Herzöge von Braunschweig

(v. Br.-Wolfenbüttel, v. Br.-Lüneburg,
Könige von Hannover und England)


Gothaischer Genealogischer Hofkalender

1766-1942

Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch

1762, 40, 43, 88; 1804, II, 237, 305

Uebersicht der deutschen Reichsstandschafts- und Territorial-Verhältnisse, 1830

Seite 56

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 1

Genealogisches Jahrbuch des deutschen Adels

II, 6, 7

Die Rittermatrikeln des Herzogthums Magdeburg, 1860

Seite 39

Regenten-Tabellen, 1906

Seite 193

Berchems Siegel, 1918

Seiten 101, 103

Europäische Stammtafeln

I, Tafel 67-74

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 1, 8, 19, 33, 42, 70, 85, 100


»Haus Braunschweig-Lüneburg (Welfen).  Evangelisch. - Stammvater: Adalbert von Este (Bezirkshauptstadt in der italienischen Provinz Padua) um 900; sein Sohn Otbert I., Markgraf von Este 960 Pfalzgraf, Graf von Tortona, + 975; Ererbung der welfischen Güter 1055 infolge der Ehe (um 1035) Albrecht Azzos II. von Este, * um 997, + 1097, mit Kunigunde (Chuniza), Welfs II., Grafen von Altdorf (jetzt Weingarten b. Ravensburg in Württemberg), Tochter; Herzöge von Bayern 1070-1138 und 1156-80; Ererbung der Hälfte der Billingschen Güter durch die Ehe (1095/1100) Heinrichs des Schwarzen, Herzogs von Bayern (+ 13. Dez. 1126), mit Wulfhild, + 29 Dez. 1126, Tochter des letzten Billing Magnus, + 23. Aug. 1106; Ererbung der nordheim-supplinburg-braunschweigischen Stammgüter infolge der Ehe (29. Mai 1127) Heinrichs des Stolzen, + 20. Okt. 1139, mit Gertrud, + 18. April 1143, Kaiser Lothars II., des letzten Grafen von Supplinburg (jetzt Süpplingenburg im braunschweigischen Kr. Helmstedt), Tochter; Herzog von Sachsen 1137-38 und 1142-80; Herr zu Braunschweig (nach dem durch Bruno Herzog von Sachsen 861 gegründeten Ort) und Lüneburg 1181; Herzog zu Braunschweig und Lüneburg 21. Aug. 1235; von Sachsen-Lauenburg 1697; Kurfürst von Hannover 22. März 1692; König von Großbritannien und Irland infolge der Ehe (30. Sept. 1658) des Kurfürsten Ernst August, + 23. Jan. 1698, mit Sophie, * 13. Okt. 1630, des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und der Elisabeth geb. Prinzessin von England und Schottland a. d. H. Stuart Tochter, zur Thronfolgerin von Großbritannien und Irland erklärt 22. März 1701, + 8. Juni 1714, 1. Aug. 1714 (- 20. Juni 1837 bzw. 22. Jan. 1901); König von Hannover 12. Aug. 1814; Einverleibung des Königreichs Hannover in das preußische Staatsgebiet 20. Sept. 1866; Einspruch gegen die Einverleibung Wien 23. Sept. 1866.  Nach dem Tode des Königs Georg V. von Hannover Rechtsverwahrung des bisherigen Kronprinzen Ernst August, welcher für die Dauer der Behinderung an der Regierung in Hannover den Titel Herzog von Cumberland, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg führte durch Schreiben an die Mächte und Höfe, vom 11. Juli 1878.  Nach Aussterben der in Braunschweig regierenden älteren Linie mit Herzog Wilhelm, + 18. Okt. 1884, Regierungsantrittserklärung des Herzogs Ernst August 18. Okt. 1884; Verhinderung des Regierungsantritts durch Bundesratsbeschluß 2. Juli 1885; zweiter Bundesratsbeschluß gegen die Regierung eines Mitglieds des Hauses Braunschweig-Lüneburg 28. Febr. 1907; Verzicht des Herzogs Ernst August auf Braunschweig zugunsten seines Sohnes Ernst August 24. Okt. 1913; Aufhebung der Behinderung des Hauses durch Bundesratsbeschluß 27. Okt. 1913; Übernahme der Regierung des Herzogtums Braunschweig durch den Prinzen Ernst August 1. Nov. 1913; Thronverzicht des Herzogs Ernst August für sich und seine Nachkommen 8. Nov. 1918. - Die Nachgeborenen führen den Namen Prinz bzw. Prinzessin von Hannover (Wiederaufnahme laut Erklärung vom 29. Aug. 1931), von Großbritannien und Irland, Herzog bzw. Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (Königl. Hoheit). - W. (vereinigtes Stammwappen Braunschweig-Lüneburg): Gespalten; rechts in Rot 2 blau-bezungte und bewehrte goldene Leoparden, links in mit roten Herzen bestreutem goldenen Felde ein blauer Löwe.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-goldenen Decken das weiße Sachsenroß vor einer gekrönten roten Säule, die mit einem natürlichen Pfauenwedel, darauf ein goldener Stern, besteckt ist, zwischen 2 rot-begrifften silbernen Sicheln, die am Rücken mit je 6 natürlichen Pfauenfedern besteckt sind.«  (S. 27, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Fürstlichen Häuser, 179. Jg. 1942)


zurück