von Bistram

(v. Bistramb)

(Wappenstamm Tarnawa)


Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1859

Genealogisches Handbuch der Baltischen Ritterschaften

E II, K I

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 39


»Bistramb.  Luth. - Jn Kurland, Esthland und Polen. - Schwedische Freiherren 13. Juni 1604 (Diplom des Königs Karl IX. von Schweden), bayer. Anerkennung 1806, sächsische Anerkennung 1789 und russ. Anerkennung 1801 und 1802. - Dieses sehr alte pommern’sche Geschlecht stammt aus Ungarn, von wo es im elften Jahrhundert nach Polen und Pommern kam.  Dort bekleideten viele Glieder der Familie einflußreiche Aemter.  Boleslas von Bistramb war um 1340 Wojwode von Kulm.  Hugo und Peter von B. erscheinen im funfzehnten Jahrhundert als Comthure des Deutschen Ordens, der Ballei Doblen.  Christoph v. B. (+ 1600) ging nach Kurland, ward Stallmeister des Herzogs Gotthard von Kurland und erhielt durch seine Vermählung mit der reichen Erbin Anna von Schenk, Freiin von Neudeck, große Besitzungen.  Er erwarb auch das Jndigenat eines kurländischen Edelmanns.  Sein Sohn Gotthard Freiherr von Bistramb (+ 1628), Majoratsherr auf Waddax, Ober-Kammerherr und Ober-Mundschenk des Herzogs Friedrich I. von Kurland, ward s. d. 13. Juni 1604 vom König Karl IX. von Schweden in den erblichen Freiherrenstand erhoben.  Er ist zugleich der Stammvater aller noch blühenden Häuser seines Geschlechts gewesen. - W.: quer getheilt; oben in Roth ein weißes Maltheser-Kreuz; unten ebenfalls in Roth ein goldener Halbmond, dessen Hörner sich gegen das Kreuz wenden.  Auf dem Helm steht zwischen zwei Büffelshörnern eine Freiherrenkrone.«  (S. 66, Gotha. genealog. Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, 9. Jg. 1859)


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