Burggrafen zu Dohna

(zu D.-Lauck, zu D.-Schlobitten, zu D.-Schlodien)

Stammsitz Dohna, w. Pirna


New Wapenbuch 1605

Seite 19, Nr. 12

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

2. Teil, Seite 274

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 440

Siebmachers großes Wappen-Buch, Supplemente 1753-1806

II, 5, Nr. 5

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1762, 81; 1811, I, 532

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 287

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1826-1942

Gothaischer Genealogischer Hofkalender

1901-1942

Neues preussisches Adels-Lexicon

I, 429

Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels

II, 298

Siebmacher’s großes Wappenbuch

III, 1. Abt. Seite 6

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

II, 534

Geschlechts-, Namens- und Wappensagen des Adels dt. Nation

Seite 37

Geschichte des Oberlausitzer Adels und seiner Güter

Seite 152-164

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seiten 82-86

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 56

Geschichte des Oberlausitzischen Adels und seiner Güter 1635-1815

I, 309

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 1, 2, 8, 19, 28, 70, 77, 123, 124


»Dohna.  Reformiert. - Edelfreies Geschlecht, das mit Henricus nobilis de Rotowe (Rötha) im Pleißner Lande 1127 urkundlich (Urk.-Buch des Hochstiftes Merseburg I, S. 80) zuerst auftritt und seit 30. Nov. 1156 (Fundationsurk. der Peterskirche auf dem Lauterberg bei Halle; vgl. Köhler, Kloster des heil. Petrus, S. 49) nachweisbar im Besitze der bis ins 13. Jahrhundert reichsunmittelbaren Burggrafschaft Donin (heute Dohna) war.  Gewaltsame Besitznahme der Burggrafschaft durch die Markgrafen von Meißen 1402; letzte (böhmische) Belehnung mit der Burggrafschaft Dohna Brüx 28. Dez. 1420 (durch Kaiser Sigismund für die Burggrafen Nikolaus und Jesko von Donin); letzte Erinnerung wegen Rückgabe der Burggrafschaft Dohna Prag 7. Dez. 1558 (durch Kaiser Ferdinand I. an Kurfürsten August von Sachsen); letztes Restitutionsgesuch sämtlicher Burggrafen zu Dohna Prag 13. Nov. 1619 (an König Friedrich von Böhmen). - Anerkennung als Reichsburggrafen und Grafen Prag 18. März 1648 (durch Kaiser Ferdinand III.); desgleichen kurbrandenburgische Anerkennung für das Herzogtum Preußen Kleve 27. Juni 1648 (beides für das Gesamtgeschlecht, von dem heute nur die seit 1469 in Preußen angesessene Linie blüht). - Preußische Erhebung der Fideikommißherrschaften Lauck, Reichertswalde, Schlobitten-Prökelwitz und Schlodien-Carwinden zur „Gesamtgrafschaft Dohna“ 10. Sept. 1840; die jedesmaligen vier (nunmehr drei) Besitzer derselben waren erbliche Mitglieder des ehemaligen preußischen Herrenhauses seit 12. Okt. 1854. - W. (Stammwappen): In Blau 2 schräg-gekreuzte 5endige silberne Hirschstangen.  Auf dem gekrönten Helme mit blau-silbernen Decken eine gold-gekrönte Jungfrau mit langem goldenen Haar im von Silber und Blau gevierten Gewande zwischen den silbernen Hirschstangen hervorwachsend, welche sie mit den Händen hält.«  (S. 172, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Gräflichen Häuser, Teil A, 115. Jg. 1942)

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»Dohna.  Evangelisch. - Schlobitten, Proekelwitz und Mohrungen in Ostpreußen. - Erste nachweisbare Belehnung dieses alten Dynastengeschlechtes mit der erblichen Reichsburggrafschaft Donyn (dem heutigen Dohna im Königreich Sachsen) d. d. Merseburg 1153 (durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa) für Henricus, dessen Vorfahren schon zu der Karolinger Zeit in Sachsen angesessen waren.  Letzte Belehnung d. d. Brixen 20. Dez. 1420 (durch Kaiser Sigismund); Anerkennung als Burggrafen und Grafen d. d. Prag 18. März 1648 (durch Kaiser Ferdinand III); desgleichen kurbrandenburgische Anerkennung d. d. Kleve 27. Juni 1648; erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses 12. Okt. 1854; preußischer Fürst (primog.) zu Dohna-Schlobitten mit dem Prädikat „Durchlaucht“ d. d. Berlin 1. Jan. 1900. - W. (1900): unverändert, mit fürstlichen Abzeichen.«  (S. 303, Gotha. Genealog. Hofkalender, 138. Jg. 1900)

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»Dohna.  Reform. Conf. - Preußen. - Die Burggrafen und Grafen von Dohna stammen von den Grafen v. Urpach her.  Conrad Graf v. Urpach erhielt im J. 843 das Burggrafenthum Dohna.  Seine Nachkommen konnten sich nur abwechselnd im Besitz erhalten.  1341 erhielten sie denselben zwar wieder, verloren ihn aber völlig im J. 1402.  Kaiser Sigismund belieh demnächst die Burggrafen, ohne ihnen jedoch den Besitz des Burggrafenthums wieder verschaffen zu können.  1454 ließen sich die Grafen von Dohna in Preußen nieder, wohin sie schon früher und zwar seit 1329 dem deutschen Orden mehrmals Hülfstruppen zugeführt hatten.  Jm J. 1600 erhob Kaiser Rudolf II. den Reichsburggrafen und Grafen Abraham zu Dohna in den Reichsfürstenstand, wovon indessen die Familie später keinen Gebrauch machte.«  (S. 153, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 9. Jg. 1836)


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