von Axleben gen. Magnus

(André gen. v. Axleben-M.)


New Wapenbuch 1605

Seite 66, Nr. 14

Genealogische Adels-Historie (Ahnentafeln)

1. Teil, Seite 220

Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon

1. Teil, Spalte 59

Medings Nachrichten von adelichen Wapen

Nr. 503

Hellbachs Adels-Lexikon

Seite 92

Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon

I, 155

Siebmacher's großes Wappenbuch

III, 2. Abt., 2. Band, 1. Teil Seite 8

Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Uradeligen Häuser

1901-1940

Genealogisches Handbuch des Adels

Band 53


»Axleben genannt Magnus.  Evangelisch. - Sachsen und Elsaß. - Schleswigscher Uradel, der seinen Namen von einem in der Nähe von Hadersleben gelegenen, angeblich von Waldemar I. von Dänemark zerstörten Schlosse herleitet.  In der Mitte des XV. Jahrhunderts tritt das Geschlecht in Schlesien mit Hans von Axleben genannt Magnus, Landeshauptmann des Fürstentums Liegnitz, auf. - W.: In Silber schräggelegt drei schwarze Kesselhaken.  Auf dem Helme mit schwarz-silbernen Decken eine grüne Lindenstaude mit goldenen Blüten.«  (S. 35, Gotha. Genealog. Taschenbuch der Adeligen Häuser, 2. Jg. 1901)

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»Magnus oder Axleben, Magnus genannt.  Sinapius, S. 625. beschreibt das Wapen also:  Jm weißen Schilde drey schwarze Sägeisen, oder nach anderer Meynung drey Heber, wie die zu Hebung der Wagen und dergleichen Lasten zu gebrauchen, denn also sehen sie aus, wiewol keine Corde daran zu spüren.  Diese Sägeisen oder Heber liegen gegen der Linken erhaben in ihrer Gleiche über einander.  Auf dem gekrönten Helme einen Blumenstengel, an dessen Spitze ein grünes Blättlein in Form eines über sich gekehrten Herzleins.  Diesem folgen auf beyden Seiten herunterwärts zwey gelbe Blumen, nur ein klein wenig aufgethan, und weiter herunter über der Crone auf beyden Seiten zwey grüne Blättlein einerley Gestalt mit dem Obersten.  Die Helmdecken weiß und schwarz.  So weit Sinapius.

Fürstens W. B. I. Th. S. 66. n. 4. liefert das Wapen mit Hinweglassung des Namens Magnus, das Wapenbild sieht drey mit dem Ringe oben, dem zackigten Theile rechts, den Haken aber links gekehrten schrägrechts über einander (dieses ist eben das, was Sinapius durch gegen Linken erhaben in ihrer Gleiche über einander undeutlich ausdrückt) liegenden zusammengeschlagenen Kesselhaken, wenigstens meiner Meynung nach, weit ähnlicher als einer Handsäge oder einer Wagenwinde, wie ich denn auch auf einem Petschafte drey Kesselhaken mit ihren Ringen deutlich ausgedruckt gefunden habe.  Aus dem gekrönten Helm kommt ein dünner Zweig auf, der an fünf Stengeln zwischen drey runden oben spitz zugehenden Blättern zwey goldene, denen nicht ganz offenen Tulipanen oder Gartenlilien nicht unähnliche Blumen zeiget.

Das eigentliche Vaterland dieses jetzt Schlesischen Geschlechts, soll, wie Sinapius anzeigt, Holstein, und der Familien-Name Magnus seyn.

Hans von Axleben, Magnus genannt, lebte 1444.«  (Nr. 503, Nachrichten von adelichen Wapen, 1786)

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»Axleben, Magnus genannt,  Diese adeliche Familie in Schlesien zehlet Sinapius unter die älteste daselbst, allwo sie die alten Stamm-Sitze Fauljupe und Krummelinde, woraus die Linien zu Kaltwasser, Langenwaldau, Reichen &c. entstanden, schon vor etlichen 100 Jahren besessen.  Er will, daß sie schon im XI Seculo in Hollstein unter dem Nahmen Magnus (wie denn auch Spangenberg die Magnusser unter dem Holsteinischen Adel zehlet) bekannt gewesen, und von einem vom Könige Waldemaro I in Dännemarck ruinirten Schlosse Axleben im Schleßwigischen den Nahmen angenommen haben.  Ja sie sollen zur selbigen Zeit den Gräflichen Character erhalten haben, wie denn Graf Magnus Königl. Pohlnischer Statthalter zu Breßlau Anno 1094 gewesen, welches letztere und daß dieser Graf Magnus zu dieser Familie gehöre, noch mehr Untersuchung bedürffen möchte.  Hans von Axleben, Magnus genannt, wird als Landes-Hauptmann des Fürstenthums Liegnitz Anno 1444 angeführet, in welcher Charge ihm auch sein Sohn gleiches Nahmens zu Fauljupe und Krummenlinde Anno 1461 gefolget, gleichwie sie auch Christoph und Nicol succeßive An. 1504 und 1507 erhalten haben.  Leonhard von Axleben und Langenwaldau, Fürstlicher Hof-Richter zu Liegnitz Anno 1590, hat sich durch seine Schrifften vom Schlesischen Ritter-Rechte und der Wappen Ursprung, hervor gethan.  Hans George von Axleben, Magnus genannt, auf Giersdorff und Lobendau, war Anno 1650 Landes-Aeltester des Fürstenthums Münsterberg.  Jn nachfolgenden Zeiten und noch Anno 1733 hat diese Familie auf den Gütern Fegebeutel im Jaurischen, Ober- und Nieder-Lobendau, Gierschdorff, Wiltsch &c. im Liegnitzischen floriret.  Schles. Curios. 1 Theil p. 624 seq. 2 Theil p. 798 seq.«  (c. 59, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, 1740)


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