Herren zu Eulenburg

(zu E. und Hertefeld, von Ileburg)

Stammsitz Eilenburg, nö. Leipzig
(a. d. H. der Burggrafen von Wettin)


Schlesisches Wappenbuch von Crispin und Johann Scharffenberg

Tafel 61, Nr. 4

New Wapenbuch 1605

Seite 31, Nr. 9

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

2. Teil, Spalte 265

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 343

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 7

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

III, 173

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 105

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1831-1942

Gothaischer Genealogischer Hofkalender

1901-1942

Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter

Seite 277

Europäische Stammtafeln

IV, Tafeln 88, 89a

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 1, 2, 14, 25, 56, 75, 82, 90, 124, 130


»Eulenburg.  Obersächsischer Uradel, als dessen erster Namensträger Conradus de Jlburg 1170-1197 urkundlich (G. von Mülverstedt, Diplomat. Ileburgense, Magdeburg, 2 Bände, 1877/79) auftritt.  Die urkundlich belegte ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Otto von Ileburg 1199.  Mitglieder des Geschlechts erscheinen als Vögte und Herren der Burg, Herrschaft und Stadt Ilburg (das heutige Eilenburg).  Im 14. Jahrhundert wendet sich das Geschlecht nach Ostpreußen, wo es Lehen vom Deutschen Orden erhält (Gallingen 1468, noch im Besitz der Familie).  Im 16. Jahrhundert zur Herrenkurie in der ständischen Vertretung des Herzogtums Preußen gehörig. - Preußische Freiherrenstandsbestätigung Cöln a. d. Spree 4. April 1709 (für das Gesamtgeschlecht); preußischer Graf Berlin 19. Sept. 1786 (für Jonas und Ernst-Christoph Freiherren zu Eulenburg). - W. (1786 = Stammwappen): Geteilt; oben in Gold ein wachsender rot-gekrönter und -bezungter schwarzer Löwe, unten in Blau 3 (2, 1) sechsstrahlige goldene Sterne.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken der hier gold-gekrönte, blau-golden geflügelte schwarze Löwe wachsend.«  (S. 201, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

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»Eulenburg und Hertefeld.  Evangelisch. - Obersächsischer Uradel, als dessen erster Namensträger Conradus de Ilburg 1170-97 urkundlich (vgl. Diplomat. Ileburgense von G. A. von Mülverstedt, Magdeburg, 2 Bände, 1879) auftritt.  Die urkundlich belegte ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Otto von Jleburg 1199.  Mitglieder des Geschlechts erscheinen als Vögte und Herren der Burg, Herrschaft und Stadt Ilburg (das heutige Eilenburg).  Im 14. Jahrhundert wendet sich das Geschlecht nach Ostpreußen, wo es Lehen vom Deutschen Orden erhält (Gallingen 1468, noch im Besitz der Familie).  Im 16. Jahrhundert zur Herrenkurie in der ständischen Vertretung des Herzogtums Preußen gehörig. - Preußische Freiherrenstandsbestätigung Cöln a. Spree 4. April 1709 (für das Gesamtgeschlecht); preußischer Graf Berlin 19. Sept. 1786 (für Jonas und Ernst-Christoph Freiherren zu Eulenburg); preußischer „Fürst (primog.) zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels“, mit „Durchlaucht“ Berlin 1. Jan. 1900, geknüpft an den Besitz des 3. Nov. 1866 gestifteten Hertefeldschen Fideikommisses (für Philipp Grafen zu Eulenburg).  [Das Stammhaus des dem niederrheinischen Uradel angehörigen und mit dem Begründer des Fideikommisses 1867 erloschenen freiherrlichen Geschlechts von Hertefeld war schon im 12. Jahrhundert im Familienbesitz].  Erbliches Mitglied des ehemaligen preußischen Herrenhauses Berlin 27. Jan. 1900. - Der älteste Sohn führt den Namen Graf zu Eulenburg und Hertefeld, die übrigen Nachgeborenen den Namen Graf bzw. Gräfin zu Eulenburg. - Besitz: Ehemaliges Fideikommiß Liebenberg, Kr. Templin; Häsen, Kr. Ruppin; Hertefeld und Kolk, Kr. Geldern. - W. (1900): Geviert mit geteiltem Herzschild belegt, darin oben in Gold ein wachsender rot-gekrönter und -bezungter schwarzer Löwe, unten in Blau 3 (2, 1) sechsstrahlige goldene Sterne (Stammwappen); 1 und 4 in Silber ein springender roter Hirsch (Hertefeld), 2 und 3 durch silberne Schrägrechts-Balken geteilt, oben in Blau ein silberner Stern, unten in Schwarz eine brennende goldene Fackel (Sandels).  3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken Kopf und Hals eines roten Hirsches, auf dem mittleren mit schwarz-goldenen Decken der gekrönte golden-geflügelte schwarze Löwe wachsend (Stammwappenhelm), auf dem linken mit blau-silbernen Decken 2 silberne Straußenfedern.  Schildhalter: Rechts ein gekrönter schwarzer Löwe, links ein roter Hirsch, beide einwärts-sehend.  Fürstenhut und -mantel.«  (S. 389, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 179. Jg. 1942)

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»Eulenburg und Hertefeld.  Protestantisch. - Schloß Liebenberg, Provinz Brandenburg, Preußen. - Obersächsische (oder meißnische) Dynasten zu Ilburg (Ileburg, dem heutigen Eilenburg) 1156.  Preußischer Graf d. d. Berlin 19. Sept. 1786.  Preußische Namen- und Wappenvereinigung mit denen der + Freiherren von Hertefeld d. d. Berlin 16. Febr. 1898 für den jeweiligen Besitzer des Hertefeldschen Fideikommisses (das 3. Nov. 1866 gestiftet, aus den Rittergütern Hertefeld, Kr. Geldern, und Kolk, Kr. Kleve, und den Liebenberger Gütern, Kr. Templin u. Ruppin besteht).  Preußischer Fürst (primog.) zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels, mit dem Prädikat „Durchlaucht“ d. d. Berlin 1. Jan. 1900, geknüpft an den Besitz des Hertefeldschen Fideikommisses (für den Grafen Philipp, s. unten).  Erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses d. d. Berlin 27. Jan. 1900. - W. (1900): Geviert und mit Herzschild (dem Gräfl. Eulenburgschen Stammwappen) belegt; 1 und 4 (Hertefeld) in Silber ein springender roter Hirsch, 2 und 3 (Sandels) durch einen silbernen Schrägrechtsbalken geteilt, oben in Blau ein silberner Stern, unten in Schwarz eine brennende goldene Fackel.  Drei Helme, vorn Hertefeld, mitten Stammhelm, hinten Sandels.  Schildhalter: ein rot gekrönter schwarzer Löwe und ein roter Hirsch.  Devise: Constantia et virtute.  Fürstenmantel und -hut.«  (S. 305, Gotha. Genealog. Hofkalender, 138. Jg. 1901)

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»Eulenburg.  Evang. Conf. - Ostpreußen. - Stammt aus dem Geschlecht des letzten sächsischen Königs Wittekind, welcher zugleich Graf von Wettin war, ab.  Schon 1017 starb ein Graf Friedrich zu Eulenburg ohne Erben.

Albrecht, Landgraf zu Thüringen, hatte 4 Söhne: 1) Friedrich, Markgraf zu Meißen; 2) Dietrich, Graf zu Eulenburg, starb ohne Erben; 3) Albrecht, Graf zu Eulenburg, Ordensherr und Comthur in Preußen; 4) Heinrich, Freiherr zu Eulenburg auf Sonnenwalde und Steinau, war wegen Uneinigkeit mit s. Familie nach Böhmen gegangen, von wo er dem Orden in dessen Kriege mit den heidnischen Preußen zu Hülfe zog, starb 1380, verm. mit Hedwig Henricka, Tochter des Herzogs von Glogau.  Dessen Enkel Botho Wenzeslaus, Freiherr zu Eulenburg, wurde wegen standhafter Vertheidigung des Marienburger Schlosses gegen die Polen, 1445, mit den Gebieten Gallingen und Leuneburg belehnt, welche Güter noch in der Familie sind.  Er war der erste Besitzer in Preußen. - Ernst Christoph, Freiherr zu Eulenburg wurde mit seiner ganzen Descendenz 1786 von dem Könige Friedrich Wilhelm II. von Preußen wieder in den Grafenstand erhoben, mit Beibehaltung des ganzen alten Wappens.«  (S. 174, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 8. Jg. 1835)


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