von Beust

Stammsitz Büste, n. Bismark
(vgl. auch die Wappen derer von Möllendorff und von Königsmarck)


Theatrum Saxonicum 1608

I, 114

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 136

Genealogische Adels-Historie (& Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 1042; 2. Teil, Seite 130-144; 3. Teil, Seiten 112, 210

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 80

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 135

Allgemeines Genealogisches und Staats-Handbuch

64. Jahrgang, I, Seite 464

Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Bayern

XVI, 5; XVII, 51

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

I, 396

Siebmacher’s großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seiten 1, 7, 21; III, 1. Abt. Seite 2

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 18

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1901-1939

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1853-1942

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1825-1938

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 10, 13, 15, 40, 59, 63, 106, 107


»Beust.  Lutherisch. - Altmärkischer Uradel mit dem Stammhause Büste bei Stendal, der zu den Burgmannengeschlechtern von Tangermünde und Wolmirstedt gehört und mit Henricus de Bujez, nobilis, 1228 urkundlich (s. Riedel, Cod. dipl. Brandenburg., Band VI) zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt.  Die Namensform wechselte zwischen Bujez, Buzest, Buziz, Bujest, Buezst, Büst, Bouzt, Buzt, Buyst, und Beust. - W. (Stammwappen): Von Rot und Silber durch 3 Spitzen gespalten.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot (auch rot-silbern) gekleidete Jungfrau mit abhängendem bekränztem goldenen Haar, in jeder Hand eine wie der Schild bezeichnete Fahne haltend.«  (S. 10, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 92. Jg. 1942)

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»Beust.  Lutherisch und katholisch. - Altmärkischer Uradel mit dem Stammhause Büste bei Stendal, der zu den Burgmannengeschlechtern von Tangermünde und Wolmirstedt gehört und mit Henricus de Bujez, nobilis, 1228 urkundlich (s. Riedel, Codex dipl. Brandenburg., Band VI), zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt.  Die Namensform wechselte zwischen Bujez, Buziz, Bujest, Buezst, Büst, Bouzt, Buzt, Buyst und Beust. - W.: Von Rot und Silber durch 3 Spitzen gespalten.  Auf dem gekrönten Helme mit rot-silbernen Decken eine wachsende rot (auch rot-silbern)-gekleidete Jungfrau mit abhängendem bekränztem, goldenen Haar, in jeder Hand eine wie der Schild bezeichnete Fahne haltend.«  (S. 35, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 38. Jg. 1939)

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»Beust.  Lutherisch und katholisch. - Preußen, Sachsen, Sachsen-Altenburg, Baden, Bayern, Oesterreich-Ungarn, Schweiz. - Altmärkischer Uradel, der zu den Burgmannengeschlechtern zu Tangermünde und Wolmirstedt gehört, mit dem Stammhause Büste bei Stendal.  Dies, sowie Poritz und Döllnitz bei Stendal bilden den ältesten urkundlich nachweisbaren Lehnbesitz.  Als erster tritt urkundlich hervor Henricus de Buziz 1228 1). - W.: Von Rot und Silber durch drei Spitzen gespalten.  Auf dem gekrönten Helme wächst eine rotgekleidete Jungfrau mit herabhängendem goldenen Haar, die in jeder Hand eine Fahne mit dem Schildzeichen hält. -

1) Riedel, codex dipl. brandenburg.  T. VI.«  (S. 78, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 2. Jg. 1901)

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»Beust.  (Grafen und Herren von B.)  Luth. Conf. - Eine eben so alte als angesehene Familie.  Schon im 14. Jahrhundert zeichnete sie sich aus; 1438 bekleidete Einer des Stammes die bischöfl. Würde zu Havelberg.  Sie stammte aus der Mark Brandenburg, machte sich aber in mehreren Gegenden Deutschlands ansässig.  Die jüngere der, von Joachim Friedrich von Beust abstammenden Linien ist 1775 mit Karl Leopold in den Reichsgrafenstand erhoben worden.  Letzterer hinterließ mehrere Kinder, und unter diesen 2 Söhne: Gottlob, herz. sachs. goth. wirkl. Geheimen Rath und Consist.-Präsid. zu Altenburg (+ 4. April 1796), und Leopold, vorm. k. poln. und kursächs. wirkl. Geheimen Rath u. Kämm., dann großh. frankf. Staatsminister, zuletzt Landschaftsdirector zu Altenburg (+ 4. Nov. 1827), mit welchem diese Linie im Mannesstamme ausgestorben ist und nur von ersterm noch nachbenannte Söhne leben.«  (S. 95, Genealog. Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser, 8. Jg. 1835)

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»Jst zwar ein ausländisch vnd Märckisch Geschlecht, jedoch jetzo vffm Hause Planitz, bey Zwickaw gesessen.  Zu vnserer Zeit, ist aus dieser adelichen Familia, Herr Joachim von Beust J.U.D. Professor Wittebergensis, vnd Assessor des öbern Consistorij, Jtem Chur vnd Fürstlicher Raht, vff Planitz, seiner Gottseligkeit, Frömmigkeit, vnd recht adelichen Wandels, höchst berühmbt, vnd jederzeit celebris gewesen, Dessen Vater Achin Heuptman zu Möckern im Ertzstifft Magdeburg, vnd sich vmb das Stifft vnd menniglichen wol verdienet.  Sein Großvater aber, Joachim, so zu Altendühne gewohnet, Vnd Vhralter Vater Heinrich, auch daselbsten gewesen, alles vorneme ansehnliche vom Adel, vnd die sich mit den vornembsten Geschlechtern, als denen von der Schulenburg, Rocha, vnd Randawen befreundet.

Jst eine alte Familia, inmassen nachrichtige gewisse Monumenta vorhanden, daß derer viere dieses Stammes, zu den Zeiten Caroli IV. Römischen Keysers in den Beierischen Zug, Anno 1379. erlegt worden.

Jtem Johann von Beust Bischoff zu Hauelberg, Anno 1400. florirt.

Vnd hat wolermelter Achin von Beust von seinem Weibe Elisabeth von Randa, aus dem Hause Zabern, fünff Söhne als:

1. Heinrich, so in der Schlacht vor Siuershausen Anno 1553. blieben.

2. Melchior der Herrn von Schönburg zu Glaucha Heuptmann.

3. Caspar Heuptmann zu Grüningen.

4. Balthasar zu Borg seßhafftig, Vnd diesen Herrn

5. Joachim Doctorem Juris erzeuget, welcher Herr Joachim zu einem hohen vnd ehrlichen Alter kommen, alle seine Gebrüdere vberlebet, vnd grosse Dignitas von Fürsten vnd Herrn auf sich gehabt, Jnmassen daruon einen sondern Tractatum Err Petrus Willich zur Planitz Pastor, in Druck geben, Jst endlichen vff seinem Rittersitz Planitz, in hohem Alter selig verstorben.  Von seinem Weibe einer Brandin aus dem Hause Wissenburg, einen Sohn, vnd Heinrich, jetzo vff Planitz vnd Voigtsgrün, dieser dann hinwieder von der Löserin aussm Hause Leipnitz, zween Söhne, Joachim Heinrich, vnd Heinrich Friederich erzeuget.«  (p. 114, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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