von Einsiedel


New Wapenbuch 1605

Seite 153, Nr. 9

Theatrum Saxonicum 1608

I, 73

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 160, 239-300, 332, 535, 635, 792, 880, 1005; 2. Teil, Seiten 560, 593, 1192; 3. Teil, Seiten 169, 800, 1052, 1154, 1231

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 476

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 207

Diplomatische Nachrichten adelicher Familien

2. Teil, Seite 31-36

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 323

Allgemeines Genealogisches und Staats-Handbuch

64. Jahrgang, I, Seite 543

Siebmacher’s großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seiten 2, 25; III, 1. Abt. Seite 7

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

III, 67

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 43

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 95-98

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 61

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1908-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1825-1942

Erbarmanschaft Wettinischer Lande

I, 370

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 336

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 2, 11, 18, 56, 66, 72, 123, 132

Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Sachsen

Seite 289


»Einsiedel.  Lutherisch.  Meißnischer Uradel, der mit Guntherus de Einsedelen unter den militares in Scapa (Zschopau) 1299 urkundlich (Orig. im Reg.-Archiv Altenburg, Urk. I, 71; vgl. R. Freiherr von Mansberg, Erbarmanschaft Wettinischer Lande, Band I, Dresden 1903, S. 370), zuerst erscheint.  Die Namensform wechselte zwischen Einseideln, Einsedeln, Einsidlin, Eynsydl, Ainsidel, Eynsedil, Einsidel und Einsiedel. - Reichsgraf (im kursächs. Reichsvikariat) ... 9. Sept. 1745 (für Johann Georg von Einsiedel, Königl. poln. u. kursächs. Hofmarschall, dessen Söhne die Stammväter der beiden Zweige waren). - W. (1745, Schild = Stammwappen): In Gold ein weißbärtiger barfüßiger Einsiedler in blauer Kutte und silbern-gestulpter blauer Mütze, der in der Rechten das Paternoster von roten Korallen und eine stahlfarbene Axt mit braunem Griff, in der Linken eine stahlfarbene zweizinkige Hacke (Karst) an braunem Griffe auf der Schulter trägt.  Grafenkrone und 3 gekrönte Helme; auf dem rechten mit rot-silbernen Decken ein gold-gekrönter und -bewehrter silberner Adler (Polen), auf dem mittleren mit blau-silbernen Decken der Einsiedler wachsend (Stammwappenhelm), auf dem linken mit schwarz-goldenen Decken gold-gekrönter, von Schwarz und Gold 8mal geteilter Spitzhut, um den sich schrägrechts ein grüner Rautenkranz windet und der oben mit 3 natürlichen Pfauenfedern besteckt ist (Sachsen).«  (S. 192, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

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»Einsiedel.  Evangelisch-lutherisch.  Meißnischer Uradel, der mit Heinrich 1265 und Guntherus de Einseideln als Zeugen 1299 urkundlich zuerst erscheint.  Die Namensform wechselte zwischen Einseideln, Einsedeln, Einsidlin, Eynsydl, Ainsidel, Eynsedil, Einsidel und jetzt Einsiedel. - W.: In Gold ein blaugekleideter Einsiedler mit weißem Bart und silbernbestulpter blauer Mütze, der in der Rechten das Paternoster von roten Korallen mit einer kleinen Axt, in der Linken eine zweizinkige Hacke (Karst) auf der Schulter trägt.  Auf dem goldgekrönten Helm mit blau-goldenen Decken der Einsiedler.«  (S. 210, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Uradeligen Häuser, 9. Jg. 1908)

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»Einsiedel.  Luth. - Jm Königreich Sachsen und in der sächs. u. preuß. Lausitz. - Reichsgraf 25. Oct. 1745. - W.: in Gold ein Einsiedler in blauer Kutte mit gleichfarbiger, spitziger Mütze, welcher in der Rechten über der Schulter einen schwarzen, am Ende mit zwei abwärts gekehrten Zinken besetzten Stab und in der Linken einen Spitzhammer trägt, von dem ein Rosenkranz herabhängt.«  (S. 214, Gotha. Genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser, 28. Jg. 1855)

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»Einsiedel.  Ein seit d. Mitte des 13ten Jahrhunderts bekanntes sächsisches, zum Theil, u. zwar 1745 auch gräfliches Geschl.  Gleichenstein, N. 21.  V. Uechtritz, Gesch. I. Th. 7. und 29. Taf. 174.  Dess. diplomatische Nachr., III. S. 133-135.  Kirchennachr. von 1683-1689.  Gauhe, I. S. 364-69.  König, I. Th. N. 169 S. 239-300.  J. J. Trillitzsch, einsiedelisches Stammbuch, Mscpt.  Peckenstein, Theatr. sax. I. Th. S. 73-79.  Beckmanns Anhaltische Historie, VII. Th. S. 211.  Von Hattstein, Hoheit des t. Reichsadels, II. Th. im Supplem. S. 11-13.  J. E. Knauths Beschr. des hochadelichen Geschlechts der von Einsiedel. Mscpt.  Allgemeines Handbuch. I. B. S. 543-45.  Mehrere Gedächtnißschriften über das Ableben einzelner Glieder dieser Familie führt Weinart in d. Lit. der s. Geschichte, II. Th. S. 553. u. f. auf.  Dienemann vom Johann. Orden, S. 188. N. 26. S. 342.  Siebmacher, I. Th. S. 153. N. 9.  V. Meding, I. N. 207.  Möllers Denkwürdigkeiten, S. 92. und ff.  V. Schönberg, II. fol. 19-220. 31-43.  G. Peschels Beschreib. d. Mscpts.  Möller Pf. einsiedelische Stammchronik vom 13ten Jahrhundert bis 1718.  Von Uechtritz, diplomatische Nachrichten, II. Th. S. 31-36.  Köhne, a. g. N.«  (S. 323, Hellbach, Adels-Lexikon, 1. Band, 1825)

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»Einsidel auch Grafen.  Jetzt führt dieses uralte Geschlecht im goldenen Felde einen rechtsgekehrten gehenden Einsiedler, im blauen Tallar, eine blaue Mütze auf dem Haupte, eine zweyzinkigte Hacke, oder Weinkerst (Jnstrument, mit welchem der Wein behacket wird) über der linken Schulter tragend, in der rechten Hand einen Rosenkranz oder Paternoster und ein Beil, letzteres gleichsam als einen Stab haltend.  Ueber dem gekrönten Helm findet sich der Einsiedler wie im Schilde.

Dienemann vom Johann. Orden S. 188. n. 26. und mehrere Stammbäume.  So ist es auch in der Domkirche zu Naumburg an einem Grabsteine zu sehen, woselbst aber das Beil fehlt, der Helm keine Krone, sondern einen Wulst führet.  Hingegen in einem Stammbuche mit Unterschrift: Heinrich Abraham von Einsidel 1604 und in Beckmanns Anhaltischer Historie 7 Th. Tab. A. ist der Mönch schwarz bekleidet, das Beil fehlt und die Helmdecken sind golden und schwarz.  Gleichwol soll nach der von Beckmann a. a. O. S. 215 hinzugefügten Beschreibung, der Mönch aschenfarbig bekleidet seyn, in der linken Hand ein rothes Paternoster, in der rechten ein Weinmeisterkerst, oder Hacke von Eisenfarbe halten, desgleichen auch die Helmdecken golden und blau seyn.  Die aschenfarbige Bekleidung des Mönches, welche auch Estor in der Ahnenprobe S. 345. aus Königs Adelshistorie genommen, scheinet durch die jetzige Führung des Wapens sattsam widerlegt, auch die linke Stellung des Einsiedlers, die man in Fürstens W. B. 1 Th. S. 153. n. 9 und vermuthlich durch diesen verleitet, oftmals in Stammbäumen antrift, unrichtig zu seyn.  Sächsisch.

Das Gräfliche Wapen, wie es Dienemann S. 342. angiebt, ist in Ansehung des Schildes unverändert, der Schild wird durch eine Perlenkrone bedeckt, über welcher 3 gekrönte Helme stehen.  Der mittelste ist der adelich Einsidelsche Helm, auf dem Helme zur Rechten ist ein dem Anscheine nach rothgekrönter, silberner, linkssehender Adler; auf dem zur Linken eine siebenfach schwarz und goldene quer gestreifte Pyramide, mit einem grünen Rautenkranze schrägrechts überlegt.  Oben ist sie gekrönt, und mit 3 Pfauenfedern besteckt.  Der Schild wird von 2 goldenen zurücksehenden Löwen, mit durch die Beine geschlagenem Schwanze und ausgeschlagener rothen Zunge gehalten, und die Helmdecken sind in der Mitte, so viel ich bemerken können, blau, rechts silbern und roth, links golden und schwarz.«  (Nr. 207, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Einsiedel.  IV.

„Ehre gesundheitt vnnd Langes Leben
Ein schönes pferdt, brave Dam darneb.
u. s. w.

Straßburg 26 Martij 1629.  Hilldebrandt von Einsiedell.“«  (Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels, 1884)

»Einsiedel.  X.

„Wer waß weiß der Schweig
wehm wohl ist der Bleib
wehr waß hatt der behalts
Vnglück kompt ohne deß baldt +

Omnes Desiderant Coronam Christi; sed non animadvertunt quod fuerint (sic) spinosa.

Dieses Schreib zu freundliche. andenken seinem vielgeEhrte. Freundte zu Gnandstein den 7. Martij Ao: 1649. Rudolf Hauboldt von Eins..del mpp.“«  (Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels, 1884)


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