von Eckartsberg

Stammsitz Eckartsberga, nö. Apolda
(vgl. auch das Wappen der Koller)


New Wapenbuch 1605

Seite 148, Nr. 2

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalten 3077, 3078

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 311

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

III, 20

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1904-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 61


»Eckartsberg. Evangelisch und katholisch. - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weimar, der mit Christian de Ekehardisberc 25. Nov. 1185 urkundlich (s. Dobenecker, Reg. dipl. epist. historiae Thuringiae II, Nr. 719) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Hans von Eckartsberg, Herrn auf Zetwitz, um 1500 beginnt.  Das Geschlecht kam im 17. Jahrhundert über Meißen nach Schlesien. - W.: In Gold ein schwarzes Hifthorn mit silbernen Spangen und silberner Schnur.  Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken 3 (silbern, golden, silbern) Straußenfedern.«  (S. 157, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 41. Jg. 1942)

»Eckartsberg. Evangelisch. - Preußen (Schlesien). - Thüringischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Weimar, der mit Henricus de Eckirsberg, miles, 1221 urkundlich zuerst erscheint.  Das Geschlecht kam über Meißen im 17. Jahrhundert nach Schlesien. - W.: In Gold ein schwarzes Hifthorn mit silbernen Spangen und silberner Schnur.  Auf dem Helme mit schwarz-goldenen Decken zwei goldene und eine silberne Straußenfeder.«  (S. 224, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 5. Jg. 1904)

»Eckartsberg, Eckersberge.  Altes thüringisches Adelsgeschlecht, welches in Thüringen und Sachsen erloschen ist, in Schlesien aber noch blüht.  Als Stammhaus wird die jetzige Kreisstadt Eckardsberga in der Provinz Sachsen angenommen, welche schon 1197 vorkommt.  Im 16. Jahrh. sass das Geschlecht auf den meissen’schen Gütern Berge und Weisstropp und im 17. Jahrh. breitete sich dasselbe aus dem Hause Nieder-Zauche im Sprottauischen aus und erwarb im Laufe der Zeit auch andere Güter, von welchen Zauche, Neudeck, Parchau etc. noch in letzter Zeit in der Hand der Familie waren.  Johann v. Eckersberg starb 1406 als Dompropst zu Naumburg. - Heinrich v. E., gest. 1604, - ein Sohn des Oswald v. E., Herrn auf Berge, und der Euphemia v. Haugwitz, - besass Weisstropp und war Hausmarschall des Kurfürsten Christian II. zu Sachsen.  Seine eben genannte Mutter starb verwittwet 1625 als Hofmeisterin der kurfürstlichen Wittwe zu Lichtenburg. - Christian Heinrich v. E., Herr auf Zauche, war 1681 Landes-Deputirter des Sprottauischen Kreises, setzte den Stamm in Schlesien fort und Einer seiner Nachkommen hat Zauche zu einem der schönsten Landsitze Schlesiens umgeschaffen. - Johann Ludwig v. E. wurde 1793 als k. preuss. Generalmajor und Chef eines Füsilierreg. pensionirt. - Carl Heinrich v. E., früher auf Kunzendorf, war 1836 Landrath des Kr. Glogau.  Von seinen Brüdern war um diese Zeit der ältere, der Landesälteste und Kreisdeputirte v. E., verm. mit einer Gräfin v. Logau, Herr auf Parchau im Kr. Lüben und der jüngere, Friedrich Wilhelm v. E. und Weisstropp, verm. seit 1820 mit Luise Grf. Monts de Mazin, Herr auf Nieder-Zauche und Mittel-Giessmannsdorf, ist k. preuss. Major a. D. und Landschafts-Director der Fürstenthümer Glogau und Sagan.«  (S. 20, Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, 3. Band, 1861)

»Eckersberg, Eckartsberg.  1) Ein längst erloschenes sächsisches, besonders thüringisches Geschlecht.  Siebmacher, I. Th. S. 148. N. 2.  V. Meding, I. N. 204.  Gauhe, I. S. 358. - 2) Ein schlesisches, im 17ten u. 18ten Jahrhundert vorkommend. Geschlecht.  Gauhe, a. a. O.«  (S. 311, Hellbach, Adels-Lexikon, 1. Band, 1825)

»Eckersberg.  Aus diesem alten längsterloschenen Sächsischen Geschlechte war Johannes Domprobst zu Naumburg und + nach Ausweisung seines in der Domkirche befindlichen Epitaphii am 12ten May 1406.  An den neuen Domprobstey-Gebäuden sind aus den alten Mauren verschiedene in Stein gehauene Wapen mit eingemauert zu sehen.  Das oben an stehende ist ein quer liegendes Jagdhorn, mit einem einmahl oberwärts geschlungenen Bande, über demselben drey schwebende Sterne in einer Reihe, der mittelste jedoch etwas höher als die andern.  Was die im Schilde hinzugefügten, gegen die Oberwinkel gesetzten Buchstaben R. W. bedeuten sollen, kann ich nicht herausbringen.  Es leidet aber wohl keinen Zweifel, daß dieses Wapen dem Herrn Domprobste von Eckersberge zugehöre, denn in einem Stammbaume treffe ich ein goldenes Feld, mit einem von Silber und blau fünfmahl getheilten, mit der Mündung rechts gekehrten quer liegenden Jagdhorne an.  Das daran befestigte schwarze Band oder Schnur ist oberwärts einmahl geschlungen.  Vor und nach der mittelsten silbernen Abtheilung, ist es mit einer goldenen Schnur umwunden.  Der gekrönte Helm ist mit drey Strausfedern, einer goldenen, einer silbernen und einer blauen, besteckt.  Helmdecken golden und schwarz.

Fürstens W. B. 1 Th. S. 148. n. 2. hat beym Horne sowohl, als der dritten Strausfeder, statt der blauen, die schwarze Farbe angegeben.«  (Nr. 204, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)


zurück