von Cramm

(von Sierstorpff-Cr.)


New Wapenbuch 1605

Seite 167, Nr. 10

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 367

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seiten 13, 335, 549, 568; 2. Teil, Seiten 88, 412, 1117; 3. Teil, Seiten 18, 992, 1051, 1205

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 153

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 246

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 107

Archiv für Geschichte und Genealogie, 1842

I, 276

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

II, 347

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 2. Abt. Seite 4; II, 9. Abt. Seite 5; VII, 2. Abt. Seite 26

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 640 (Ahnentafel)

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 75

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1859-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 4, 58


»Cramm.  Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der sich wohl nach dem Orte Kramme im Amte Saldern nennt und mit Dietrich von Cramme 1150 urkundlich (Urk.-Buch des Hochstifts Halberstadt, Band I, Nr. 344) zuerst erscheint; die Stammreihe beginnt mit Ludolf von Cramme, 1246.  Erbkämmerer des vormaligen Herzogtums Braunschweig. - W.: In Rot 3 (2, 1) silberne Lilien.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine mit 3 natürlichen Pfauenfedern besteckte, je von einer silbernen Lilie beseitete rote Säule.«  (S. 90, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Cramm (Sierstorpff-Cramm).  Lutherisch. - Niedersächsischer Uradel, der sich wohl nach dem Orte Kramme im Amte Saldern nennt und mit Dietrich von Cramme 1150 urkundlich (Urk.-Buch des Hochstifts Halberstadt, Band I, Nr. 344) zuerst erscheint; die Stammreihe beginnt mit Ludolf von Cramme, 1246.  Erbkämmerer des vormaligen Herzogtums Braunschweig. - W. (Stammwappen): In Rot 3 (2, 1) silberne Lilien.  Auf dem Helme mit rot-silbernen Decken eine mit 3 natürlichen Pfauenfedern besteckte, je von einer silbernen Lilie beseitete rote Säule.

Braunschweigische Anerkennung der Berechtigung zur Führung des Freiherrentitels Braunschweig 8. Mai 1891 (für die Nachkommen des Philipp Lebrecht von Cramm).

Preußischer Freiherr als „Freiherr von Sierstorpff-Cramm“ Berlin 28. März 1881, geknüpft an den Besitz des 13. Nov. 1829 gestifteten und 7. Sept. 1830 landesherrlich bestätigten Sierstorpffschen Fideikommisses.«  (S. 66 & 67, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Cramm.  Lutherisch. - Braunschweig und Preußen. - Niedersächsischer Uradel, der sich wohl nach dem Orte Kramme im Amte Saldern nennt und der mit Bernhard von Cramme 1182 urkundlich zuerst erwähnt wird; Erbkämmerer des Herzogtums Braunschweig (vormals auch im Fürstbistum Hildesheim und Erbjägermeister im Fürstbistum Osnabrück). - W.: In Rot drei (2, 1) silberne Lilien.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke eine mit drei Pfauenfedern besteckte rote Säule, beseitet von je einer silbernen Lilie.«  (S. 199, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»Cramm.  W.: in Roth drei (2, 1) silberne Lilien.  Freiherrenkrone.  Der rothsilbern bewulstete Helm mit ebensolcher Decke trägt eine oben mit drei Pfauenfedern besetzte rothe Säule, welche beiderseits von einer silbernen Lilie begleitet ist.

Eins der ältesten niedersächsischen Geschlechter, das nach Calixt im neunten Jahrhundert aus dem südlichen Frankreich gekommen ist.  Urkundlich erwähnt findet sich der Name zuerst in hildesheimer Urkunden aus dem zwölften Jahrhundert.  Die Herren von Cramm besaßen schon früh das Amt der Erbschenken und Erbkämmerer im Fürstbisthum Hildesheim, der Erbkämmerer und Erbschenken im Herzogthum Braunschweig-Wolfenbüttel und der Erbjägermeister im Fürstbisthum Osnabrück.  Ausgebreitete Güter der Familie lagen im Braunschweigischen, Hildesheimischen, Bremen’schen, Lüneburgischen, Verden’schen, in Ost-Friesland, Mecklenburg, Holstein und Lauenburg, in Sachsen und Hessen.  Auch besaß sie Güter in der freien Reichsritterschaft in der Wetterau.  Im dreizehnten, vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundert finden sich viele der Vorfahren als Domherren in Hildesheim, als Ritter des Deutschen Ordens, als Aebte und Ritter.  Aschwin v. Cr. war im Anfang und gegen die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts ein bekannter Kriegsheld, Ritter des Goldenen Vließes und ein Freund Luther’s, der ihm seine Schrift: „ob der Kriegerstand ein seeliger Stand sein könne“, dedicirte.  Wenige Glieder der Familie standen in Staats- oder Hofdiensten.  August Adolf aber zeichnete sich im Dienste der Herzöge von Braunschweig aus und war in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts längere Zeit alleiniger Staats-Minister und wirkl. Geheimrath, nachdem er vorher verschiedene Gesandtschaftsposten bekleidet hatte.  Zu derselben Zeit ging einer seiner Vettern, Hans Mordian, nach Steyermark, wo zwei seiner Schwestern sich mit zwei Grafen von Hardegg-Machland und die dritte mit einem Grafen von Berlepsch vermählt hatten.

Der freiherrliche Stand der Familie ist zu den verschiedensten Zeiten, und namentlich in Oesterreich, anerkannt worden und man hat deshalb nie viel Gewicht auf ein Freiherren-Diplom gelegt, das die Familie vom Kaiser Joseph II. besitzt.  Von den Erbämtern führen die Freiherren von Cramm nur noch das Erbkämmereramt des Herzogthums Braunschweig-Lüneburg, das durch Tausch an die jüngere Linie gekommen ist.  Der nunmehr verstorbene herzogl. braunschweig. Obergerichts-Präsident Hettling, ehemaliger freiherrl. von cramm’scher Justitiarius, hat eine Geschichte dieser Familie als Manuscript geschrieben.«  (S. 124, Gotha. genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 9. Jg. 1859)

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»von Cramm, Uradel.  Die Familie gehört zu dem landsässigen Adel und besitzt die Güter Bokenem, Kemme und Oelper im Hildesheimischen, Borstel im Bremischen, Horst im Lüneburgischen und Nienburg im Hoyaischen.  Sie erscheint schon 1181, 1200 und 1225 in Urkunden.  Der älteste Grubenhagensche Lehnbrief ist von 1401.«  (S. 107, Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840)

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»Cram, Cramm, Kramm, Asche von.  Eins der ältesten adlichen Geschlechter in Niedersachsen, das seit dem 6ten Juni 1656 das braunschweigische Erbkämmerer-Amt bekleidete, und 1746 auch das Erbschenkenamt dazu erhielt, sich dessen aber wieder begeben hat.  C. B. Behrens historische Beschr. des Hauses von Steinberg; im Anh. N. 6.  V. Krohne, S. 159-161.  Estors Ahnenpr. Tab. 8.  Schannat, Client. Fuld., S. 118.  Siebmacher, I. Th., S. 167. N. 10.  Köhler, v. Erblandhof-Aemtern, S. 32.  Steffens Campensche Geschlechts-Geschichte, S. 122.  V. Meding, I. N. 153.  Ein Stammbaum derselben steht i. d. Steinbergs Genealogie.  Gauhe, I. S. 285. u. Anh., S. 1422 u. f.  Schmutz, I. S. 226. u. f.«  (S. 246, Hellbach, Adels-Lexikon, 1. Band, 1825)

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»Cramm, Kramm.  Jm rothen Felde drey silberne Lilien.  Auf dem Helme über einem Wulste eine mit drey Pfauenfedern besteckte, und an jeder Seite von einer Lilie beseitet werdende rothe Säule.  Helmdecken silbern und roth.  So findet sich das Wapen dieses uralten Geschlechts in Estors Ahnenprobe Tab. 8 woselbst der Wulst fehlt, in Stammbäumen, Pettschaften.

Schannat in client Fuld. p. 118. und Fürstens W. B. 1. Th. S. 167, n. 10. krönen zuerst und bestecken hernach die Säule, die ich auf einer Zeichnung silbern tingiret fand.

Krohne S. 61. des Adels-Lexici, eignet diesem Wapen ein goldenes Feld zu.  Der gekrönte Helm soll eine Krone und hinter derselben eine Strausfeder statt der Säule führen, die Helmdecken silbern und golden seyn.  Gar leicht siehet man das Fehlerhafte dieser Beschreibung ein.

Das Geschlecht bekleidet das Braunschweigische Erbkämmereramt seit den 6. Junii 1656 s. Köhler von Erbhofämtern S. 22.  Es erhielt auch 1746 das Erbschenkenamt im Braunschw. dessen es sich aber wieder begeben.  Steffens Campensche Geschlechts-Geschichte S. 122.«  (Nr. 153, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Cramm,  Eines von den ältesten adelichen Häusern in Nieder-Sachsen, welches unter andern Gütern das Schloß Samptleben im Braunschweigischen besitzet, so es nach Abgang der adelichen Familie von Samptleben Anno 1587 erhalten.  D. Behr setzet zu dessen Anherrn Aßwin von Cramm, der mit dem Kayser Ludovico Pio in die Gegend des Stiffts Hildesheim gekommen, und von demselben mit unterschiedenen Gütern beliehen worden.  Anno 1181 haben zween Brüder Bernus und Ludolph in einem Kauff-Brieffe des Bischoffs Adelogi zu Hildesheim Zeugen abgegeben.  Zu Ausgang des 14ten Seculi theilte sich diese Familie in die Aßwinische und Burckhardische Linie: von jener, welche das Erb-Schencken-Amt in dem Stifft Hildesheim besessen, und Anno 1587 ausgestorben, ist vor andern Ascanius ein berühmter Kriegs-Held anzuführen, dessen Leben und Thaten in unserm Historischen Helden-Lexico ausführlich zu lesen sind.  Von dieser aber war Frantz Anno 1570 Braunschweigischer Rath, und Burckhard Anno 1578 Stathalter zu Wolffenbüttel.  Ein anderer dieses Nahmens besaß um selbige Zeit in Hessen das Kloster Lippoldsberg, und war Stathalter zu Marpurg, dessen Ur-Enckel Heinrich zu Ausgang des vorigen Seculi Hertzoglicher Groß-Vogt zu Zelle und geheimder Cammer-Rath gewesen.  Johann Adolph war Anno 1729 Hertzoglich Braunschweigischer geheimder Rath und Director der Ritterschafft, auch Anno 1730 und wiederum 1739 Gesandter am Rußisch-Czarischen Hofe.  Stamm-Baum derer von Cramm in Append. der Steinberg. Geneal.«  (c. 367, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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