von Gruben

Stammsitz Grubenhagen, sw. Einbeck
(vgl. auch das Wappen der von Ketteler)


Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 141

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 9. Abt. Seite 8; III, 5. Abt. Seite 5

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 86

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 91

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1901-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 15, 67


»Gruben.  Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der mit Heinrich von Grube zu Suderstedt, im Gefolge des Pfalzgrafen Heinrich (eines Sohnes Heinrichs des Löwen), 1208 urkundlich (vgl. Bilderbeck, Samml. Urk., Band II, 2. Stück, S. 140-41, Nr. 2) zuerst erscheint.  Die Stammreihe beginnt mit Woldemar; vermählt 1305 mit Armgard von Ketteler. - W.: a) (bis um 1305): In Gold 3 rote Rosen.  Auf dem Helme mit rot-goldenen Decken eine rote Rose zwischen 2 schwarzen Federn; b) (seit 1305): In Silber ein schwarzer Kesselhaken (von Ketteler).  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken 3 rote Rosen (Helmzier seit dem 18. Jahrh. ein natürlicher Eichstamm mit 2 in die Höhe stehenden grünen Blättern [ähnlich von der Decken]).«  (S. 201, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942)

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»Gruben (Grube).  Lutherisch. - Preußen und Königreich Sachsen. - Niedersächsischer Uradel, der mit Heinrich von Gruben in Duderstadt 1208 im Gefolge Heinrichs des Löwen erscheint und von Anfang des XIV. Jahrhunderts an im Lande Kehdingen auftritt. - W.: a) altes Wappen bis ca. 1305: In Gold drei rote Rosen; auf dem Helme zwischen zwei schwarzen Federn eine rote Rose; b) jetziges Wappen (seit 1305): In Silber ein schwarzer Kesselhaken.  Auf dem Helme ein Eichstamm mit zwei grünen in die Höhe stehenden Blättern.

Die von Gruben führen ihren Ursprung bis ins X. Jahrhundert zurück und waren Burgmänner auf dem Grubenhagen bei Einbeck und Marschälle der Herzöge von Calenberg, bis Herzog Albrecht der Große dem Ritter Kuno von Gruben sein durch Treubruch verwirktes Lehen nahm.  Mit dem Anfange des XIV. Jahrhunderts verschwindet die Familie aus dem Calenbergischen, erscheint aber zur selben Zeit mit Woldemar von Gruben im Kehdinger Land, der Armgard von Kettler heiratet und den Kettlerschen Kesselhaken in sein Wappen nimmt.  Noch 1727 führte der Kornet Otto von Gruben auf Eggerkamp die drei Grubenschen Rosen als Helmschmuck.  Durch vielfache Verschwägerung mit den von der Decken nahmen die Gruben im XVIII. Jahrhundert auch den Helmschmuck dieser an, aber mit emporstehenden Blättern.«  (S. 329, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 2. Jg. 1901)


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