Anno 520. wie es die Thüringische Chronica gibet, allbereit bekandt vnd in Flore gewesen, da dann von einem vnd Ritter Hagken dieses berühmbt wird, daß er als ein thätiger Kriegsman bey den Sachsen in grossem Ansehen gewesen, deme sie auch die Sachsenburg auff dem Finnischen Berge eingegeben, wider die Francken jhnen desto sterckern Beystand zu leisten, inmassen er dann thätlichen zu Werck gerichtet, damals neben wenigen, vnd kaum 100. freudigen Soldaten, die Francken bey Nacht vnd Nebel in jhrer Landfestunge Scheidingen vberfallen, dem andern Hauffen die Thor geöffnet, vnd also damals alles darinnen erschlagen, vnnd die Festunge den Sachsen eigen gemacht.

Wegen solcher ritterlichen That ist er nicht allein hochberühmbt, besondern jhm auch nachgelassen, beneben der Sachsenburg, so jm auff sein Leben mit aller Zubehörunge zu geniessen eingereumet, ein sonderes Haus, vnd zwar auff einen Berg, jedoch etwas seithalben, vnnd nach dem Abgang zu bawen, vnd vor sich vnd die seinen erblichen zu behalten.  Jnmassen dann das Vnterschlos daselbsten sampt dem Forberge noch heut bey Tage die Hagkenburg genennet wird.  Dieser Hagke vnd dessen Posteri haben mit den Graffen von Beichlingen jederzeit im Streitt gesessen wegen etlicher Gehöltze vnnd Wildbahne vnter der Mündenbrück, welches jhm der Graff allerding nicht gestatten wollen, darüber die Herrschafft endlichen ins Spiel gerahten, vnd beyde Theil derer örter ausgekaufft, von dannen sich diß Geschlecht in andere Länder, vnd besondern in die Marck Brandenburg gewendet, da dann einer, vnnd Ernst Hagk also beruffen worden, daß er bey Marggraff Woldemar in sondern Gnaden gewesen, also auch daß er dessen geheimbter Raht, vnnd fast Heber vnd Leger gewesen, vnnd da zur Zeit dem Marggraffen ein Vnfall begegnet, also, daß er von seinem Vettern einem vberfallen, vnd der Marggraff niemand als diesen Hagken vmb sich gehabt, habe sich derselbe dem Sicario vorgeworffen, vnd denselben mit seiner Faust erlegt, wegen solcher Trewe vnnd männlicher That der Marggraff ermelten Hagken nicht allein hoch respectirt, zum Ritter geschlagen, besondern jhm auch vor menniglichen dieses Zeugnis gegeben:  Er müsse bekennen vnd sagen, daß er an jhm ein freudiges trewes Gemüth von Jugend auff befunden, vnd an jhm das war sey, Was ein guter Hagke werden wolle, das krümme sich in der Zeit.  Von solcher Rede diesem Ernst Hagken der Name gegeben, da er zuuor einen andern gehabt, vnnd wie ich von einem alten Historico berichtet, diese Familia vor dessen die Beissen geheissen, inmassen sich diß Geschlecht vor alters NN. die Beissen, sonsten Hagken genandt, geschrieben, wie dann dergleichen mit andern Familiis sich zugetragen.  Bey vnsern Zeiten hat sich diß Geschlecht weit ausgebreitet, also, daß dieselben nicht allein am Hartz, besondern in der Marck, Pommern vnd Mechelburg jetziger Zeit gesessen, Doch wollen etliche Historici, daß solche nicht eines Stammes vnd Ankunfft, vnd die, so drey Hagken im Schild führen, denen so quer durchs Schild drey Lampen, oder eines andern Zeichens sich gebrauchen, vorzuziehen, so ich in seinem Werth vnd Vnwerth beruhen lasse, wohnet diß Geschlecht jtzo noch zu Wahlhausen, vnnd zu Schilffa im Ampt Weissensee.«  (p. 306, Theatrum Saxonicum, 1. Teil, 1608)


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