von Borries (1733)


Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 92

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

I, 582

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 9. Abt. Seite 23; III, 2. Abt., 2. Band, 1. Teil Seite 25

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser

1914-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1862-1941

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 6, 20, 58

Standeserhebungen und Gnadenakte für das Deutsche Reich und die Österreichischen Erblande bis 1806

I, 113


»Borries.  Evangelisch. - Altes Mindener Stadtgeschlecht, das mit Hermann Borries, 1425, Patrizier und Bürgermeister in Minden, seine Stammreihe beginnt. -

I. Linie.  Stammvater: Heinrich Borries, * 1608, + 27. März 1673. - Rittermäßige Reichsadelsbestätigung Wien 20. Aug. 1733, kurhannoversche Anerkennung Hannover 4. Febr. 1734 (für Johann Friedrich Borries, kurbraunschw.-lüneb. Direktor des Hofgerichts, der Justizkanzlei und des Konsistoriums in Stade). - W. (1733): In Rot 3 (2, 1) silberne Brackenköpfe mit goldenen Halsbändern mit Ring.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken ein Zedernbaum mit goldenem Stamm zwischen 2 voneinander abgewendeten silbernen Brackenköpfen.

II. Linie.  Stammvater: Anton Borries, * 1617, + 1672. - Preußische Adelserneuerung Berlin 17. Jan. 1816 (für Heinrich Johann Borries, Kammersekretär, und seine drei Neffen, die Brüder Diedrich Karl August, Kriegsrat, Philipp Friedrich, Kurfürstl. hess. Major, und Ludwig Georg Wilhelm Borries, Steuerrendanten). - W. (1816): wie 1733.«  (S. 43 & 52, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil B, 34. Jg. 1942)

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»Borries.  Lutherisch. - Im Königreich Hannover. - Ob dieses alte Patriciergeschlecht von den Freiherren von Bordere herstammt, denen der Bischof Widekind von Minden ein Lehen verlieh und sie als Ministerialen der Kirche zu Minden im Jahre 1258 aufnahm, muß in Ermangelung zuverlässiger Nachrichten dahingestellt bleiben; allein so viel ist gewiß, daß die von Borries schon im funfzehnten Jahrhundert in der Stadt Minden vorkommen.  Hermann Borries (geb. 1460, + 1523), von welchem alle lebenden Glieder der Familie ihre Abkunft nachweisen können, besaß die noch bei der Familie vorhandenen Lehen Hummelbeck und Sudhemmern bei Minden und war Bürgermeister dieser Stadt.  Seine Nachkommen haben sich in mehrere Zweige getheilt, welche in der Stadt Minden als Patricier lebten und häufig das Bürgermeister-Amt bekleideten.  Die Jüngere Linie hat sich im Königreich Hannover niedergelassen.  Johann Friedrich von Borries war kurhannöver. Canzlei-Director zu Stade.  Kaiser Karl VI. bestätigte ihm den Adel seiner Vorfahren durch Diplom vom 20. Aug. 1733.  Die Nachkommen Johann Friedrich’s sind theils im Herzogthum Bremen geblieben, besitzen dort die Güter Horneburg und Apensen und sind Mitglieder der bremen-verden’schen Ritterschaft; theils sind sie auch in das Preußische zurückgekehrt und besitzen im Fürstenthum Minden die Güter Uhlenburg, Beck und Schorlemühle, in der Grafschaft Ravensberg das Gut Steinlake, sowie im Fürstenthum Lippe die Güter Eckendorf und Hovedissen. - Wilhelm Friedrich Otto von Borries, königl. hannöv. Staatsminister und Minister des Innern, wurde unterm 5. Juni 1860 durch Allerhöchstes Handschreiben Sr. M. des Königs von Hannover nach dem Recht der Erstgeburt in den hannöv. Grafenstand erhoben. - W.: in Roth drei (2, 1) rechts gekehrte, abgerissene silberne Hunde-(Bracken-)Köpfe mit spitzen Ohren und goldenen Halsbändern.  Grafenkrone.  Aus dem gekrönten Helm mit rothsilbernen Decken wächst ein natürlicher belaubter Baum hervor, dessen Stamm zu beiden Seiten von einem schwebenden, auswärts sehenden Hundskopf begleitet ist.«  (S. 111, Gotha. genealog. Taschenbuch der gräflichen Häuser, 35. Jg. 1862)


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