von Ebeleben +

Stammsitz Ebeleben, sw. Sondershausen


Schlesisches Wappenbuch von Crispin und Johann Scharffenberg

Tafel 59, Nr. 4

New Wapenbuch 1605

Seite 144, Nr. 5

Theatrum Saxonicum 1608

I, 188

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 64, 157, 160, 299, 462, 535, 636, 678, 1089, 1108; 2. Teil, Seiten 280, 361-370, 426, 469, 539, 700, 1214; 3. Teil, Seiten 170, 498, 566, 747, 756, 774, 793, 874, 876, 879, 880, 884, 918, 993, 994, 1157, 1171, 1217, 1226

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 459

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 197

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 305

Beschreibung von Sachsen und der Ernestinischen, Reußischen und Schwarzburgischen Lande, 1845

Seite 758

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

II, 618

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 92

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 59


»Ebeleben.  Eine der ältesten und ansehnlichsten adelichen Familien in Thüringen, deren Stamm-Haus Ebeleben unweit Arnstadt gelegen.  Von Ludolphen Rittern ist ein Brief de Anno 1318 vorhanden, darinn er sich verbindet, daß er sich wider Marckgraf Friedrichen von Meissen nicht in ein Bündniß einlassen wolle.  Von einem dieses Geschlechts meldet Chytraeus und Fabricius in Sax. daß er mit Apeln von Vitzdum nicht wohl dran, sonsten aber Churfürsts Friderici Placidi Rath gewesen, und bey seinem Herrn es dahin gebracht, daß der bekannte Krieg mit seinem Bruder Hertzog Wilhelmen entstanden.  Christoph defendirte nebst Bastian von Wallwitz die Stadt Leipzig wider Churfürst Johann Friedrichen.  Er ward hernach Hertzog Moritzens zu Sachsen geheimder Rath, und meldet Sleidanus L. 19 Hist. von ihm, daß er Unter-Händler gewesen in Beylegung der Mißhelligkeiten zwischen seinem Herrn und zwischen Landgraf Philippen in Hessen, er habe auch den Letztern dahin beweget, daß er sich im damahligen Schmalkaldischen Kriege dem Kayser ergeben, und eine Abbitte thun möchte; nachdem aber solches geschehen, und in den Accords-Puncten an statt 'ohne einigen' gestanden 'ohne ewigen' Gefängniß, oder zum wenigsten also zweiffelhafft geschrieben worden, daß das letztere auch hat können gelesen werden, und der Landgraf hierauf 5 Jahr, als ein Gefangener zubringen müssen, hat der von Ebeleben sich dermassen darüber betrübet, daß er kurtz darauf vor Bekümmerniß gestorben.  Er wird von einigen zugleich Ober-Hof-Richter zu Leipzig und Amts-Hauptmann zu Weissenfels genennet.  Rudolph ist ein berühmter Sächsischer Kriegs-Obrister um die Mitte des XVI Seculi gewesen.  Apel hat zu Anfang des vorigen Seculi als Chur-Sächsischer Rath floriret, und das Stamm-Haus Ebeleben, wie auch Wartenberg besessen.  Andreas Caspar war um selbige Zeit Amts-Hauptmann zu Zörbig und Bitterfeld.  Hans Christoph starb Anno 1651 als Chur-Sächsischer Hof-Richter zu Wittenberg und Amts-Hauptmann zu Beltzig, als der letzte seines Geschlechts, und erbten die von Witzleben als Mitbelehnte Wartenburg und andere Ebelebenische Güter.  Gotha diplom.  Peccenst. Theatr. Sax.«  (p. 459, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


zurück