von Ende

(eines Stammes mit denen von Wolffersdorff)


New Wapenbuch 1605

Seite 154, Nr. 12

Theatrum Saxonicum 1608

I, 102

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 46, 63, 155, 156, 159-162, 299, 300, 301-336, 414, 463, 524-526, 535, 549, 559, 621, 668, 670, 709, 724, 726, 727, 738, 746, 791, 809, 878, 880, 881, 916, 939, 940, 961, 962, 970, 997, 998, 1005, 1022, 1023, 1041, 1068, 1088, 1090; 2. Teil, Seiten 143, 145, 190, 199, 277, 278, 316, 317, 331-334, 346, 389, 413, 472, 474, 540, 560, 601, 643, 660, 673, 701, 719, 740, 742, 780, 1068, 1070, 1072, 1073, 1076, 1079, 1132, 1166, 1192; 3. Teil, Seiten 77, 78, 137, 138, 167, 185, 209, 218, 230, 283, 302, 303, 306, 411, 414, 437, 468, 497, 500, 507, 557, 572, 612, 726, 736, 747, 763, 765, 766, 773-775, 800, 872-875, 877, 881, 904, 906, 988-990, 993, 1052, 1102, 1104, 1106, 1113, 1141, 1153, 1155, 1174, 1206, 1217

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 490

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 217

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 330

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 124

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1858-1942

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 45

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seiten 9, 26; II, 9. Abt. Seite 21

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 99-101

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 63

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 351

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 13, 61


»Ende.  Thüringisch-sächsischer Uradel, der mit Hermannus de Fine 26. Sept. 1222 urkundlich (sächs. Haupt-Staatsarchiv Dresden) zuerst erscheint und mit Nickel von Ende (1335-62), Ritter, Herrn auf Rothengraben, Markgräflich meißnischer und thüringischer Rat, die Stammreihe beginnt. - Wappenbesserung (Helmkrone) Neustadt-Wien Montag vor St. Michelstag (26. Sept. 1463) (für die Brüder Ulrich und Heinrich von Ende); Reichsfreiherr Augsburg 31. Okt. 1530 (für Nikolaus von Ende, seine Brüder und Vettern). - W. (1463): In Gold ein hochsteigender (auch schreitender) natürlicher Wolf.  Auf dem gekrönten Helme mit schwarz-goldenen Decken der Wolf sitzend.«  (S. 98, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»von Ende, Uradel.  Die Familie gehört zu dem landsässigen Adel und besitzt das Gut Bierde im Lüneburgischen; sie stammt sich aus Sachsen und ist 1759 durch den Ober-Appellationsrath Gotthelf Dieterich von Ende, früher Herzoglich Braunschweig-Lüneburgischen Hofrath, in die hiesigen Lande gekommen; indeß stand auch in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein General Rudolph von Ende in hiesigen Diensten.  Die Familie erscheint schon 1290 und 1295 in Urkunden.  Den 10. Mai 1705 ward Christian Vollrath von Ende vom Kaiser Joseph I. in den Freiherrnstand erhoben.«  (S. 124, Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840)

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»Ende.  Jm goldenen Felde einen grauen springenden, und auf dem gekrönten Helme, einen sitzenden Wolf, beyde die Zunge und Zähne zeigend.  Helmdecken golden und grau.  Stammbuch mit Unterschrift: Ehrenfriede von Ende 1593.  Ein anderer gleichen Vornamens unterschrieb sich am 28 Aug. 1618.  Das Wapen war jenem völlig gleich, nur daß die Wölfe Zungen und Zähne nicht zeigten.

Albinus in der Historie der Grafen und Herren von Werthern S. 63. hat einen schwarzen Wolf, und Fürstens W. B. 1 Th. S. 154. n. 12. zwar nicht die Farbe des Wolfes, wol aber die Helmdecken, welche golden und schwarz seyn sollen, angegeben.  Dürfte man von diesen auf das Wapenbild einen Schlus machen, so wäre der Wolf schwarz.

Auf einem Pettschaft habe ich den Wolf mit aufgesperretem schweißigem oder blutigem Rachen, auf Stammbäumen silbern oder röthlich tingirt gesehen.  Wahrscheinlich ist es ein Versehen, wann beym Dithmar S. 13. n. 39. der Wolf grün schraffiret ist.  Statt der Helmdecken ist daselbst ein Mantel.

Auf der 42ten Kupfertafel zu von Dreyhaupt Beschreibung des Saalkreises n. 2. findet sich ein Freyherrlich Endesches Wapen, an welchem die Tinktur des Wolfes nicht bemerkt, derselbe aber mit offenem Rachen und auf allen 4 Füßen stehend, gebildet ist.  Der Schild lehnet sich, und der Helm stehet auf dessen linker Ecke, ist gekrönt und trägt einen sitzenden Wolf.  Die fehlenden Helmdecken ersetzt ein auf- oder in die Höhe gebundener Mantel, der auswendig golden ist, inwendig aber nebst dem Wolfe grau zu seyn scheinet.  Sächsisch.«  (Nr. 217, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Ende.  „1627.

Gottes gnadt Vnndt gesunter leib
ein Warmeß Bett, ein schönnes Weib,
Vngrisch geltt, Prohtt bier V. wein
daß ist alle Zeitt mein reim

Dieß schreibe ich George Ehrenfridt Von Endt meinen lieben bruder Hannß Wilhelm Römer Zur stehtt werenter gedechniß geschehen Zur Wirda den 26 February.“«  (Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels, 1884)

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»Ende.  Diß adeliches Geschlecht ist vhralter vnd Meyßnischer Ankunfft, vnd jederzeit von hohen Tugenden vnd Thaten berühmbt, Jm fünfften Thurnier, so zu Braunschweig Anno 996. gehalten, wird eines vnd Götzen oder Gottfriedens vom Ende, allbereit, neben andern, so in der Schawe zugelassen, gedacht, Daraus vermutlichen, daß nicht damals erst dieses Geschlecht in Ansehen, besondern lange zuuor in Wirden gewesen, Jnmassen denn hernacher kein Thurnier gehalten werden können, da nicht dieses Geschlechte beygewesen, hieraus denn jhr heroisch Gemüt, vnd wie solche erbarn Thaten nachgezogen, zu vernemen, Vnd ist zu beklagen, daß derer Vorfahren Heldenthaten nicht mit mehrerm ans Tages Liecht gebracht.

Bey einem alten Historico habe ich gelesen, daß diese adeliche Familia vor Alters die Wolffersberger sollen genant worden seyn, vnd als solche mit den Wolffskehlern einem Fränckischen Geschlecht, in einen langwirigen Streit, darüber sie von beyden Theilen zum Faustrecht kommen, gerahten, vnd dessen kein Ende werden wollen, soll ein Fürst von Sachsen sich endlichen in die Sache geschlagen haben, vnd weil die vom Ende gantz vnuersühnlich gewesen seyn, gesagt haben, es müste einaml ein Ende seyn, vnd so einen Machtspruch gethan, dannenhero die Wolffersberger den Namen Ende empfangen, vnd an sich genommen haben sollen, so ich in seinem Werth beruhen lasse.  Einmal aber ist es gewiß, daß solche vor vielen vndencklichen Jahren die vom Ende geheissen.

Vor vnserer Zeit, vnd ohngefehr vmb das Jahr Christi 1426. ist Herr Heinrich vom Ende Ritter vff Roßberg, Kaina, Wolckenburg, Königesfeld, vnd wildenborn, in grossem Ansehen, Keysers Sigismundi Raht, vnd Churfürst Friederichs von Sachsen des Ersten Orator zu frembden Potentaten gewesen, von deme geschrieben wird, daß er ein weiser, verstendiger vnd hocherfahrner Mann gewesen, jhme auch der Herren Stand durch wolermelten Keyser auffgetragen, Jnmassen er denn in die Böhmische Landtaffel mit eingeschrieben, vnd jhm die Landfestung Carlstein, vff sein Leben eingegeben, Hat einen Sohn vnd Conradum Churfürsten Friederichs des Andern Raht vnd Hoffmarschalch, hinterlassen, welcher hinwiederumb zween Söhne Vtz oder Vlrich, vnd Heinrich, so Keyser Friederichen dem Dritten, als solcher von den Vngerischen Ständen in Wien Anno 1441. belagert, vnd eben hart beengstiget, als versuchte Kriegsleute, trewen Beystand geleistet, vnd hat Heinrich drey Söhne verlassen, Herr Ehrenfried vff Wildenborn, Heinrich Churfürst Ernesti von Sachsen Marschalch, vnd Gottfried, vnd hat Herr Ehrenfried der elter wiederumb einen Sohn, vnd Ehrenfried den jüngern, dieser aber drey Söhne, Ehrenfried, Gottfried vnd Alexander, Hertzog Albrechts von Sachsen Hoffmeister, vnd keiner keine Erben verlassen, also diese Linea auffgangen.  Heinrich der ander Bruder Herr Ehrenfrieds des eltern ingleichen keine Erben gelassen.  Gottfried aber den Stam fort propagirt, vnd etliche Söhne gezeuget, Vnter andern Ewald der erste, so drey Söhne, Heinrich, Vtz vnd Gottfried verlassen, so alle drey Erben gehabt, vnd Heinrich einen Sohn, auch Heinrich genant, welcher vier Söhne, Vtz aber sechs Söhne, vnd Gottfried einen Sohn, vnd George Vlirch vor dessen Assessorn des keyserlichen Cammergerichts zu Speyer, jetzo aber Churf. S. Hoffraht, ein gelerter, verstendiger, ansehnlicher Mann verlassen.

Ehrenfried der ander Sohn Gottfrieds vier Söhne.  Conrad der dritte keinen.

Nicol der vierdte einen Sohn, vnd Quirinus, welcher hinwieder Haubolden verlassen, vnd ist dieser Nickel ein hochuerstendiger Mann, vnd Keysers Caroli V. Hoffraht, vnd Orator zu frembden Potentaten, Doctor Juris gewesen, so auch den Herrenstand hinwieder vff sich vnd seinen Stam gebracht.

Wolff der fünffte, ein fürnemer Kriegsman vnd Hertzog Georgen von Sachsen Oberster in den Friesischen Zügen gewesen, vnd sich tapffer vnd ritterlichen vorhalten, vnd drey Söhne, vnter andern Wolffen, den Jüngern verlassen, so nicht minder als der Vater einen guten Kriegsmann gegeben, vnd sich in Heerzügen gebrauchen lassen.

Zu vnserer Zeit ist Vtz vom Ende der älter vff Pichen, welches Haus er von denen von Sallhausen erkaufft, vnd etliche Söhne als Wolffen, Heinrichen vnd Vtzen vnter andern verlassen.

Jtem Heinrich Bilgram, vnd Conrad Gebrüdere zu Zscheplin, von denen der letzte ohne Erben verstorben, Heinrich Bilgram aber, Wolff Rudolphen, jetziger Besitzer zu Zscheplin, welcher hinwieder Johann Heinrichen, Rudolph vnd Abraham gezeuget, hinterlassen, im Beruff vnd Ansehen, So wol Heinrich vom Ende zu Brandis, so aber jetziger Zeit in andere Hände gelassen, vnd dieselbe Linea, wie mit andern Familiis ingleichen, sehr gefallen.«  (p. 102, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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