von Campe

(Campe v. Isenbüttel)


New Wapenbuch 1605

Seite 179, Nr. 6

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 319

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 142

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 217

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 103

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

II, 203

Der Adel Mecklenburgs, 1864

Seite 45

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 9. Abt. Seite 5; VII, 2. Abt. Seite 24

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 71

Jahrbuch des Deutschen Adels

I, 397

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1900-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1877-1942

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 30, 58


»Campe.  Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Braunschweig, dessen Wappenschild in einer undatierten Urkunde aus der Zeit von 1212-1215 (Orig. im Landeshauptarchiv Wolfenbüttel) als Siegel des sächsischen Truchsessen Jordan zuerst erscheint.  Baldewinus et Heinricus fratres dicti de Campe, treten um 1268 in einer Urkunde (mit Siegel im obengen. Archiv) unter dem Beinamen Blankenburg auf; die Stammreihe beginnt mit Jordan von Campe, Herrn auf Wettmershagen und Neindorf, 1282 bis 1316, Ritter und Truchseß. - Mecklenburgische Anerkennung des Freiherrenstandes Schwerin 26. Juni 1878 (für Albert Hans August Freiherrn von Campe). - W.: In Rot ein silberner Zickzackbalken, oben mit 5 ganzen, unten mit 4 ganzen und 2 halben Spitzen.  Freiherrenkrone.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein schwarzer Hirsch mit einer wie der Schild bezeichneten roten Decke vor einer mit einem natürlichen Pfauenwedel besteckten silbernen Säule.  Schildhalter: 2 goldene Greife.  Wahlspruch: Perseverando.«  (S. 55, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Campe.  Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel mit gleichnamigem Stammhause bei Braunschweig, der mit Bernhard, Friedrich und Erich, Burgmannen von Blankenburg, 1120 urkundlich zuerst erscheint. - Besitz: 1) Das Fideikommiß Wettmershagen und Jelpke (400 ha; seit 1296) mit Öhrenholz (66 ha; seit 1419), Provinz Hannover; 2) das Fideikommiß Hülseburg, Vortsahl und Presek (940 ha; seit 1823 im Bes. der Fam.), Mecklenburg-Schwerin. - W.: In Rot ein Zickzackbalken oben mit 5 ganzen, unten mit 4 ganzen und 2 halben Spitzen.  Freiherrenkrone.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silberner Decke ein schwarzer Hirsch mit einer wie der Schild bezeichneten roten Decke vor einer mit einem Pfauenwedel besteckten silbernen Säule.  Schildhalter: 2 goldene Greife.  Wahlspruch: Perseverando.«  (S. 120, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 60. Jg. 1910)

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»Campe.  Evangelisch. - Preußen (Hannover), Mecklenburg und Nordamerika. - Niedersächsischer Uradel, dessen Stammsitz die Burg Campe bei Braunschweig ist und der mit Bernhard, Friedrich und Erich, Burgmannen zu Blankenburg, 1120 urkundlich zuerst erwähnt wird. - W.: In Rot ein silberner Zickzackbalken mit oben fünf und unten vier und zwei halben Spitzen.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke ein schwarzer Hirsch mit einer wie der Schild bezeichneten Decke vor einer oben mit einem Pfauenwedel besteckten silbernen Säule.«  (S. 189, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1. Jg. 1900)

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»von Campe.  Evangelisch. - Niedersächsischer Uradel.  Wappen: In Roth ein silberner Zickzackbalken mit oben fünf und unten vier und zwei halben Spitzen.  Auf dem Helme mit rot-silberner Decke ein schwarzer Hirsch mit einer wie der Schild bezeichneten Decke vor einer, oben mit einem Pfauenwedel besteckten silbernen Säule.

Die von Campe*) gehören zum niedersächsischen Uradel und nennen sich nach der gleichnamigen Burg bei Braunschweig.  Sie sind ein Zweig des uralten Geschlechts von Blankenburg, welches urkundlich seit dem Jahre 1120 mit Bernhard, Friedrich und Erich, Burgmannen zu Blankenburg am Harz, vorkommt.  Die von Blankenburg bekleideten unter Kaiser Lothar und unter Heinrich dem Löwen, Herzog von Sachsen und Bayern, das Braunschweigische Kämmerer-, das Truchsessen- und das Schenken-Amt, welche Jahrhunderte hindurch auf die späteren Generationen übergingen. - Im XIII. Jahrhundert zweigten sich vom Hauptstamm mehrere Aeste ab, die nach neuerworbenen Besitzungen neue Namen annahmen und bald besondere Familien bildeten: wie die von Campe, von Neindorf, von Bodendik u. s. w.  Alle diese Geschlechter sind bis auf die von Campe und die wahrscheinlich, aber nicht nachweislich zu dieser Gruppe gehörenden von Meding erloschen.

*) Vergl. Regesten und Urkunden des Geschlechts von Blankenburg-Campe.  Berlin 1892 und 1893.«  (S. 397, Jahrbuch des Deutschen Adels, 1. Band, 1896)

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»von Campe, Uradel.  Die Familie gehört zu dem landsässigen Adel und besitzt die Güter Jsenbüttel, Nienhagen und Wettmarshagen im Lüneburgischen.  Sie erscheint schon in Urkunden von 1201, 1259 und 1272.«  (S. 103, Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840)

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»Campen von Jsenbüttel.  Eins der ältesten adlichen Häuser im Lüneburgischen und Braunschweigischen, das von Blankenburg abstammen soll.  Spener, Hist. insign. p. 147. 328. 189.  V. Krohne, I. S. 139. u. f. 141. u. S. 335. u. f.  N. genealogisches Handb. 1778. Nachtr. I. Th., S. 22-25. und II. Nachtr., S. 6.  J. G. Steffens Geschl. Register des adlichen Hauses v. Campen-Jsenbüttel. Zelle 1783. 4.  Siebmacher, I. B., S. 179. N. 6.  V. Meding, I. N. 142.«  (S. 217, Hellbach, Adels-Lexikon, 1. Band, 1825)

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»Campe von Jsenbüttel.  Aus der von Steffens herausgegebenen Geschichte dieses Geschlechts.  Das älteste Siegel dieses von denen von Blanckenburg abstammen sollenden Geschlechts von 1297, zeigt im dreyeckigen Schilde ein schwarzes oder eisenfärbiges Feld, mit einem in langen Spitzen gezogenen silbernen Balken dergestalt, daß oben fünf ganze, unten aber vier ganze und zwei halbe Spitzen zu sehen sind.  Die Umschrift ist zum Theil ausgelöschet.  Sie soll lauten:  S. Domini Jordanis de C~po.  Jm Sigillo Jordani de Kampock 1320, sind die Helmkleinode mit fünf Federn, oder vielmehr von einem völligen Pfauenwedel.

Auf den Siegeln von 1330, 1344, 1368, sind die Spitzen auf dem dreyeckigen Schilde eben so geformet, nur ist das Siegel mit der Umschrift zirkelrund; auf den spätern Siegeln finden sich bald mehr, bald weniger Spitzen, mehrentheils fünfe, selten viere, und noch seltener drey.

Jn Cord v. Döring Lehn-Copial-Buche, welches in der Lehnlande der Herren v. Döring liegt, finden sich zwey Camensche Wapen, beyde mit dem silbernen geeckten Balken, im rothen Felde.  Auf dem Helm des einen von 1530, sind über einem roth und weiß gewundenen Wulst, zwey rothe Stier-Hörner ohne Mündung, jedes mit einem gestürtzten weißen Sparren belegt. Auf des andern Helm hingegen, ist eine silberne mit einem grünen Pfauenschwanz besteckte Säule, neben welcher ein schwarzer Hirsch läuft, mit einer rothen Turnierdecke belegt, auf welcher der silberne Balke sechs Spitzen hat.  Auf dem Siegel Aschwins de Campe von 1345, findet sich ein Hirsch mit ausgeschlagener Zunge, und einer Turniers-Decke, die um den Hals herumläuft, und in zwey längern Streifen bis an die Klauen herabhängt.  Der Balken hat fünf Spitzen.  Seit einigen Jahrhunderten ist nunmehr das Campensche Wapen folgendes:  Ein zehnmahl gezogener, oder oben fünf ganze, unten aber vier ganze und zwey halbe Spitzen führender silberner Balke im rothen Felde.  Auf dem Helm eine goldene, mit drey Strausfedern besteckte Säule, mit einem vorüber gehenden edlen Hirsch, der mit einer rothen herabhangenden Decke belegt ist, auf welcher der silberne spitzgezogene Balke sich zeiget.  Von den Federn sind die äußeren weiß oder silbern, und der überhangende Theil roth, die mittelste roth, der überhangende Theil weiß.  Helmdecken sind roth und silbern.  Lüneburgisch.

Fürstens W. B. 1. Th. S. 179 n. 6. hat den Hirsch links gekehrt, und auf einem Petschafte habe ich einen gekrönten Helm gefunden.  Beydes scheint unrecht zu seyn.«  (Nr. 142, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Campen,  Dieser alten adelichen Familie in dem Lüneburgischen Stamm-Schloß gleiches Nahmens, so zwey Meilen von Braunschweig gelegen, ist schon in dem 14ten Seculo an die Landes-Herrschafft gediehen;  Sie hat Anno 1230 das so genannte Creutz-Kloster vor der Stadt Braunschweig gestifftet.  Balduin und Heinrich, Gebrüdere von Campen, befanden sich Anno 1272 auf dem Land-Tage zu Braunschweig.  Otto von Campen, Abt zu St. Michaelis, in Lüneburg, verließ heimlich das Kloster, verheyrathete sich, gieng in Preussen, allwo er zu Domnau An. 1391 enthauptet worden seyn soll.  s. gelehrtes Preussen 4tes Qvart. 1725 p. 36.  Ein ander dieses Nahmens wird p. 40 l. c. als Abt zu St. Michaelis in Hildesheim Anno 1318 angeführet, und gemeldet, daß er resigniret habe.  Mechtild von Campen ward Anno 1527 Hertzogs Ottonis des ältern von Braunschweig-Lüneburg, Harburgischer Linie, Gemahlin.  Daniel war Anno 1646 Braunschweigischer Ober-Berg-Hauptmann, und hat Anno 1649 das Schloß Friedens-wunsch erbauet, welches dessen Nachkommen annoch besitzen.

Sonsten floriret auch dieses Nahmens eine Familie, wie beym Mushard zu sehen, von vielen Seculis her im Hertzogthum Bremen und im Osterstädtischen, die aber mit obiger nicht zu confundiren.  Zeileri Topogr. Sax. infer. item Mushardi Theatr. Nob. Brem.«  (c. 319, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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