von Berlepsch

Stammsitz Berlepsch, n. Witzenhausen


New Wapenbuch 1605

Seite 134, Nr. 2

Theatrum Saxonicum 1608

I, 308

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 120

Genealogische Adels-Historie

2. Teil, Seite 96-129

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 70

Diplomatische Nachrichten adelicher Familien

2. Teil, Seite 1-7

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 128

Historisches Taschenbuch des Adels im Königreich Hannover, 1840

Seite 79

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

I, 353

Siebmacher's großes Wappenbuch

II, 3. Abt. Seite 7; VII, 2. Abt. Seite 3

Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter

IV, 481 (Ahnentafel)

Zur Familiengeschichte des Deutschen, insonderheit des Meissnischen Adels

Seite 15

Stammbuch-Blätter des norddeutschen Adels

Seite 23

Stammbuch der Althessischen Ritterschaft, 1888

Tafel 1-4

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1904-1941

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

1887-1940

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser

1871-1942

Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien, 1904

Seite 13

Genealogisches Handbuch des Adels

Bände 2, 21, 59, 63, 94, 102


»Berlepsch.  Evangelisch und katholisch. - Uradel aus dem niedersächsischen Leingau, der mit Cunradus de Berleibisin Homberg 25. Febr. 1233 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Marburg) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ritter Konrad von Berlepsch, tot 1271, beginnt.  Die Namensform wechselte zwischen Berleibisin, Berleybischin, Berlevessen und Berlepsch. - W.: In Gold 5 (2, 2, 1) rot-bewehrte, grüne Sittiche mit roten Halsbändern.  Auf dem rot-golden bewulsteten Helme mit gleichen Decken 2 rote Stäbe, oben mit je einer mit 7 schwarzen Hahnenfedern besteckten silbernen Kugel besetzt.«  (S. 41, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, Teil A, 40. Jg. 1941)

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»Berlepsch.  Uradel aus dem niedersächsischen Leingau, der mit Cunradus de Berleibisin Homberg 25. Febr. 1233 urkundlich (Orig. im Staatsarchiv Marburg) zuerst erscheint und dessen Stammreihe mit Ritter Konrad von Berlepsch, tot 1271, beginnt.  Die Namensform wechselte zwischen Berleibisin, Berleybischin, Berlevessen und Berlepsch. - Die Stammväter der beiden unten folgenden Zweige des 2. Astes der II. Linie teilten sich in das seit 1523 im Besitze befindliche Schloß und Rittergut Seebach. - W. (Stammwappen): Geviert; 1 und 4 in Gold fünf (2, 2, 1) rot-bewehrte grüne Sittiche mit roten Halsbändern, 2 und 3 in Schwarz 3 goldene Sparren übereinander.  2 Helme; auf dem rechten rot-golden bewulsteten mit gleichen Decken 2 rote Stäbe mit silbernen, mit 7 schwarzen Hahnenfedern besteckten Kugeln, auf dem linken gekrönten mit schwarz-goldenen Decken 2 schwarze Büffelhörner, je belegt mit den 3 goldenen Sparren.«  (S. 24, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, Teil A, 90. Jg. 1940)

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»Berlepsch. - Preußen (Hessen-Nassau und Sachsen), Königreich Sachsen und Österreich. - Hessischer Uradel, der mit Ritter Konrad von Berlepsch, tot 1271, zuerst urkundlich erscheint. - W.: In Gold fünf (2, 2, 1) grüne Sittiche mit roten Waffen und Halsbändern.  Auf dem Helme mit rot-goldenem Wulste zwei rote Stäbe mit silberner mit sieben schwarzen Hahnenfedern besteckter Kugel.«  (S. 61, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 5. Jg. 1904)

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»Berlepsch.  Preußen (die Provinzen Sachsen und Hessen-Nassau), Königr. Sachsen und Österreich (Böhmen und Steiermark). - Hessischer und thüringischer Uradel. - Kön. preuß. Anerkennung der Berechtigung zur Führung des Freiherrentitels laut Reskript des Kön. preuß. Heroldsamtes d. d. Berlin 24. Februar 1876 (für den damaligen Landrat Hans Hermann Freiherrn von Berlepsch zu Kattowitz und sechs seiner Geschlechtsvettern) und d. d. Berlin 21. Oktober 1881 (für den Rittergutsbesitzer Rudolf Freiherrn von Berlepsch auf Schloß Seebach). - W.: quadriert; 1 und 4 in Gold fünf (2, 2, 1) rechts gewandte grüne Sittige (Papageien) mit roten Schnäbeln, ebensolchen Augen, Füßen und Halsbändern; 2 und 3 in Schwarz drei goldene Sparren übereinander.  Freiherrenkrone und zwei Helme.  Der erste ist mit einem von Rot und Gold gewundenen Wulst bedeckt und trägt zwei rote Tuben, auf deren Schallöffnungen je eine mit sieben schwarzen Hahnenfedern besteckte silberne Kugel liegt*); der zweite Helm mit schwarzgoldenen Decken ist gekrönt und trägt zwei mit den Mundstücken auswärtsgekehrte schwarze Büffelshörner, von denen jedes mit drei goldenen Sparren übereinander belegt ist. -

*) Letzner, im Stammbuche der von Berlepsch 1592, nennt dieses Kleinod „zwei röte Küriß-Prügel, deren jeder einen Schneeball mit sieben schwarzen Hahnenfedern auf sich hat“.«  (S. 49, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser, 37. Jg. 1887)

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»Perlebsche.  Dieses ist zwar ein Hessisch Geschlecht, jedoch haben sich derer etliche auch in Thüringen niedergelassen, Sind jhrer Ankunfft, wie hieruon Wigandus Happelius von Franckenberg discurriren wil, aus dem Lande zu Mähren, an das Königreich Vngern stossende, vnd ritterlichen Freyherrenstandes, vnd weil sich das Geschlecht des Orts sehr gemehret, haben sich zween Gebrüdere Heinrich vnd Diderich Anno 1070. aus solchem ihren Vaterland auffgemacht, vnnd an Hertzog Otten zu Sachsen vnd Beyern Hoff begeben, allda Ruhm vnd Ehr erlangt, vnd alsdann bey Eschewige an der Werra in Thüringen, Güter erkaufft, vnd daselbsten sich erstlichen niedergelassen.

Sie haben aber nicht anfenglich die von Berlebsch, sondern Bernewitzko geheissen, vnd durch Abbreviaturn vnd Verstümlunge der Wörter endlich die Berlebsch biß auff heutigen Tag genennet worden.

Als aber das Geschlecht sich dieser örter auch vermehret, haben sich etliche derer in das Braunschweigische vnnd Lüneburgische Hertzogthumb vertheilet, vnnd das Haus vnd Schlos Junde bey Göttingen gelegen, erkaufft, vnd an diesen Stamm gebracht, förder an Reichthumb zugenommen, vnd Anno 1120. das Schlos Berlebsch nach jhrem Namen gebawet, vnd lange Zeit besessen, biß daß es endlichen vnter die Landgraffen aus Hessen kommen, dann auff dem Ziegenberge, Arnold, Altenstein, Bißhausen vnd Bouenten gewohnet.

Zu vnserer Zeit ist aus diesem adelichen Geschlecht Erich Volckmar von Berlebsch, vnd sein Bruder Curth Thilo, Sittichs seligen Söhne, in sonderm Ansehen gewesen, dann Erich Volckmar Erbkammerer in Hessen, des Churfürsten zu Sachsen, Augusti seliger, geheimter Raht, Oberhoffrichter zu Leipzig, oder Oberheuptman in Thüringen worden, vnd auff den Heusern Roßla, vnd beyden Vhrleben, so er mit schönen Schlos vnd Kirchengebewden gezieret, gesessen, ein trefflicher, ansehnlicher vnd hochbegabter Mann, welcher in etlichen Legationibus gebraucht, vnd höchstermeltem Churfürsten ein lieber Diener gewesen, Jnmassen jhm auch Keyser Maximilian der Ander, dieses Lob auff dem Reichstage gegeben, Er wolte wündschen, daß er dieses Berlebsch gleichen hette, vnd seinen gantzen Reichsraht mit solchen tapffern Leuten besetzen könne, ist im 64. Jahr seines Alters, vnnd Anno Christi 1589. auff seinem Hause Roßla selig verstorben.

Sein Bruder aber Curth Thilo Churf. Sächs. Oberauffseher in der Graffschafft Mansfeld gewesen, welche Empter sie beyde also verrichtet, daß es mit Genüge der Obrigkeit, vnd mennigliches Wolgefallen beschehen.  Wie sich sonsten diese beyde wolverdiente vom Adel gegen Gottes Wort, derselben Diener, vnd menniglichen verhalten, Dauon nach der lenge in des Iohan Letzeners Pastoris zu Jbra ausgegangenem Tractatu gehandelt, dahin ich den Christlichen Leser weisen thue.«  (p. 308, Theatrum Saxonicum, 1. Theil, 1608)


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